> Die Finanznot läßt die CDU-Landesregierung zu einem Mittel greifen, das sie selbst bisher stets als „unintelligent” verworfen hat: Finanzminister Karlheinz Weimar hat als Konsequenz aus der jüngsten Steuerschätzung, nach der Hessen in diesem Jahr mit Mindereinnahmen von 330 Millionen Euro rechnen muß, eine Haushaltssperre erlassen. Er wolle damit sicherstellen, „daß alles uns noch Mögliche getan wird, um dem Anstieg der Neuverschuldung soweit als möglich entgegenzuwirken”, sagte Weimar.
Ministerpräsident Roland Koch sagte zugleich mit Blick auf die „schwierige Haushaltslage” das für den 8. September geplante Sommerfest der Landesregierung ab…Die Haushaltssperre bezieht sich nach Angaben des Finanzministers „im Kern” auf die sogenannten sächlichen Ausgaben, die zu zwei Prozent gesperrt würden. Auf zehn Prozent beläuft sich die Sperre bei den Zuwendungen und Zuschüssen; betroffen sind generell die kofinanzierten Maßnahmen. Ausgenommen von der Sperre wurde der Sozialetat, da dort schon bei der Spar-Operation „Sichere Zukunft” harte Einschnitte vorgenommen worden waren…Der SPD-Finanzexperte Norbert Schmitt verlangte, die Vorlage zum Kauf von Schloß Erbach „sofort” zurückzuziehen, und warf Weimar vor, „sehenden Auges in das finanzpolitische Desaster gestürzt” zu sein. Der Minister habe nicht einmal den Versuch gemacht, 2005 einen verfassungsgemäßen Etat vorzulegen. Die Grünen verlangten ein genaue Spezifizierung der Sperre und ihrer Ausnahmen, damit erkennbar werde, wer noch mit Leistungen des Landes rechnen könne, „auch wenn er nicht zum verarmten Adel gehört”. < Quelle: faz.net
Du zum Beispiel, lieber Raucher, der Du neben, vor oder hinter mir sitzt.
Deine Rauchschwade hat mich schon eingehüllt, möglicherweise rauche ich passiv mehr als Du. Du hast nur drei Züge genommen, die meiste Zeit liegt Dein Stengel glimmend im Aschenbecher. Du hast ihn instinktiv so gelegt, daß der Rauch von Dir wegzieht und mir zuzieht.
Jedenfalls fände ich es höflich, wenn Du zuvor eine Frage gestellt hättest.
Etwa diese Frage: “Stört es Dich, wenn ich auch Dein Risiko an Lungen- oder Bronchialkrebs zu erkranken, wieder um ein Quentchen erhöhe? Stört es Dich, daß ich womöglich einen Allergie- oder Asthmaanfall bei Dir auslöse? Stört es Dich, daß Deine frische Kleidung morgen wieder in die Waschmaschine muß? Stört es Dich, daß Deine Haare stinken werden?”
Es könnte ja sein, daß ich antworte: “Nein, es stört mich nicht, mir wird zwar übel von dem Gestank, meine Augen werden brennen, mein halb ausgestandene Bronchitis wird neu entfacht, aber es gibt ja Schlimmeres. Außerdem bin ich das seit mehr als 30 Jahren gewohnt.
Eure Sucht hat meiner festen Überzeugung nach auch eine archaisch-animalische Seite: Die jeweiligen Marken, die ihr bevorzugt, der Dunst, den ihr ausscheidet, sie sind die Duftmarken, mit denen ihr Eurer Revier markiert: Hier stinke ich, hier herrsche ich.
Ihr wisst, daß Ihr Eure (nicht-rauchende) Umgebung nicht nur belästigt, sondern auch gefährdet.
Abseits juristischer Kategorien seid ihr einfach Rüpel.
Ich weiß, ihr selbst fühlt Euch Marlboro-frei, Camel-mutig, Gauloise-intellektuell, Go-West-witzig und der Gestank, den ihr absondert, ist Euch der Duft der großen, weiten Welt.
Im Innern glaubt ihr ja an den Schmarrn, den Euch Eure Dealer eingetrichtert haben.
Ich aber, der ich in Eurer Umgebung notorisch intolerant und grämlich bin, glaube daran, daß ihr lediglich viel Rauch um nichts macht. Jede Schwade, die Eurem Mund entweicht, signalisiert mir: “Dies ist das Originellste und Kommunikativste, was ich im Moment von mir geben kann.”
