Archiv der Kategorie: Affäre Schnellbacher

Kommentar im Forum von Tacheles.de: „Hier im Odenwald geht es durch die totale Deckung von Behördenmitarbeitern durch den Landrat Schnur völlig primitiv zu“

Im Forum von tacheles.de wurde eine Diskussion zur Affäre um die Leiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis begonnen.
Am 22. 2. kommentierte dort ein anonym bleibender Odenwälder die Affäre und die Verhältnisse im Odenwaldkreis so:

>Das hat die Amtsleiterin persönlich geschrieben!
Das kann man knicken. Da war nie und nimmer ein junger Mann an ihrem Computer sondern Frau Schnellbacher persönlich. Ich hatte schon mit der Frau Kontakt und konnte dabei entsprechende Erfahrungen sammeln. Es wird wirklich auf diesem billigen Niveau argumentiert um Leistungsbezieher zu verprellen oder mit Vorwürfen zu konfrontieren. Das nächste zuständige Gericht ist 40 Km vom Odenwald entfernt und es gibt keine Fachanwälte im Odenwald, die sich mit Hartz IV wirklich auskennen. Die Frau meint wirklich sachlich zu sein (lest euch mal die Antwort auf den Beitragvon La Poja durch, welche Sandra-Miky da nochmal verfasst hatte) und ignoriert sturr einfach alles. Dazu kommt, das es beim Landratsamt auch keine funktionierende Dienstaufsicht gibt. Das wird dort alles abgeblockt und ignoriert.

Ja, ich komme aus dem Odenwald und hier geht es drunter und drüber.

Im übrigen teile ich nicht die Theorie, dass Sandra-Miky und Tobler die gleiche Person sind! Dazu hat Tobler viel zu viel geistiges Niveau. Das nur mal am Rande bemerkt, da ihr schon darüber gerätselt habt.

Ich lese schon seit einiger Zeit hier im Tacheles-Forum mit und das, was ein gewissert Tobler hier geschrieben hat, ist von einer anderen Person. Hier im Odenwald geht es durch die totale Deckung von Behördenmitarbeitern durch den Landrat Schnur völlig primitiv zu und die Behördenmitarbeiter brauchen sich bei ihren Verwaltungsakten garn nicht mal darüber Gedanken machen wie man etwas unrechtliches geschickt anstellt.

Aber lest dazu mal in den Archiven von Odenwald-Geschichten nach, was da so in den letzten 1-2 Jahren alles passiert ist. Einiges hierzu konnte ich übrigens über die Tacheles-Suchfunktion hier wiederentdecken. Sollte dem geneigten Tacheles-Leser also schon bekannt sein.

Im übrigen sind Ende März Kreiswahlen im Odenwald. Bis dahin werden noch so einige Bomben Platzen die bisher nur durch Verleugnung und einer Mitläuferpresse im Odenwald versteckt wurden.

Beachtet bitte auch die Unterschriftenaktion zur Pressefreiheit im Odenwald:
http://www.0814net.de/cgi-bin/cms/gb/gb.cgi?id=303

Die ganze Miky-Schnellbacher Affäre wurde in der Lokalpresse nicht erwähnt sondern unterdrückt. Der Presseartikel, der über den Fall erschien, stand in einer überregionalen Zeitung und der Webmaster der Odenwald-Geschichten hat diese Zeitung auf die Zustände im Odenwald aufmerksam gemacht.

Auch viele weitere Skandale um das Jobcenter im Odenwald sind durch die Regionalpresse nicht erwähnt worden oder völlig verdreht und stark abgemildert dargestellt worden.< Quelle: tacheles.de, Leiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis lobt sich als Fake selbst!

Auch auf der Internet-Adresse www.piccolina.jansonclan.de wurde die Affäre aufgegriffen.

