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Freitag, 31. Januar 2003

Schmucker-Chef Friedrich Martin Lippmann: “Verkaufsgerüchte sind gequirlte Scheiße!”

von @ 11:32. Kategorien: Schmucker-Drama, Wirtschaft


… dies antwortete Lippmann explizit auf eine entsprechende Frage von Judith Lannert. Die Landtagkandidatin der CDU hatte gemeinsam “mit der aus dem Hessischen Landtag ausscheidenden Abgeordneten Inge Velte, sowie Dr. Arno Zips, Kandidat für das Amt des Odenwälder Landrats bei der Wahl am Sonntag der Schmucker-Privatbrauerei im Mossautal einen Besuch abgestattet.”
Lippmann “erklärte, dass er wörtlich zitiert werden dürfe. Er würde niemals seine Brauerei verkaufen. Bei den Gerüchten handele es sich um eine Zweck orientierte Unterstellung benachbarter Brauereien, die ihre Kapazitäten erweitert hätten und nun auch gern auslasten wollten. Im Gegenteil, die Brauerei wolle weiter wachsen und neue Arbeitsplätze generieren…Ein Lob zollte Lippmann der Hessischen Landesregierung, die weggefallene Grundwasserabgabe habe zu einer Kostenreduzierung in Höhe von 40.000 Euro geführt. Zu kritisieren sei am Wirtschaftsstandort Deutschland die zu hohe Staatsverschuldung, die zu sehr mit Regularien beschäftigte und dadurch unflexibel agierende Verwaltung, der hohe Investitionstransfer West-Ost, die relativ hohen Löhne und Gehälter inklusive der viel zu hohen Lohnnebenkosten, die zu einem ungesunden Abstand zwischen Brutto- und Nettoverdienst führten.” Quelle: pdh /odw-journal.de


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Samstag, 25. Januar 2003

Müntefering in Michelstadt: Zigarillos pfaffen und von Wahlsiegen phantasieren

von @ 11:11. Kategorien: Unbestimmt


Müntefering in Michelstadt: Zigarillos pfaffen und von Wahlsiegen phantasieren

“Innerhalb von f�nf Tagen sah der Schenkenkeller in Michelstadt zwei Berliner Fraktionsvorsitzende, die anl�sslich von Neujahrsempf�ngen zu ihren Odenw�lder Parteifreunden sprachen und ihnen den R�cken im Wahlkampf st�rkten. Nach Wolfgang Gerhard von den Freien Demokraten lie� sich Ende der vergangen Woche der sozialdemokratische Fraktionsf�hrer im Bundestag in Michelstadt sehen….
Dr. Michael Reuter m�sse ebenfalls gew�hlt werde, dieser in den Hessischen Landtag, damit er dem Ministerpr�sident Gerhard B�kel, so hoffe M�ntefering, bei der Regierungsarbeit helfen k�nne. Die versammelten W�hler im Schenkenkeller zu Michelstadt sollten Freunde und Bekannte in Hessen und Niedersachsen zum Wahlgang �berzeugen. Er w�rde gern am 3. Februar vor die Fernsehkameras treten und verk�nden, seine Ansprache im Odenwald habe die Trendwende gebracht.” Text und Foto von pdh. Vollst�ndiger Bericht im Kommentarbereich


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Donnerstag, 23. Januar 2003

Roland Koch zum Odenwald: “Der Kreis ist zu einer Kochkäsekneipe verkommen”

von @ 11:20. Kategorien: Unbestimmt

Roland Koch im Odenwald

Meinte er nicht eine “Schnurkäsekneipe”? Egal, verkommen ist verkommen.
Außerdem forderte Koch während eines Besuchs auf dem „Hohenloher Hof“ nahe Michelstadt: „Der verkrustete rote Filz im Landratsamt muss weg.” Da kennt er seine seit Jahrzehnten nur an Opposition und ans Mitkungeln gewohnten Odenwälder Parteifreunde schlecht: Die sind zu einem Wechsel weder fähig und womöglich auch nicht gewillt.
Auf seiner Website www.roland-koch.de präsentiert sich Koch mit dem Dalai Lama und als blaugraue Eminenz ganz Hessens. Das Bild weiter oben weist ihn auch als Tierfreund aus, vielleicht wählt auch der Gaul CDU. Der im Pferdestall sichtlich aufgeblühte Zips weiß womöglich Mittel und Wege der Zucht, um die Gäule zu mündigen Wahlbürgern zu machen. Zitat und Foto von pdh.