Ihr seid so frei, so mutig, so witzig wie ihr mit mit 13 Jahren erwachsen wart, als ihr zum ersten Mal pfaffend und hustend Eure Eltern imitiert habt.
Raucht doch im Freien, gesellt Euch zu den Millionen Rindern, die mit ihren Ausdünstungen und Ausscheidungen die industrielle Luftverschmutzung noch um eine natürliche Komponente verstärken.
Doch nun freue ich mich auf mein Lieblings-Cafe. Dort nämlich gibt es ein Reservat für mich Nicht-Nikotin-Süchtigen. Von ingesamt 50 Tischen gibt es dort auch zwei Tische, die durch ein oben baumelndes Schildchen als meine Schutzzone ausgewiesen sind: “Für Nichtraucher”
Wenn ich notorisches Lästermaul Glück habe, setzt sich vielleicht eine hübsche Frau zu mir. Und wenn Sie dann mit bezauberndem Lächeln sagt: “Könnten sie mir bitte den Aschenbecher reichen?”, dann werde ich mit ebenso charmantem Lächeln antworten: “Ja gerne!”
Ich bin Nicht-Raucher. Ich bin ein höflicher Mensch.
Hier zur kompletten, stilistisch unfrisierten Anti-Rauch-Tirade und zum WHO-Nichtrauchertag.
> Zynismus ist überhaupt eines der Hauptmotive in dieser sich zuspitzenden Auseinandersetzung um Raucherschicksale und -karrieren. Daß die Drogenbeauftragte auf der einen Seite sich freut, wenn die Zahl der jugendlichen zwölf- bis siebzehnjährigen Raucher seit Anfang des Jahrzehnts von achtundzwanzig auf zwanzig Prozent gesunken ist, und der Finanzminister die Steuerausfälle aus der Tabaksteuer beklagt, spiegelt nur einen Aspekt dieser Tragödie. Eine andere ist die hartnäckige Ignoranz gegen die medizinischen Tatsachen - Tatsachen, vor denen die pluralistische Gesellschaft offenbar lange Zeit lieber zu kapitulieren bereit war, statt darauf angemessen, und das heißt entschlossen, zu reagieren. Das gilt für den einzelnen, den mündigen Raucher, genauso, wie es für das Kollektiv zutrifft.
Die Zeiten aber, in der die Zigarette als Ware behandelt wird, als ein Genußmittel gar, neigen sich dem Ende zu. Illusionen müssen den Realitäten weichen… Die Stigmatisierung des Rauchens ist keine Marotte.
Tatsächlich sterben in Deutschland mehr Menschen durch Zigarettenrauch als durch Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Aids, Morde und Selbstmorde zusammengenommen - 110000 bis 140000 jährlich. Todesursache in den meisten Fällen: Lungenkrebs. Es gibt nur wenige chronische Krankheiten, deren Ursachen in unzähligen Studien so sicher zutage getreten sind wie beim Lungenkrebs: In neunzig Prozent der Fälle ist der langjährige Nikotingebrauch der Auslöser. Die Hälfte der Raucher stirbt früher als notwendig an den Folgen ihrer Sucht, die Hälfte dieser Opfer sogar schon im besten Alter irgendwo zwischen 35 und 69 Jahren. Die Lebenserwartung, auch das gehört zu diesen statistischen Einsichten… sinkt durch das Rauchen um durchschnittlich zehn Jahre…
Jetzt aber bewegt sich etwas… Die Tabakindustrie steht am Pranger. Ihre Idee, Zigaretten als eine Art Lebenselixier der Erfolgreichen, Besseren und Schöneren anzupreisen, vermag dem häßlichen Bild, das die medizinische Wirklichkeit abgibt, nicht mehr standzuhalten. Und die Tabaksteuererhöhungen der jüngsten Zeit haben zum erstenmal auch hierzulande die Grenzen des staatstragenden Zynismus vor Augen geführt, der mit dem anachronistischen Geschäft betrieben wird.< Quelle: Joachim Müller-Jung in faz.net
> Die Blog-Szene ist die mediale Verwirklichung der Polis-Idee: Bürger diskutieren über Politik, darüber, was sie miteinander tun wollen. Im lokalen Rahmen ebenso wie im globalen Rahmen.