Odenwälder Echo zu Grünen und Landratsamt: „Peinliche Versuche zur Manipulation des öffentlichen Bilds von dieser Einrichtung“

Wer sich ein Bild über korrupten Lokaljournalismus machen möchte, sollte heute das Odenwälder Echo lesen. Das Stichwort liefert das Erbacher Käseblatt selbst: In seinem Bericht über die jüngste Pressemitteilung der Odenwälder Grünen findet sich am Ende in einem Nebensatz diese Formulierung: „Peinliche Versuche zur Manipulation des öffentlichen Bilds von dieser Einrichtung„.
Nun ist die völlig ruhmlose Historie der ehemaligen „Odenwälder Heimatzeitung“ und des jetzigen „Odenwälder Echo“ kaum mehr als die Geschichte einer jahrzehntelangen billigen Hofberichterstattung: Eine „peinliche Manipulation des öffentlichen Bildes“ von Landratsamt und Landrat. Breit ins Bild gerückt wurde und wird die (Selbst-) Beweihräucherung der seit fast 6 Jahrzehnten den Odenwaldkreis (vor allem deswegen!) ununterbrochen allein regierenden Partei, alles, was dieses Bild empfindlich stören könnte, also alles, was „peinlich“ ist, wird in dem Käseblatt nach Möglichkeit entweder komplett verschwiegen oder verschämt in Nebensätze verpackt.

Aus diesem Grund und nur aus diesem Grund verschweigt das Odenwälder Echo seinen Lesern jenen „Höhepunktder „Pleiten, Pech und Pannenserie“ der Kreisverwaltung, über den die örtlichen Grünen in einer Pressemitteilung und die Frankfurter Rundschau in einem eigenen Artikel berichtete.
So läuft es seit Jahren und Jahrzehnten.

Komplett verschwiegen wurden im Odenwälder Echo beispielsweise auch diese Pressemitteilungen der Grünen: „Was ist nun wahr, Herr Landrat?“ und eine „Anfrage zur Bürgerfreundlichkeit der Verwaltung„.
Verschwiegen wurden auch z.T. jahrelang laufende Ermittlungsverfahren gegen Schnur bzw. Mitarbeiter von Schnur. Da für diese Verfahren staatsanwaltliche Abteilungen verantwortlich waren, die von (aktiven) Parteifreunden geleitet werden, war deren Ausgang zugegebenermaßen stets absehbar.
Was also auf Bundes- oder Länderebene ein veritabler Skandal wäre, der zum Rücktritt eines Ministers oder Ministerpräsidenten führen könnte, wird im Odenwälder Echo – wenn irgend möglich – totgeschwiegen. So können sich die halb, falsch oder schlicht uninformierten Leser des Käseblattes beispielweise weiter einbilden, der Odenwaldkreis hätte tatsächlich den größten Landrat aller … aller Landkreise.
Die nachfolgende Gegenüberstellung – links die originale Pressemitteilung der Grünen, rechts der mit dem Autorenkürzel „e“ signierte Echo-Bericht – zeigt, wo der brisantere Hauptteil der Grünen-Mitteilung nach dem Gusto Gerhard Grünewalds (größter Chefredakteur aller … Käseblätter) landet: Am Ende in einem kleinen Nebensatz.
Und wenn der Herr Landrat dem Gerhard wegen dieses Nebensatzes doch noch zürnen sollte, kann der sich zu Recht herausreden: Ich habe doch nur in indirekter (!) Aussage etwas zitiert !
Die Frankfurter Rundschau hatte dagegen in gleicher Sache nach einem Telefonat mit Schnurs Pressesprecher die „offizielle“ Variante bekannt gemacht – von der die Grünen scheinbar nicht ganz überzeugt sind.
Die „offizielle“ Variante, die das Landratsamt dagegen dem örtlichen Käseblatt imperativ suggeriert haben könnte: Kein Wort darüber!

Noch strebt die Fastnacht im Odenwaldkreis ihren Höhepunkt entgegen, aber die Odenwälder Kreisverwaltung hat anscheinend den Höhepunkt der Pleiten, Pech und Pannenserie bereits erreicht, so die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Odenwald.

Neuester Höhepunkt ist das Selbstlob der Leiterin des Job-Centers in Erbach, Frau Sandra Schnellbacher, die unter dem Pseudonym „micky“ die Arbeit des Job-Centers unter www.odenwald-geschichten.de lobt. Kann die Arbeit des Job-Centers nur noch positiv dargestellt werden, wenn zu solchen Marketing-Methoden gegriffen werden muss, fragen die Grünen. Die Grünen hätten es begrüßt, wenn sich Frau Schnellbacher im vergangenen Jahr dafür eingesetzt hätte, dass die Langzeitarbeitslosen im Odenwaldkreis gefördert werden. Aber es wurden 2,8 Millionen Euro nicht genutzt! Wie muss es um die Arbeit des Job-Centers stehen, wenn die Leiterein anonym die Arbeit loben muss? Jetzt ist den Grünen auch klar, warum ihre Verbesserungsvorschläge zu Hartz IV im Odenwaldkreis angeblich durch Verwaltungshandeln erledigt seien und somit bei der letzten Kreistagssitzung nicht zur Abstimmung kamen. Verwaltungshandeln bedeute anscheinend, Fehler durch anonymes Eigenlob „wegzuloben“. Eine große Hilfe für die Langzeitarbeitslosen im Odenwaldkreis!

