>Zufälligerweise kenne ich den für den Fall zuständigen Familienrichter persönlich aus meiner langjährigen Tätigkeit in einer ortsansässigen Tanzschule, in der die gesamte Richter-Familie auch aktiv das Tanzbein schwang.
Ernie und ich waren vor der ersten Unterhaltsverhandlung auf einer Veranstaltung dieser Tanzschule. Ernie machte an diesem Abend, im Auftrag der gemeinsamen GmbH, eine Firmenspende zugunsten der „Aktion Mensch“.
Dies geschah unter den Augen des anwesenden Familienrichters nebst Gattin. Der Richter hatte dadurch vermutlich ein festgelegtes Bild von Ernie. Der hat Geld, also kann er auch jede Menge Unterhalt bezahlen. Nur vergaß der nette Herr Richter bei der ganzen Sache, dass es sich wirklich um eine Firmenspende handelte. Ernie bekam nun in einem wahrhaft “kurzen Prozess” die ganze richterliche Macht zu spüren und eine 4-stellige Unterhaltsforderung aufgebrummt. Da Ernie mit seinem Status und seinen Einnahmen eine Unterhaltzahlung in der geforderten Höhe nicht erbringen konnte, wurde Ihm eine Berufung nahegelegt…
Im Dezember 2002 kam das Urteil auf Unterhalt & Wohnungszuweisung. Ernie musste das Haus, in dem er die letzen Jahre mit seinen Kids gelebt hatte, unter Androhung einer Polizeiunterstützung im Falle einer Weigerung, zum 23. Dezember verlassen. Schon nett, einen Tag vor Heiligabend, oder???
Die achsoarme Bea war zu der Zeit bereits zur Mutter-Kind-Kur. Alles schön vom Staat finanziert. Hallo??? –Was ist mit den gestressten und gejagten Vätern und deren Partnern??? Danach fragt kein Mensch!!! Zum Glück bot uns Freund Bert sofort eine Bleibe in seiner Wohnung an, ansonsten hätten wir Weihnachten 2002 auf der Strasse verbringen müssen.< Quelle: http://danysch.blogspot.com/
> Steffen Hering, seit fast 30 Jahren Richter am Amtsgericht und vorwiegend mit Familiensachen betraut, hat Verfassungsbeschwerde gegen die Entscheidung des Bundespräsidenten eingelegt und beantragt, die Auflösung des Bundestags und die Ansetzung einer Neuwahl aufzuheben.
Verstanden wissen möchte er sein Vorgehen parteiunabhängig als Signal, „dass man sich nicht für dumm verkaufen lässt“. Das Misstrauensvotum des Bundestags bei der Vertrauensfrage von Kanzler Gerhard Schröder sei inszeniert gewesen. In der laufenden Legislaturperiode habe der Bundestag alle von der Regierung eingebrachten Gesetze verabschiedet, argumentiert Hering.
[…]
Die Auflösung des Bundestags war eine politische Entscheidung, doch „es widerspricht dem Grundgesetz, dass ein Verfassungsorgan das andere aus politischem Kalkül außer Funktion setzt“.
[…]
Die demokratische, rechtsstaatliche Grundordnung verbiete „jegliche Manipulation der Gesetzgebung zur Herbeiführung bequemer Mehrheiten für die Exekutive“. Außerdem treibt den Amtsrichter auch die „Unlogik“ um, die er in Köhlers Argumentation erkennt. Danach sollen mit den Neuwahlen stabilere Mehrheitsverhältnisse herbeigeführten werden, doch das könne beim besten Willen niemand vorhersagen: „Die angeordnete Neuwahl ist statt rettendes Ufer ein Sprung ins Ungewisse“, heißt es in dem Schreiben nach Karlsruhe. Auf eine vergleichbare Argumentation wird das Verfassungsgericht möglicherweise auch in anderen Klagen stoßen. Eine Besonderheit in diesem Fall ist dagegen, dass ein „Privatmann“ Verfassungsbeschwerde einlegt. […]
Die Klippe dieser so genannten Aktivlegitimation hofft Hering zu umschiffen, indem er sich auf Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes beruft. Dieser gesteht jedem Deutschen das Recht auf Widerstand bei Angriffen auf den demokratischen Rechtsstaat zu. Und Paragraf 90 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes nennt diesen Artikel ausdrücklich als eine jener Vorschriften, bei deren Verletzung durch die öffentliche Gewalt ein betroffener Bürger Verfassungsbeschwerde erheben kann. […]
Ob das Bundesverfassungsgericht dieser Argumentation folgt und die Verfassungsbeschwerde überhaupt zur weiteren Bearbeitung akzeptiert, vermag auch Hering selbst nicht vorherzusagen. […]
„Vielleicht liest es ja wenigstens einer durch“, formuliert er zunächst einmal zurückhaltend.
<
Quelle: ECHO online, Amtsrichter klagt in Karlsruhe, 27.07.2005
Hering ist Realist und Jurist und als solcher weiß er, wie innerhalb der Justiz häufig auch mit bestens begründeten Rechtsbeschwerden umgegangen wird: „Vielleicht liest es ja wenigstens einer durch.“
Rechtsgarantien (sogar der Rechtsstaat selbst) existieren vielfach nur auf dem Papier. Das einzig tröstliche am deutschen “Rechtsstaat”: Jenseits der Grenzen, vor allem der östlichen, sieht es meist noch trostloser aus.
Wäre Hering bei seiner Beschwerde allein von verletztem Rechtsempfinden (und nicht dem Wunsch nach Publicity) geleitet, hätte er an seiner Wirkungsstätte schon genug zu tun: Das Amtsgericht Michelstadt ist vor Ort nicht eine Bastion des Rechtsstaates, sondern die Bastion eines “Odenwälder Landrechts”.