Anders als in den traditionellen Medien spielen in der Blog-Kultur Rücksichtnahmen auf politische und kommerzielle Interessen, von denen die Existenz der traditionellen Medien abhängt, keine Rolle. Was zählt, ist die Überzeugungskraft des Arguments. Blogs sind purer, ungefilterter Markt von Meinungen. Free speech.
Die Blogszene in den USA ist ein wichtiger politischer Faktor geworden, das wurde bei der letzten Präsidentschaftswahl deutlich. Das Oligopol der traditionellen Medien besteht nicht mehr. In Europa ist man davon noch weit entfernt, es gibt aber doch schon einiges an Ansätzen.
Von kaum zu unterschätzender Bedeutung aber ist die Blog-Revolution für die Oppositionsbewegungen in marktoffenen, aber autokratischen Ländern. Ökonomische Modernisierung unter despotischen Bedingungen zu betreiben wird schwieriger…Die Blogosphäre ist prinzipiell anarchisch. Jeder, der schreiben kann und will und über einen Internet-Anschluss verfügt, kann daran teilnehmen. Ob er mit seiner Wahrheit auf Zustimmung stößt oder nicht, hängt von der Kraft seiner Argumente und von der Fähigkeit zur Überzeugung ab. Das ist Demokratie in ihrer ursprünglichen Bedeutung. Ein großartiges Geschenk für die Offene Gesellschaft, ein Schlag ins Gesicht für ihre Feinde.< Quelle: Ulrich Speck über “Die offene Gesellschaft, ihre Feinde und das Bloggen” in seinem Kosmoblog
> Dies ist der Höhepunkt in einem Prozeß, für den es keine Parallelen in der jüngeren russischen Geschichte gibt. Die Welt wird Zeuge, wie sich die Justiz des Landes allzusehr als Instrument der Politik präsentiert und einen Prozeß zelebriert, in dem russisches und internationales Recht immer dann beiseite gelassen werden, wenn es dem Anliegen der Anklage hinderlich ist.
Aber es ging ja auch gar nicht so sehr um das Recht, es ging, Kreml-Vertreter gaben das ganz offen zu, um eine Demonstration. Den Superreichen des Landes sollte vor Augen geführt werden, wo es hinführt, wenn man sich unaufgefordert in die Politik einmischt.
Tatsächlich ist die Botschaft an die unbehelligt gebliebenen Oligarchen, die auch bei der nur scheinbar unbeteiligten Bevölkerung ankommt, eine andere: Sicher kann sich in Rußland nur derjenige fühlen, der sich mit der Macht arrangiert. Opposition zerschellt an den Institutionen…
Michail Chodorkowski hatte sich als milliardenschwerer Lobbyist ins Parlament eingemischt, Projekte der Bürgergesellschaft gefördert und sich für Transparenz im Geschäftsleben eingesetz hat. Besonders von letzterem fühlte sich die Bürokratie, die insgeheim eng mit der Wirtschaft verbandelt ist, aufs höchste bedroht. Auf der Haben-Seite kann der Kreml-Chef auch vermerken, daß die Filetstücke des Yukos-Konzerns den Besitzer gewechselt haben und nun von Unternehmen kontrolliert werden, die von Mitgliedern der Präsidentenadministration geleitet werden.< Quelle: welt.de

Am 27. Mai jährte sich zum dritten Mal der schwerste Anschlag auf eine Minorität in Südhessen seit der “Reichskristallnacht” (Novemberpogrom 1938).
Aus unterschiedlichen Gründen zeigten die zuständigen staatlichen Behörden damals wie heute ein zweifelhaftes Ermittlungsinteresse.
Die dummdreiste Erklärung des Erbacher Polizeisprechers Reinhard Ihrig, von einem ausländerfeindlichen Hintergrund sei nicht auszugehen, weil “gerade im oberen Gersprenztal … zwischen Einheimischen und Fremden ein hohes Maß an Einvernehmen” herrsche, ließ schon einen Tag später erkennen, wohin die Ermittlungen führen würden bzw. nicht führen sollten.
(Mit der gleichen dummdreisten Argumentation könnte sogar für jeden Bankraub ein krimineller Hintergrund eher ausgeschlossen werden: Schließlich sind die “Einheimischen” bzw. Anwohner doch bekanntermaßen anständige Leute.)