Seit über einem Jahr weisen die Grünen im Kreistag Landrat Horst Schnur mit schriftlichen und mündlichen Anfragen darauf hin, dass für die neue Odenwaldbahn die Wagenkapazitäten unzureichend bemessen seien. Mit Antworten, „wie jeder Odenwälder bekommt einen Sitzplatz“ wurden die Grünen abgespeist und sie sollten doch die Odenwaldbahn nicht schlecht reden. Jetzt endlich – nach über einem Jahr – ist auch Landrat Horst Schnur aktiv geworden und fordert mehr Triebwagen für die Odenwaldbahn. Die Grünen hoffen, dass bei zukünftigen Problemlösungen, der Landrat, die Zeit von einem Jahr unterbieten kann und konstruktive Kritik ernst nimmt.

Beim Thema Feinstaub war der Odenwälder Landrat auch führend mit dabei, so die Grünen, einen tragfähigen Kompromiss zwischen den Anliegen der geplagten Darmstädter Bürger und der Odenwälder Wirtschaft zu verhindern. Der Landrat setzte auf die vollständige Aussetzung des Darmstädter Feinstaubaktionsplans und verlor zum Glück. Gesundheit und Wirtschaft darf nicht gegeneinander ausgespielt werden, denn beides ist wichtig für die Region.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hofft nunmehr, dass die Pleiten, Pech und Pannenserie der Odenwälder Kreisverwaltung zu Ende geht, denn die Probleme bei Hartz IV, der Odenwaldbahn und Feinstaub warten darauf, umgehend für die betroffenen Menschen gelöst zu werden.
Quelle: gruene-odenwald.de, Pleiten, Pech und Pannenserie in der Odenwälder Kreisverwaltung – Job-Center, Odenwaldbahn und Feinstaub, 17. Februar 2006.

Grüne rügen späte Einsicht

Odenwaldbahn: Reaktion auf öffentlichen Vorstoß von Landrat Horst Schnur – „Langes Hinhalten nur eine von vielen Pleiten und Pannen“

Mit einer Mischung aus Genugtuung und Verwunderung hat die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf den jüngsten öffentlichen Vorstoß von Landrat Horst Schnur zur Erweiterung des Fuhrparks für die neue Odenwaldbahn reagiert.
Wie die Gruppierung schreibt, hat sie seit mehr als einem Jahr mit schriftlichen und mündlichen Anfragen versucht, die Spitzen von Odenwaldkreis und Rhein-Main-Verkehrsverbund für die zu gering bemessenen Itino-Kapazitäten zu sensibilisieren. Ihre Warnungen aber seien von den Verantwortlichen immer wieder in den Wind geschlagen worden. „Jeder Odenwälder bekommt einen Sitzplatz“, sei eine der Aussagen, mit denen der Landrat und andere Vertreter der politischen Mehrheit die Grünen immer wieder hingehalten und abgespeist hätten. Zudem habe sich die Fraktion noch vorwerfen lassen müssen, die Odenwaldbahn schlecht zu reden.

Offenbar aber sei jetzt auch Schnur an der Einsicht und dem Eingeständnis nicht mehr vorbei gekommen, dass in der Odenwaldbahn eine für die Fahrgäste unzumutbare Platznot herrsche. Nach mehr als einem Jahr des Abwiegelns rufe er endlich nach mehr Triebwagen für die Odenwaldbahn („Der Landrat fordert mehr Züge“, Ausgabe vom 17. Februar). In Anbetracht dessen fordern die Grünen den Landrat auf, konstruktive Kritik künftig ernst zu nehmen, auf dass er „bei zukünftigen Problemlösungen die Zeit von einem Jahr unterbieten kann“.

