Im Odenwaldkreis gibt es viele unauffällige Mitmenschen und wenige auffällige Mitmenschen. Beispielhaft für die erste Gruppe ein Foto auf www.odenwald.de/landratsamt/archiv/43_99.htm. Dies zeigt unauffällig versammelt:
“von links den Kreistagsvorsitzenden Dieter Nolte, Landrat Horst Schnur, Holger Wießmann (DRK-Kreisverband) sowie den Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Hans-Peter Schreck, dahinter stehend von links Sabine Severin-Helm (Seniorenheim “Bergpension”, Bad König), Edmund Hofmann Protze (Alten- und Pflegeheim Oberscholzenhof, Brrensbach), Gerd Schubart (Alteneinrichtungen des Odenwaldkreises), den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Michael Reuter, Michael Vetter (Pflegezentrum Odenwald) und den Verwaltungsleiter des Kreiskrankenhauses Erbach, Andreas Schwab.”
Ein besonderes Gespür für “auffällige Mitmenschen” hat der auf dem Foto unauffällig präsente ehemalige Odenwälder Amtsarzt Dr. Hans-Peter Schreck. In einem alten Aktenvermerk diagnostizierte er einen ihm persönlich unbekannten Bürger als “auffälligen Mitmenschen”, der die Frechheit besaß, wegen des seltsamen dienstlichen Wirkens von Schrecks Mitarbeitern höfliche, aber unbequeme Fragen zu stellen - und diese Fragen wegen Nichtbeantwortung sogar zu erneuern. Borderline, also nahe beim Wahnsinn, vermutet da Schreck und empfiehlt statt Auskunft und Beantwortung “Verfolgung”.
Hat aus solchen Gründen womöglich auch Jessica Schwarz das Weite gesucht? Kürzlich tat es die inzwischen bekannte und aus Michelstadt stammende Schauspielerin und Moderatorin vielen ihrer prominenten Kollegen nach und outete (noch nicht in einer Talkshow aber in einem Interview) ihre Nachtseiten, Zitat aus der Berliner Zeitung: >In dem Interview spricht sie auch über die dunklen Seiten ihrer Seele. Jessica: “Ich trage vierzehn Narben am Körper. Ich spüre einen Sadomasochismus in mir.” Sogar ihre Pulsadern hat sie schon einmal aufgeritzt. Sie berichtet: “Ich lag im Bett und dachte: Es wäre schön, jetzt tot zu sein. Und dann sah ich vor mir, wie mein Sarg ins Grab hinuntergelassen wurde.”<
Kein Zweifel, dass Schwarz aus Sicht von Schreck ein “auffälliger Mitmensch” ist - wenn für den bereits eine wiederholte Dienstaufsichtsbeschwerde Grund ist, an “Borderline” zu denken.
Gibt es im Odenwald noch weitere “auffällige Mitmenschen”? Es darf vermutet werden. Zumal eine derzeit intensiv diskutierte Studie der Sozialpsychologin Susan Fiske (Princeton University) insbesondere für den Typus des unauffälligen, in staatsgewaltigen Hierarchien eingeordneten Normalmenschen Verblüffendes zutage förderte:
>Die Quälereien (Anm.: in Abu Ghureib) seien die nahezu zwangsläufige psychologische Folge der Duldung durch höhere Stellen, heißt es in einem Artikel im Fachblatt “Science”.
Nach Auswertung von insgesamt 25.000 psychologischen Studien, die acht Millionen Fälle dokumentieren, kommen die Sozialpsychologen um Susan Fiske von der Princeton University zu einem beängstigenden Ergebnis. “Ganz normale Menschen” könnten jederzeit zu Folterknechten werden - weil die strenge Hierarchie und die Duldung durch Vorgesetzte wichtige Kontrollmechanismen in der Psyche der Täter ausschalteten.< Quelle: spiegel.de
Der in den 70er Jahren entstandene Oscar-gekrönte Film "Einer flog übers Kuckucksnest" mit Jack Nicholson in der Hauptrolle zeigte, wie verführbar nicht nur Soldaten sondern auch Weißkittel sind, wenn ihnen zuviel Macht über Mitmenschen gegeben ist:
In dem Film wird der auffällige Mitmensch Mc Murphy (Nicholson) mittels Lobotomie zu einem unauffälligen Mitmenschen zurechtoperiert.