In den Odenwald-Geschichten erschien kurz nach Ihrigs polizeilicher “Einschätzung” ein Artikel: “Wetten, dass die (vermutlich fremdenfeindlichen) Brandstifter von Reichelsheim nie ermittelt werden?”
Tatsächlich nahm die Sache den von Anfang an erahnbaren Verlauf: 1 Jahr später ließ die Polizei in ihrer Kriminalstatistik 2002 beiläufig in 2 dürren Sätzen dies mitteilen :
“Die Brandstiftung des Asylantenheimes konnte trotz intensiver Ermittlungen nicht aufgeklärt werden. Die Ermittlungen brachten auch keine Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat.”

(Entsprechend dummdreist könnte man auch behaupten, dass ein Raubüberfall keine Hinweise auf ein kriminelles Motiv und eine Vergewaltigung keine Hinweise auf ein sexuelles Motiv erbrachte. Hat den wohl im Stil des französischen Komikers Louis de Funes “ermittelnden” Erbacher Gendarmen bzw. Nonsens-Kriminalisten niemand beigebracht, dass die Tat, die Tatausführung (”Professionelle” Brandstiftung mit Brandbeschleunigern an zwei separaten Stellen), der Tatort (Asylunterkunft), die Tatzeit (4:30 Uhr) und das Tatopfer (Asylanten) bereits Hinweise genug auf ein mögliches/wahrscheinliches Tatmotiv liefern?

Im Odenwald ist allerdings weniger entscheidend, ob und wie dumm die Polizei ist, sondern für wie dumm die Leser der halb/amtlichen Mitteilungen verkauft werden können. Und da ist erfahrungsgemäß Einiges möglich.)
Das Amtskäseblatt “Odenwälder Echo” zensierte dann wohlweislich auch noch die beiden dürren Sätze der polizeilichen Kriminalstatistik 2002: Schon ein Jahr später sollte also offenkundig der Anschlag und seine Hintergründe in allgemeine Vergessenheit geraten. Gerhard Grünewald, Chefredakteur des Amtskäseblattes, dürfte wissen, wem zuliebe er die beiden Sätze zum womöglich schwersten Odenwälder Kriminalfall in 2002 (!) komplett verschwieg.
Der verantwortliche oberste Ermittler in Darmstadt dürfte - der Aufgabenverteilung nach - Oberstaatsanwalt Georg Werner Balß gewesen sein. Nebenbei SPD-Kreistagsabgeordneter in Darmstadt-Dieburg und einer der vielen (Partei-)Freunde des Odenwälder Landrats Horst Schnur (Ist er mit ihm wohl “per Du” oder “per Sie”?)
Unter der Internet-Adresse www.nibelungensturm.org präsentiert sich heute ein (Neonazi-) “Nibelungensturm Odenwald”, der sich geographisch zuständig sieht für “Weschnitztal/Bergstraße/Gersprenztal/Mümlingtal”. Aktuell steht dort folgende Ankündigung:
“Die Stürmer freuen sich, die neuen Mitglieder aus der Sektion Mümlingtal in ihrer Mitte begrüßen zu dürfen!!!”
Eine eingeblendete Graphik zeigt einen martialisch wirkenden Soldaten bzw. Stürmer in SA-Uniform, Text: “Support the NSO … White People Gonna Fight“. Die Anklänge an den Nationalsozialismus (NS) sind kalkuliert.
Schon am 23. März 2005 wurde in den “Odenwald Geschichten” über die Organisation berichtet - und über denkbare Zusammenhänge mit dem unaufgeklärten Brandanschlag.
Der Bericht fand schnell Resonanz im Forum des “NSO”. Herauslesbar: ein gewisser Stolz auf den “zweifelhaften Ruhm”. Der Chef der Gruppe, der unter dem Pseudonym NsOSoldier postet, war verärgert nur über die Nennung seines (realen) Namens, nicht verärgert war er über die in Erwägung gezogene Verbindung mit dem Brandanschlag. Dazu keinerlei Distanzierung. Inhaltlich distanziert er sich nur von einem Text der “Odenwälder Zeitung” (wo der Brandanschlag gar nicht erwähnt war).