Insgesamt hebt die Pressemitteilung der Partei auf eine ganze „Serie von Pleiten, Pech und Pannen“ in der Odenwälder Kreisverwaltung ab, die von den offensichtlichen Unzulänglichkeiten im Jobcenter zur Umsetzung der Hartz-Reformen,

zu der auch peinliche Versuche zur Manipulation des öffentlichen Bilds von dieser Einrichtung gehörten

, bis zum Verhalten in der Feinstaubfrage reichten.
Hier habe der Odenwälder Landrat zum Nachteil der Darmstädter Wohn- und Arbeitsbevölkerung auf die vollständige Aussetzung des Lkw-Durchfahrtsverbots gesetzt und „zum Glück“ noch verloren.
Quelle: Odenwälder Echo, Grüne rügen späte Einsicht, 20. 2. 2006

Korruption im Kommunalen Jobcenter Odenwaldkreis? Frankfurter Rundschau wird aufmerksam

Sandra Schnellbacher, Leiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis, hat inzwischen eingeräumt, dass ein das Jobcenter lobender Kommentar auf odenwald-geschichten.de an ihrem eigenen, privaten Computer verfasst wurde.
Gegenüber dem Pressedienst -pdh- erklärte sie, sie habe ihren Computer einem „weitläufigen Bekannten“ zur Verfügung gestellt, damit er (unter dem Pseudonym Micky) seine „positiven Erfahrungen“ mit ihrem Amt bekunden konnte.
Wolfgang Bastian, der Pressesprecher des Landratsamtes, bestätigte gegenüber der Frankfurter Rundschau diese Angaben.

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Schnellbachers „weitläufiger Bekannter“, dem sie am 21. Januar abends um 18:20 und am Sonntag dem 22. Januar abends um 19:14 ihren privaten Computer bereitstellte, sei ein „junger Mann“, der angeblich ein zufriedener Klient des Erbacher Jobcenters ist.
Träfe dies tatsächlich zu, stellt sich die Frage, ob der junge (ehemals arbeitslose) Mann aufgrund seiner weitläufigen? oder engen? Bekanntschaft mit Schnellbacher im Jobcenter bevorzugt wurde. Oder ergab sich die Bekanntschaft erst aus der beruflichen Berührung?

Ein weniger zufriedener Klient mit dem Pseudonym La Poja hatte die „Vorzugsbehandlung“ von Schnellbachers jungem „Bekannten“ Micky ironisch-sarkastisch so beschrieben:

>Das Jobcenter ist im übrigen so toll, dass wenn man sagt, dass man Arbeiten möchte, man sofort zahlreiche Stellen angeboten bekommt und vermittelt wird. Im übrigen haben die Im Jobcenter Langeweile, deswegen können sie mit der Handvoll Leute, die wirklich arbeiten wollen noch lange Gespräche darüber führen, warum gaaaaaanz ausnahmsweise eine Auszahlung mal zu spät kommen könnte. Geren gesellt sich dann sogar der Vorgesetzte mit ner Tasse Kaffee dazu und erklärt das mit, denn sonst würd der doch glatt vor Langeweile umkommen. <

Wenn Micky also kein Phantom ist, stellt sich die Frage, ob im Erbacher Landratsamt Freunde oder Bekannte von Behördenleitern im Amtsalltag bevorzugt werden.

Die Frage stellt sich freilich schon seit langem – und auch die Antwort kennt man vor Ort schon lange. „Micky“ war da noch gar nicht geboren.

Provinzposse: „Weitläufig Bekannter“ („Micky“) schreibt am Computer von Sandra Schnellbacher eine Lobeshymne auf das Kommunale Jobcenter

>Ich hab Arbeit gefunden und bin demnächst nicht mehr auf staatliche Unterstützung angewiesen, allenfalls noch solange, bis ich die erste Kohle von meinem neuen Arbeitgeber habe. Dafür kann ich mich beim Job-Center bedanken.<

Dies hatte ein anonym bleibender Leser („micky“) vor kurzem im Kommentarbereich von odenwald-geschichten.de behauptet.
Nachdem sie mit „technische Einzelheiten“ konfrontiert wurde, räumte die Abteilungsleiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis mittlerweile ein, dass der Kommentar an ihrem eigenen privaten Computer verfasst wurde.
Angeblich habe nicht sie selbst, sondern ein „weitläufig Bekannter“ die Kommentare geschrieben.
Dann müsste allerdings der „weitläufig Bekannte“ an zwei Abenden bei ihr zu Besuch gewesen sein: Am Samstag dem 21. Januar 2006, abends um 18:20 und am Sonntag dem 22. Januar abends um 19:14.
Mehr über die erstaunliche Geschichte schreibt heute der Pressedienst -pdh- bei region-odenwaldkreis.de:

>Eigentlich funktioniert im Jobcenter alles reibungslos. Nur nicht in der öffentlichen Wahrnehmung. „Nur Negatives kommt rüber,“ schreibt micky am 21. Januar in ein Odenwälder Internet-Portal (www.odenwald-geschichten.de), „ das Positive will keiner hören“. Er oder sie selbst hätte gute Erfahrungen mit dem Amt gemacht, wolle arbeiten und habe das dem Fallmanager auch gesagt. „Der hat sich dann auch wirklich gekümmert und mir einiges angeboten… Hey, die Jungs im Jobcenter habens doch auch nicht leicht. Jetzt klappts jedenfalls….“

Andere Portalleser wollten diesen Erlebnisbericht mangels eigener Erfahrungen so nicht akzeptieren. Daraufhin erklärte micky einen Tag später um 19.14 Uhr, er/sie „hätte mir ja denken können, dass Du nicht in der Lage bist, sachlich zu diskutieren.“ Da trenne sich eben Spreu vom Weizen. Übrigens: „ Ich hab Arbeit gefunden.., dafür kann ich mich beim Job-Center bedanken, auch wenn du das jetzt wieder irgendwie ins negative ziehen wirst..“

Dem Webmaster kam diese einzelne positive Stimme in seiner Kommentarspalte merkwürdig vor und er begann, Nachforschungen anzustellen. Was viele mitteilsame Zeitgenossen nicht wissen, die Provider und Netzbetreiber speichern bei allen Zusendungen und Eintragungen in Gästebücher und Kommentarspalten nicht nur die PC-Identifikationsnummer, sondern auch die Standard-E-Mail-Adresse der Einsender, auch wenn sie nicht benutzt wurde. Und diese führte nun im Falle micky direkt … zum privaten Computer der Leiterin des Kommunalen Job-Centers in Erbach. Den Befund teilte der Webmaster umgehend unter Beifügung der technischen Einzelheiten der regionalen Tagespresse mit.

Mit den Erkenntnissen des Website-Administrators konfrontiert, erklärte die Leiterin des Kommunalen Job-Centers gegenüber –pdh-, sie habe ihren PC einem weitläufig Bekannten zur Verfügung gestellt, der selbst über keinen Internet-Zugang verfüge und seine positiven Erfahrungen mit der Behörde gern den vielen negativen Einträgen entgegen setzen wollte.< Quelle: -pdh- / region-odenwaldkreis.de [Hervorhebung von uns]

Hat die Abteilungsleiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis eine arbeitslose Doppelgängerin?

Am Samstag, dem 21. Januar 2006 um 18:20 verzeichnete das Portal odenwald-geschichten.de einen ungewöhnlichen Kommentareintrag:
Unter dem Pseudonym „micky“ meldete sich eine Person zu Wort, die endlich etwas Gutes über das Kommunale Jobcenter in Erbach zu berichten hatte:
O-Ton Micky:

Wer über ein Odenwälder Amt so freundlich zu schreiben weiß, könnte dies eigentlich mit seinem authentischen, vollen Namen tun: Ihm winkten eher Belohnungen statt Schikanen.

Einem weiteren Leser, der das Kommunale Jobcenter wohl ebenfalls, aber anders kennt, kommt der Kommentar von „micky“ nicht geheuer vor:

Weist du Mickey, der Fisch stink vom Kopf her – solltes du ein Mitarbeiter des Jobcenters oder im Büro des Landratsamts sitzen und meinen hier unbedingt tolle Stimmung verbreiten zu wollen, dann spar dir die Mühe.
Ach, und was mir auffällt: Du willst hier unwahrscheinlich zwanghaft nen positiven Beitrag schreiben und anscheinend gehts dir völlig am Arsch vorbei wenn jemand ohne Geld dasteht.
[…]
Im übrigen haben die Im Jobcenter Langeweile, deswegen können sie mit der Handvoll Leute, die wirklich arbeiten wollen noch lange Gespräche darüber führen, warum gaaaaaanz ausnahmsweise eine Auszahlung mal zu spät kommen könnte. Geren gesellt sich dann sogar der Vorgesetzte mit ner Tasse Kaffee dazu und erklärt das mit, denn sonst würd der doch glatt vor Langeweile umkommen.”
Sinngemäß – man beachte meien ironischen Übertreibungen – hast du nämlich nix anderes gesagt. Und so ne Matschbirne trau ich auch dem ungebildestens und verlottersten ALG IIer zu. Du bist ein FAKE!