Hier der vollständige pdh-Bericht:

>Michelstadt (pdh) „Der verkrustete rote Filz im Landratsamt muss weg. Der Kreis ist zu einer Kochkäsekneipe verkommen“, ließ Ministerpräsident Roland Koch seine Zuhörer wissen, als er auf einem Hofgut im Odenwald Station machte. Auf seiner Wahlkampftour durch Hessen, von der CDU stolz zur „Erfolgs Tour 2003“ stilisiert, besuchte er nahe Michelstadt den „Hohenloher Hof“, der Ferien auf dem Bauernhof und Reiterferien anbietet.

In der Tat ist der Odenwald, und besonders Michelstadt ein lohnendes Ziel für den zweiten Mann im Lande, gibt es am Sonntag der nächsten Woche nicht nur Landtags-, sondern im Odenwald auch Landrats-, in Michelstadt zusätzlich auch noch die Bürgermeister-Direktwahl. „So können die Sozialdemokraten gleich alles in einer Trauerfeier abmachen“, frohlockte ein gut aufgelegter Ministerpräsident.

Seit seiner Regierungsverantwortung habe sich im Lande vieles verbessert, meinte Koch, für die Zuhörer im ländlichen Odenwälder Kreis bezog er sich dabei auf die sie interessierende Problematik. Anträge im ländlichen Bereich würden nicht nur wieder von den Unternehmen gestellt, sie würden von der Verwaltung inzwischen wieder entgegengenommen und sogar bearbeitet. Das wisse der in der Landwirtschaft tätige Unternehmer zu schätzen. Die Abschaffung der Grundwasserabgabe sei dabei ein sehr wichtiger Aspekt. Für den Odenwald müsse jedoch weit mehr noch vor Ort getan werden, er nannte die Verbesserung des Tourismus-Angebots, der Verkehrsanbildung, Wirtschaftsförderung und das seit seiner Regentschaft bereits grundlegend verbesserte Bildungsangebot, um die Region für die Bewohner der umliegenden Ballungsgebiete attraktiver zu machen.

Die Verkehrspolitik sei ein Beispiel seiner Arbeit, zu Zeiten Walter Wallmanns hätte für das Verkehrsressort noch 67 Millionen Euro zur Verfügung gestanden, als er die Regierung vor vier Jahren übernommen hätte, seien dafür gerade noch 17 Millionen Euro vorgesehen gewesen, während allein der Unterhalt der Verkehrswege jährlich 35 Millionen Euro koste. Und nun hätte der Grüne Mitbewerber Tarik Al Vasir bereits davon gesprochen, in Rot/Grüner Verantwortung diese Mittel vollends zu streichen.

Speziell in Bezug auf die neue hessische Bildungspolitik meinte Koch, die sozialdemokratischen Mitbewerber bei der Landtagswahl hätten den inhaltlichen Wahlkampf bereits eingestellt. Das hätte er auch getan, wenn er über deren Kompetenz verfüge.

Vor laufenden Fernsehkameras und von Fotografen umlagert drehte Koch in strömenden Regen mit den CDU-Kandidaten für die anstehenden Wahlen seine Runde über den Bauern-Ferienhof. In seiner Begleitung befand sich der CDU-Kandidat für das Amt des künftigen Landrats im Odenwaldkreis, Dr. Arno Zips, Referent im Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, Judith Lannert, die für den Hessischen Landtag für die CDU im Odenwaldkreis kandidiert und die ausscheidende Inge Velte, MdL und MdK, ablösen möchte und der Bürgermeisterkandidat der Union, Bernd Pfeiffer, der den 24 Jahre lang amtierenden Michelstädter Bürgermeister Reinhold Ruhr ablösen soll, wenn es nach den Christdemokraten geht.<

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Dienstag, 21. Januar 2003

Ergebnisse der ergänzenden Elternbefragung über die Zukunft der GAZ-Schule liegen vor

von @ 11:24. Kategorien: Politik

>Reichelsheim (pdh) Es ist zu hoffen, dass die Schüler der Georg-August-Zinn-Gesamtschule (GAZ) in Reichelsheim besser rechnen können als die Mitglieder der Kommission, die über ihre Zukunft entscheiden sollen. Wie berichtet, war eine ergänzende Befragung der Eltern der im Einzugsgebiet der GAZ wohnenden Grundschüler der vierten Jahrgangsstufe notwendig geworden, nachdem in einer ersten Erhebung die entscheidenden Fragen nicht gestellt waren und daher auch nicht beantwortet werden konnten.