Ein weiterer “Stürmer” aus der neuen Odenwälder “Sturmabteilung” (SA) mit dem sinnigen Pseudonym “Gassenhauer” scheint sich dann sogar verplappert zu haben: “Die werden sich noch wundern, wenn wir das nächste Mal wieder ‘zuschlagen’. Sie werden sich noch wünschen es wäre nur bei Aufklebern und Plakaten geblieben.”
Das darf man nun interpretieren …Das ‘zuschlagen’, das “letzte Mal” und dann “wieder” das “nächste Mal”.
Der NSO ist offenkundig auch stolz auf die Vernetzung mit der rechtsradikalen Szene:
“Grüße gehen an KSB, DSAPO, FHI, SDG, W14U, 28, Hate Crew, MSC28, ASENBUND, AB-Rhein-Neckar, AG-Bergstrasse, Nibelungen-Südbaden, HSN und alle die wir vergessen haben!!!
Ein besonderer Gruß geht an den Nibelungensturm Berlin!!!”
Dass den örtlichen CDU-Verein und den FDP-Verein ein Mordanschlag auf 20 Asylanten (und dessen Nicht-Aufklärung) nicht weiter interessiert, konnte man erwarten. Aber auch für die Odenwälder “Linke” war das kleine “Pogrom” vom 27. Mai 2002 und dessen tolle “Aufklärung” im SPD-dominierten Südhessen kein Thema. Bei einer durchaus bekannten öffentlichen Unterschriftenaktion im Web mochten bis heute nur 4 Personen kritische Fragen an die zuständige Behörde stellen.
Die Provinzlinken sind zum einen gänzlich unfähig und wenig intelligent, zum anderen sucht man im herrschenden “roten Filz” sein persönliches Auskommen - was kritischen Nachfragen einen Riegel vorschieben kann. Dafür lässt sich lauter und “wirksamer” über die Amerikaner schimpfen (worin man mit Altnazis und Neonazis schon immer einig war.)
Claudia Troßmann, in Reichelsheim lebende Web-Publizistin, artikuliert ihren Protest auf ungewöhnliche Weise.
Sie nimmt mehrere von ihr betriebene Websites auf unbestimmte Zeit aus dem Netz:
> Auslöser ist der Kauf des Erbacher Schlosses und die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen auf das Land Hessen und den Odenwaldkreis. Der Kauf ist nicht nur eine finanzpolitische Fehlentscheidung, sondern auch kulturpolitisch zweifelhaft.
Denn der Kaufpreis des Erbacher Schlosses und die zukünftig mit dem Unterhalt des Schlosses verbundenen Ausgaben stehen in keiner Relation zum zukünftigen Nutzen des Objektes sowohl für das Land Hessen wie auch für den Odenwaldkreis.
Da ich weder im Landtag noch im Kreistag meinen Einspruch aufgrund der politischen Regeln erheben kann, werde ich meine den Odenwald betreffenden Websites mit Tausenden Einzelseiten ab dem 29.Mai 2005 auf unbestimmte Zeit vom Netz nehmen. Ich bedaure diesen Schritt, aber halte ihn persönlich für notwendig und bitte bei den Betroffenen um ihr Verständnis. < Quelle: kultublog.de
> Der Fall schlägt Wellen: Ausgerechnet der Leiter der skandalträchtigen Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel, Hermann Wachter, hat gegen die Fernsehjournalistin Gabi Probst Strafanzeige wegen Verdachts der Urkundenfälschung erstattet.
Der Grund: Die Journalistin, die Skandale um korrupte und prügelnde Wärter in seiner JVA aufdeckte und dafür erst jüngst den Pressepreis des Deutschen Anwaltstages erhielt, hat einem Häftling im vergangenen Jahr mit dessen Wissen unter ihrem journalistischem Pseudonym Gabi Rost einen Brief geschrieben.
Als Absender gab sie die alte Potsdamer Adresse des RBB-Magazins „Klartext“ an, die auch in ihrem Presseausweis steht. Der Sprecher von Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg, Rolf Grünebaum, äußerte inzwischen öffentlich, dass der Vorwurf vertretbar sei und „nicht neben der Sache“ liege.
Auch über Grünebaum hatte Probst kritisch berichtet – als einen der prominenten Juristen, der in die Brandenburger Trennungsgeld-Affäre verwickelt ist.
Dass die Staatsanwaltschaft Potsdam von Probst jetzt auch noch verlangte, alle ihre bisherigen Adressen, Telefonnummern und Pseudonyme seit ihrer Geburt offen zu legen, sieht die unbequeme Journalistin als Schikane und Retourkutsche an.