Was dieser Leser nicht weiß: „Micky“, die von sich sagt: „Ich will arbeiten und hab das meinem Fallmanager auch gesagt“, könnte (!!) tatsächlich ein „Fake“ sein – keine Klientin sondern die Chefin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis höchstpersönlich: Sandra Schnellbacher.

Die für das Portal odenwald-geschichten.de verwendete Software verlangt von einem Kommentator keine eMail-Adresse, sie liest jedoch die in seinem Computer voreingestellte Adresse automatisch aus und zeigt sie (nur) im Administrationsbereich an.

Und die dort angezeigt eMail-Adresse von „Micky“ könnte den weniger glücklichen Klienten des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis „irgendwie“ bekannt vorkommen. Sie lautet: sschnellbacher@web.de

Eine Suche in Google nach eben dieser eMail-Adresse liefert schließlich ein Ergebnis, das Assoziationen zum Kommunalen Jobcenter nochmals verstärkt:

Am 30. 09. 2002 hatten sich im Web-Forum www.pdassi.de für Software zum Personal Digital Assistant Palm einige Leser lobend über die kostenlose Software ‚EuroTool‘ geäußert, darunter auch eine Person mit der eMail-Adresse SSchnellbacher@web.de.
In diesem Fall wird auch der zugehörige vollständige Name genannt: Sandra Schnellbacher.



Genau so heißt aber auch die Leiterin des Kommunalen Jobcenters in Erbach – wieder nur ein seltsamer Zufall?

Einen Tag später, am Sonntag dem 22. Januar 2006, meldete sich abends um 19:14 Uhr „Micky“ noch einmal bei odenwald-geschichten.de, offenbar beleidigt über die Zweifel des anderen Lesers an der Echtheit ihrer Angaben:

„Hätt ich mir denken können, dass Du nicht in der LAge bist sachlich zu diskutieren. Da trennt sich halt die Spreu vom Weizen und es bestätigt sich für mich, dass hier im Forum anscheinend nur einseitige Meinungen gefragt sind. Da verabschied ich mich lieber und geh dorthin, wo sachliche Argumente mit sachlichem Verstand besprochen werden. Haltlose Vorwürfe und Unterstellungen haben noch keinen weiter gebracht. Was machst Du selbst eigentlich um ARbeit zu finden?? Die Welt hört ja nicht am Rande vom Odenwald auf!? Übrigens: Ich hab Arbeit gefunden und bin demnächst nicht mehr auf staatliche Unterstützung angewiesen, allenfalls noch solange, bis ich die erste Kohle von meinem neuen Arbeitgeber habe. Dafür kann ich mich beim Job-Center bedanken, auch wenn du das jetzt wieder irgendwie ins negative ziehen wirst, was mir eigentlich schon jetzt beim schreiben klar ist.“

Die von uns hervorgehobenen Aussagen könnten tatsächlich zutreffen: So oder so.

Die (pdh) Fotographie zeigt die Leiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis, von der wir nicht mit absoluter Sicherheit wissen, ob Sie jene Sandra Schnellbacher ist, die sich 2002 mit der eMail-Adresse SSchnellbacher@web.de bei www.pdassi.de als zufriedene Nutzerin eines Palm-PDA zu Wort meldete – und nun als „Micky“ bei odenwald-geschichten.de in einer Lobrede für das hiesige Kommunale Jobcenter.