Auf der CDU-Wahlveranstaltung mit Landesbildungsministerin Karin Wolff machte sich ein zorniger Vater über diese Art der Befragung lustig. Ihm sei bereits beim Betrachten des ersten Fragebogens aufgefallen, dass die entscheidenden Fragen zur Zukunft der GAZ nicht enthalten waren.

Die Auswertung liegt nun vor, leider durch einen Rechenfehler mit nicht stimmigen Prozentzahlen, so dass jeder Betrachter seine eigenen rechnerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen muss.

Von 583 befragten Eltern haben 480 den ausgefüllten Fragebogen zurückgesandt. Ob die Auskünfte aber einen eindeutigen Trend zugunsten oder zu Lasten der GAZ-Oberstufe erkennen lassen, scheint dahin gestellt. Ein recht großer Teil der Eltern hat auf die entscheidenden Fragen mit „Weiß nicht“ geantwortet. Auf die Frage „Wird Ihr Kind nach der Grundschule die GAZ besuchen?“ antworteten 216 mit Ja, 76 mit Nein und 180 mit „Weiß nicht“. Nicht jeder beantwortete alle Fragen, daher die Differenzen.

Die Frage „Hat die Schulformdiskussion Einfluss auf die Schulwahlentscheidung“ beantworteten 255 Eltern mit Ja, 162 mit Nein und 38 mit „Weiß nicht“. Auf die Frage „Würden Sie Ihr Kind an der GAZ anmelden, wenn es dort eine gegliederte 5. Eingangsklasse ohne eine Perspektive für eine gymnasiale Oberstufe gebe, antworteten 47 mit Ja, 171 mit Nein und 70 mit „Weiß nicht“. Mit dieser Perspektive sieht es anders aus: 207 Ja-Stimmen, 37 Nein-Stimmen und 65 „Weiß nicht“.

Die Beibehaltung des integrierten Systems mit Perspektive für eine gymnasiale Oberstufe wünschen sich 181 Eltern, 61 würden dann ihr Kind nicht zur GAZ geben und 62 wissen es nicht.

So ist weiterhin guter Rast teuer, viele Kreuze wurden nicht gemacht, viel zu viele Eltern wissen demnach noch nicht, was sie wollen. Die Kommissionen und die Schule haben noch viel Arbeit und große Anstrengungen vor sich, um die unentschlossenen Eltern vom Vorteil des GAZ-Schulbesuchs ihrer Kinder zu überzeugen.<
Quelle.: pdh

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Kultusministerin Karin Wolff wagte sich in die Höhle des Löwen - die Reichelsheimer GAZ-Schule

von @ 3:44. Kategorien: Politik

Inge Velte & Karin Wolff“Sie kam (Anm.: Am 20. 1.) in die Höhle des Löwen, denn im vergangen Jahr hätte ein von ihr verordneter Erlass um ein Haar für die gymnasiale Oberstufe der örtlichen Georg-August-Zinn-Gesamtschule (GAZ) das Aus bedeutet…Buchstäblich in letzter Minute konnte im Mai vergangenen Jahres ein nächtliches Telefonat der Landtagsabgeordneten Inge Velte mit der Ministerin nach einer außerordentlichen Kreistagssitzung in Reichelsheim den vorläufigen Aufschub des Erlasses erreichen…Karin Wolff verwies darauf, dass sie sich die endgültige Entscheidung offen gehalten habe, und im März auf Basis der dann vorliegenden Zahlen mit einer Regelung zu rechnen sei. Es müsse den Eltern und den Verantwortlichen der Schule allerdings klar sein, dass die Entscheidung der Eltern, ihre Kinder an der GAZ anzumelden oder auch nicht, über die Zukunft der Schule den Schiedsspruch fällen werde, nicht die Kultusministerin…Im Vergleich mit den Versprechungen der derzeitigen Bundesregierung, die schon jetzt, in allerkürzester Zeit nach den Wahlen in gröbster Weise gebrochen worden seien, allein durch Einbringen von 48 neuen Steuervarianten, habe die Hessische Landesregierung bereits 90 Prozent der im letzten Wahlkampf abgegeben Versprechungen eingelöst, acht Prozent seien noch in Arbeit und zwei Prozent noch nicht erfüllt.” Quelle (Text und Foto): pdh