Sie hatte genau dieser Staatsanwaltschaft in früheren Berichten über die Missstände in der JVA Brandenburg Untätigkeit vorgeworfen, weil rund 200 Anzeigen von Häftlingen nicht bearbeitet worden waren.
Zum Vorwurf der Urkundenfälschung sagt Probst: Sie habe natürlich unter Pseudonym schreiben müssen, weil Briefe von ihr an Häftlinge wiederholt nicht angekommen seien.
Auch sei die Öffnung von Briefen nur in Ausnahmefällen zulässig. Probst hat deshalb inzwischen selbst Strafanzeige gegen den JVA-Direktor Wachter gestellt – wegen Verletzung des Postgeheimnisses. Denn die JVA hatte besagten Brief einfach geöffnet…Probst will jedenfalls ein Angebot der Staatsanwaltschaft nicht annehmen, sich gegen ein Bußgeld von 300 Euro „freizukaufen“. Nicht nur sie hegt den Verdacht, dass die Justiz hier ein Exempel gegen eine missliebige Journalistin statuieren will. Juristen und Politiker haben Probst inzwischen Unterstützung zugesagt. < Quelle: pnn.de (Potsdamer Neueste Nachrichten, 29. 5. 2005)
> Bea versuchte nun, meist morgens, die gemeinsame Firma, mit ihren Vorstellungen zu regieren. Ernie organisierte vormittags den Haushalt, ging einkaufen, und kümmerte sich um die jüngste Tochter. Er kochte (was er sehr gut kann) für seine Familie. Wenn Bea nach Hause kam, stand immer schon das Essen auf dem Tisch. Er hinterließ aber laut Bea auch regelmäßig ein kleines Chaos in der Küche. Es könnte manchmal für sie ärgerlich gewesen sein. Ich kenne es ja aus eigener Erfahrung mit Ernie, aber der Mann, der freiwillig die Küche aufräumt, muss glaube ich, noch erfunden werden.
Nachmittags ging Ernie dann in die Firma und Bea kümmerte sich um Haushalt und Kids.
Als nach dem NYC-Attentat vom 11.September 2001 das Reisegeschäft trotz Beas Geschäftsführung enorme Umsatzeinbußen hinnehmen musste, sah sie nun vermutlich die Felle entgültig davon schwimmen. Aber anstatt mit ihrem Noch-Ehemann einen gemeinsamen Lösungsweg zu finden, fing sie an, Gelder zu veruntreuen. Es wurden z.B. offene Posten in 5-stelliger Höhe, für eine gräfl. GmbH, welche Ernie als Gesellschafter in der Nachbarstadt mitgründete, niemals eingefordert.
Von treuhänderisch verwalteten Kundengeldern wurden von Bea 4-stelIige Summen auf Ihr Privatkonto überwiesen.
Ich bin der Meinung, damals war das Komplott schon perfekt und Ernie hätte hellhörig werden müssen. Aber leider war er in seinem Vertrauen zu der Mutter seiner Kinder so blind, dass er sich nicht darum kümmerte. < Quelle: http://danysch.blogspot.com
> Der Bergsträßer Landrat Matthias Wilkes (CDU) fordert die Auflösung des Zweckverbands Starkenburg. Mit einem entsprechenden Vorschlag will Wilkes Ende Juni zu einer Sondersitzung des Regionalpräsidiums einladen, dessen Sprecher er in diesem Jahr turnusgemäß ist. Dem Präsidium gehören außer Wilkes die Landräte Alfred Jakoubek (Darmstadt-Dieburg), Enno Siehr (Groß-Gerau), Horst Schnur (Odenwald) sowie Darmstadts Oberbürgermeister Peter Benz (alle SPD) und die Ersten Kreisbeigeordneten an.
[..]
Wilkes hält einen Vorschlag der Odenwälder Grünen für lobenswert. Die Grünen hatten gefordert, zumindest den südlichen Teil des Odenwaldkreises genau wie den Kreis Bergstraße in die Metropolregion Rhein-Neckar zu integrieren. Wilkes: „Ich wäre sofort bereit, Brücken zu bauen“. < Quelle: Echo/ regioblog.de
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"Denn hier ist nichts, was es scheint.". Albert Ettinger über Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald".
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