>Und zum ersten Mal hat sie eine Rolle in einem Krimi übernommen: im neuen SR-Tatort, der gerade in Saarbrücken und Umgebung gedreht wird, spielt sie eine etwas labile Frau, die sich nach außen aber als die Starke gibt, und das in Motorradkluft - kein angenehmes “Kostüm” und kein leichter Dreh bei sonnig-heißen Außentemperaturen, gibt sie zu…Jessica ist aus Michelstadt zu den Dreharbeiten ins Saarland gekommen. Nicht weit entfernt, in Kaiserslautern, ist ihre Mutter aufgewachsen und auch heute leben noch Verwandte von ihr dort, verrät sie uns.< Quelle: www.sr-online.de
Zum Inhalt des heutigen Tatorts:
>Sandra Waller (Anm.: Jessica Schwarz), Patientin in einer St. Ingberter Schmerzklinik, leidet. Sie macht Professor Dr. Till Pfortner, einen der renommiertesten Chirurgen im Lande, für ihre psychische Krise verantwortlich. Hauptkommissar Palu selbst wird Zeuge, als die junge Frau den angesehenen Arzt auf offener Straße tätlich angreift. Während die Therapeutin Dr. Cordula Scholz versucht, Sandra Waller nicht nur von ihren Schmerzen, sondern auch von ihrem Selbstzerstörungs-Trip zu befreien, geschieht ein Mord. Die Ärztin und Malerin Barbara Schreiner wird erschossen - unmittelbar vor der Vernissage ihrer neuen Ausstellung “Teufel im Leib”. Bald darauf muss Hauptkommissar Palu zu einem weiteren Tatort: Sandras Vater, der Gynäkologe Dr. Alfred Waller, liegt tot zu Hause - ebenfalls erschossen.< Quelle: www.daserste.de
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Vor fast genau einem Jahr, am 6. November, beobachtete ein Nachbar in den Morgenstunden an der Erbacher Hauptstraße, wie ein Mann eine Frau mit mehreren Messerstichen niederstreckte. Der Zeuge verständigte die Polizei, beschrieb den Tatverdächtigen, der wenige hundert Meter vom Tatort entfernt festgenommen wurde.
Es handelte sich um einen 35 Jahre alten Albaner, den Ex-Mann des Opfers. Die 29 Jahre alte Frau erlitt 48 Stiche in Kopf, Hals und Oberkörper und starb…Unter enormem Polizeiaufgebot begann am Donnerstag vor dem Darmstädter Landgericht der Prozess gegen den Tatverdächtigen…Er wuchs im Kosovo auf, kam 1988 nach Deutschland. Drei Jahre später lernte er seine spätere Frau kennen. Der Angeklagte finanzierte seine Familie mit Taxifahrten, die Lebensgefährtin besaß die entsprechende Konzession. Sie hätten ein völlig normales und glückliches Eheleben geführt, gab der Beschuldigte immer wieder an…Ende Juli zog sie mit den Kindern aus der gemeinsamen Wohnung aus und kam im Frauenhaus in Erbach unter. Später fand sie dort an der Hauptstraße eine Wohnung. Im Oktober einigte sich das Paar auf ein geteiltes Sorgerecht. Der Angeklagte erklärte sich bereit, seine Frau in Erbach nicht mehr aufzusuchen und die Kinder nur nach Absprache zu besuchen. Als diese ihn jedoch am Vorabend der Tat anriefen, weinten und sagten, dass sie allein zu Hause seien, habe er seine Frau am Morgen zur Rede stellen wollen. Als er ins Haus habe gehen wollen, um die jüngere Tochter zu sehen, habe die Frau ihm den Eintritt verwehrt. Plötzlich habe sie ein Messer in der Hand gehabt. Dieses habe er ihr mit der rechten Hand abgenommen und dabei Schnittverletzungen erlitten. „Ich erinnere mich, dann einmal zugestochen zu haben, mehr weiß ich nicht. Später waren da zwei Personen und viel Blut, und ich habe gesagt: Rufen sie die Polizei.“ Der Nachbar, der den Kampf der Frau mit dem Angeklagten bemerkt hatte, schilderte, wie beide sich herumwälzten und der Mann immer wieder zustach…Die Schilderungen von der Familienidylle im Vorfeld bestätigte der Liebhaber der getöteten Frau nicht. Zwölf Polizeibeamte waren im Gerichtssaal, als er seine Aussage machte. Ihm sei von der Familie des Angeklagten Vergeltung angedroht worden, da er die Ehre der Familie geschädigt habe. Der 35-Jährige befindet sich in einem Zeugenschutzprogramm. Er sagte aus, der Angeklagte habe seine Frau bedroht und geschlagen. Später habe er sie gehen lassen wollen, allerdings ohne die Kinder. Zur Tat konnte er keine Auskunft geben. Die jüngere Tochter habe ihn am Morgen geweckt und gesagt „Mama braucht Hilfe“. Er habe die Sterbende vor dem Haus gefunden, der Täter war schon weg. Auch ein Anwalt, den die Frau während ihrer Zeit im Frauenhaus aufgesucht hatte, sagte, sie sei von ihrem Mann mit dem Tode bedroht worden. „Ich weiß, was ich zu tun habe. Das geht bei uns Albanern nicht“, soll er gedroht haben.< Quelle: Echo
Rätselhaft ist dies: Schon vor über 2 Jahren, am 14. 9. 2002, wurde im Restaurant “Erlenhof” in Erlenbach/Erbach eine 50 Jahre alte Frau türkischer Herkunft von ihrem Ehemann erschossen. Doch seither hört man überhaupt nichts über den Fortgang des Strafverfahrens. Nichts über eine Anklage, nichts über einen Prozess, nichts über eine Verurteilung!
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"Denn hier ist nichts, was es scheint.". Albert Ettinger über Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald".
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