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Mittwoch, 15. Januar 2003

PISA-Höchst: Warum “Horst Schnur…für das heimliche Einsammeln von …Werbe-Kugelschreibern sorgte”

von @ 11:42. Kategorien: Politik


“Ungeachtet der heftigen Kritik der anderen im Kreistag vertretenen politischen Parteien diskutierte auf Einladung des Odenwaldkreises am vergangenen Dienstag die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, im Rahmen der PISA-Veranstaltungsreihe zum Thema „PISA als Aufbruch – in zehn Jahren zum Spitzenplatz“ mit etwa 80 geladenen Gästen und Interessierten im Hotel Lust in Höchst…
Das Podium in Höchst war allerdings in der Tat parteipolitisch eindeutig besetzt.
Neben Bundesministerin Edelgard Bulmahn (SPD) begrüßte Schuldezernent Dr. Michel Reuter (SPD) die Zuhörer, die Diskussionsleitung hatte der Leiter der Theodor Litt - Haupt und Realschule in Michelstadt, Gerhard Olschewski (SPD), der neben der Vorsitzenden des Kreisschul- und Kulturausschusses, Marie-Luise Stamer (SPD) Platz genommen hatte….
Angesichts der anhaltenden Kritik an den PISA-Veranstaltungen kurz vor der Landtagswahl verkündete Schuldezernent Dr. Michael Reuter, der sich als Kandidat für den Hessischen Landtag hatte aufstellen lassen, dass die vorgesehene Podiumsdiskussion am 20. Januar in der Grundschule Beerfelden zum Thema „Je früher desto schlauer – Pflichtjahr im Kindergarten?“ ausfallen werde…
Dazu passte dann, dass Landrat Horst Schnur (SPD), von den meisten Teilnehmern unbemerkt, für das heimliche Einsammeln von kurz zuvor ausgelegten Werbe-Kugelschreibern sorgte.” Quelle: pdh-Pressemitteilung

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Freitag, 3. Januar 2003

Rückblick 2002/2003: Darmstädter Echo bilanziert das Gersprenz-Desaster

von @ 12:01. Kategorien: Politik


Es werden hier in loser Folge ältere Berichte veröffentlicht werden. Der folgende Text ist einem Artikel des Darmstädter Echo zum Jahreswechsel 2002/2003 entnommen:

>Die als Modellprojekt gepriesene gemeinnützige „Gersprenz“-Seniorendienstleistungs-GmbH ist finanziell nahezu bankrott…Erst nach und nach kommt heraus, was den Bürgermeistern und dem Landrat als Kontrolleuren im Kleeblatt nicht aufgefallen ist: Gelder, die für den Bau neuer Heime bestimmt waren, sollen genommen worden sein, um Kosten im zu teuren Pflegebetrieb zu decken. Überhöhte Ausgaben in Technik und Personal sollen ein Minus von fast zwei Millionen Euro ergeben haben…Auch davon, dass der Geschäftsführer als angeblich Hauptschuldiger langfristig krankgeschrieben sei und nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurück kommen werde, erfährt die Öffentlichkeit erst nach Anfragen dieser Zeitung…Warum konnten die Kontrolleure den Millionen-Schaden nicht verhindern? Warum verzichteten sie auf Wirtschafts- und Stellenpläne, obwohl diese vorgeschrieben sind? Was qualifizierte den scheinbar überforderten Geschäftsführer für sein Amt, das er ohne öffentliche Ausschreibung erhielt? Welche Hinweise gab es im Vorfeld, wie wurde damit umgegangen? Fragen über Fragen…Was bedeutet all dies für die Bürger? Sie werden vermutlich zur Kasse gebeten. Weil die „Gersprenz“ aus eigener Kraft das Minus nicht ausgleichen kann, werden Eppertshausen, Münster, Groß-Zimmern, Otzberg, Groß-Umstadt, Fischbachtal, Groß-Bieberau und Reinheim ihre Stadtkasse wohl öffnen und Geld nachlegen müssen.<

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Reinheim: Parlament berät über „strategische Neuausrichtung der Gersprenz“

































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