Odenwälder Hartz IV – Desaster: Kommunales Job-Center „Opfer heilloser Selbstüberschätzung von Landrat Schnur“

Dies ist der Tenor eines aktuellen pdh-Berichts über den vom Evangelischen Dekanat Reinheim veranstalteten 6. Runden Tisch zur Umsetzung von „Hartz IV“ im Odenwaldkreis.
In voller Länger kann dieser Bericht bei region-odenwaldkreis.de gelesen werden, wir zitieren hier die interessantesten Aussagen:
>So ganz wohl ist der neuen Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung des evangelischen Dekanats Reinheim, Annette Clarr-Kreh nicht. Es sei im Rahmen der beabsichtigten Bestandsaufnahme nach mehr als dreizehn Monaten Hartz IV zwar viel von den Problemen und desolaten Arbeitsbedingungen der Behördenbediensteten gesprochen worden, viele Zahlen wurden genannt, doch für das betroffene Klientel, nämlich die Langzeitarbeitslosen und ehemaligen Sozialhilfeempfänger, war nicht viel Erhellendes oder Erfreuliches dabei.
Zwar möchte sie nicht, dass die Referentin des Abends, Sandra Schnellbacher, Leiterin des Kommunalen Job-Centers in Erbach, dafür an den Pranger gestellt wird, denn immerhin hat diese mit ihren Leuten in den letzten Monaten Kärrnerarbeit geleistet, ist drei Meter aus dem Stand gesprungen, wo es zehn Meter hätten sein müssen, wie Schnellbacher selbstkritisch sagt. […]

Das Kommunale Job-Center ist bis heute Opfer der heillosen Selbstüberschätzung einer Mehrheit des Odenwälder Kreistags, allen voran Landrat Horst Schnur (SPD), der mit dem Vehikel des Optionsmodells an die Bundesmittel heran wollte und bei aller Euphorie und Optimismus vergessen hatte, dass für die nach seinen Worten größte soziale Umwälzung seit Kriegsende nicht nur viel guter Wille, sondern auch Ausstattung, geschultes Personal und Fachkompetenz gebraucht werden. Noch in der letzten Woche haben der Landrat und sogar Vertreter der CDU-Opposition im Kreistag in einer eher peinlichen Darstellung den angeblichen Erfolg des Optionsmodells gepriesen.[…]
Vor diesem Hintergrund wäre die Leiterin des Erbacher Kommunalen Job-Centers wahrlich nicht die richtige Adresse für Kritik gewesen, auch wenn sie fast zwei Stunden lang die 40 Zuhörer mit Zahlen erschlagen, dargelegt hat, mit welchen personellen, zeitlichen und räumlichen Problem sie mit ihren Mannen zukämpfen gehabt hat.[…]
Die Politik des Kreises, der meinte, ein Problem dieses Ausmaßes ohne entsprechende Einarbeitungsfrist und Kompetenzgewinnung schultern zu können, ist bis dato gescheitert. Sein Glück, dass die christdemokratische Opposition im Kreistag auf sozialem Gebiet kein Interesse bekundet.[…]

Arbeitsplatz-Akquise werde bis heute nicht betrieben, zunächst müsse, dreizehn Monate nach Einführung von Hartz IV, das Personal zu Ende geschult und auf Sollstärke gebracht werden.
Im Übrigen, und das ist nicht nur das Problem des Odenwaldkreises, sei ein zunehmender Anteil jugendlicher Schulabgänger noch nicht einmal ausbildungsfähig. Und wie solle man Arbeitsplätze anbieten, wo keine vorhanden seien.[…]
Im Rahmen des Optionsmodells (wurde) die Arbeitsvermittlung für das betroffene Klientel von der Arbeitsagentur weg zum Sozialamt gegeben, auf herzlichen Wunsch des Landrats und großer Teile des Kreistags, damit das Budget des Bundes in Eigenregie verteilt werden konnte, auch ohne über entsprechende Kompetenz der so genannten Fallmanager zu verfügen, die plötzlich eine nie gekannte Verantwortung auf ihren Schultern spüren und für diese Zwecke keine Ausbildung haben.[…]
Das ist das niederschmetternde Resume des sechsten Runden Tisches zum Thema Hartz IV.< Quelle: pdh / Region-Odenwaldkreis.de, Odenwaldkreis hat sich an Hartz IV schwer verhoben, 15. 2. 2006 [Hervorhebungen von uns]
Das eingeblendete Bild des Pressedienstes -pdh- zeigt von links nach rechts:
Annette Claar-Kreh, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung des ev. Dekanats Reinheim, Sandra Schnellbacher, Leiterin des Kommunalen Job-Centers in Erbach, Susanne Dungs, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung des ev. Dekanats in Erbach, Ralf Mayer, Sozialpädagoge, Mitbegründer des Runden Tisches und Vorgänger von Annette Claar-Kreh im Dekanat Reinheim.