Dazu ein Beispiel neben vielen: Eine 1999 gestellte Strafanzeige von Landrat Schnur brachte 2004 einen strafrechtlich völlig unbescholtenen Odenwälder vor das Amtsgericht Michelstadt. Eine Schnur unterstellte Behörde hatte den Mann (unter Mitwirkung des Amtsgerichtes) in einer Vermögensangelegenheit massiv hintergangen (laut einer früheren Aussage des Staatsanwaltes Dr. Mathias Schmidt ein “einmaliger Fall” von “Unterschlagung”).
Schnur reagierte auf die Dienstaufsichtsbeschwerde des Hintergangenen mit einem “Strafantrag”, der in der staatsanwaltlichen Abteilung seines Partei- (und Duz-?) Freundes Georg Werner Balß “bearbeitet” wurde.
Mit einer “Anklageschrift”, die aus Sicht anderer Juristen den Tatbestand der falschen Verdächtigung und der Verfolgung Unschuldiger erfüllte, wurde der Odenwälder fast 5 Jahre später vor Gericht gezerrt.
Bemerkenswert: Ein (honoriger) Michelstädter Anwalt lehnte nach Durchsicht der Akte die Verteidigung ab. Sinngemäß lauteten die Gründe so: “Das Gericht will Sie verurteilen” und er, der Anwalt, riskiere bei Mandatsübernahme (berufliche) Nachteile.
Sein schriftlicher Rat: Einen “Kollegen zu beauftragen, der nach Möglichkeit seinen Sitz nicht im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichtes Michelstadt haben sollte“.
Ähnliche Probleme hatten in der früheren DDR auch Bürgerrechtler.
Verantwortlich für die zu solchen Empfehlungen führenden Zustände dürften (unter anderen) sein: Amtsgerichtsdirektor Dr. Wolfgang Kitz, Amtsrichter Helmut Schmied, Amtsrichter Berghaus … und wohl auch Amtsrichter Steffen Hering.
Nachdem die Erbacher Kulturhelden die 125 Jahre alte Statue von Franz I achtlos von ihrem Sockel stürzen ließen, gibt es erste Hinweise auf die Höhe des dabei entstandenen Schadens, für den offenbar die Stadt eine “finanzielle Mitverantwortung” tragen wird:
„Allein schultern können wir das Vorhaben nämlich leider nicht“, so der Erbgraf zu den Kosten eines neuen Denkmals. In den 90er Jahren habe die Ersetzung einer anderen (Hirsch-)Plastik “schon damals 45 000 Mark gekostet.”
Im heutigen Echo heißt es dazu weiter:
>Eingedenk der Reaktionen von Bürgermeister Harald Buschmann und weiterer Amts- und Mandatsträger gehe er davon aus, dass die Stadt und möglicherweise auch weitere Instanzen den Wert des Denkmals für das Bild und das Selbstverständnis Erbachs richtig einschätzten und ebenfalls Mittel beisteuerten. Ebenso setze er auf private Sponsoren. „Allein schultern können wir das Vorhaben nämlich leider nicht“, so der Erbgraf.
Nach Eindrücken von Erbach-Erbach kommt eine Restaurierung der alten Figur wegen deren starker Zertrümmerung nicht in Frage: „Wir werden also eine neue machen müssen, und die am Besten in Bronze. Die Zinkarbeiten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert haben sich nämlich in Sachen Beständigkeit nicht bewährt“, sagte der Vertreter des Grafenhauses und erinnerte an das Ende einer der Hirschfiguren vor dem Schloss in den Neunziger-Jahren.
„Die wegen starker Beschädigungen nicht mehr brauchbare Plastik haben wir seinerzeit auch durch einen Bronzeguss ersetzt. Das hat schon damals 45 000 Mark gekostet“, erzählt Eberhard zu Erbach-Erbach, um auf den weit größeren Aufwand hinzuweisen, der mit der Neuauflage des Graf-Franz-Denkmals entsteht: „Von dem Hirsch hatten wir noch eine Form, die wir nur nachzugießen brauchten.“ Von der Figur seines Ahns aber existiere keinerlei Vorlage mehr, noch nicht einmal ein Entwurf.
Dennoch gab sich Erbgraf Eberhard optimistisch, mit Hilfe der zahlreichen vorhandenen Fotografien, moderner Rekonstruktionstechnik und des erhaltenen Kopfes der Plastik eine Statue schaffen zu können, die sich von der alten nicht unterscheidet. „Einen professionellen Bildhauer oder Meister eines ähnlichen Fachs aber werden wir zur Herstellung einer neuen Form aber schon brauchen“, so der Vertreter des Erbacher Grafenhauses. < Quelle: Echo
Was auch immer die “Neuauflage” kosten wird: Es wird (nur) ein Imitat sein.
Die Götter im Himmel der Kunst dürften ob dieser Tragikkomödie lachen und weinen zugleich: Weinen über die irreversibel kaputte Statue und lachen über die “Kulturbewahrer” in Wiesbaden und Erbach, die erst kürzlich wieder wegen ihres tiefen, kulturmotivierten Griffs in den Säckel des Steuerzahlers stolz die Brust blähten … und gleichzeitig die bedrohliche Schieflage des statuarischen Erbacher Wahrzeichens übersahen (Michael Lang schreibt im heutigen Echo sogar, dass die Statue “schon seit langem über eine frontale Schlagseite verfügte“.)
Da sei noch einmal aus Udo Corts’ Eröffnungsrede zum Erbacher Wiesenmarkt zitiert:
>Aber es lag uns sehr daran, diese Sammlung in dieser in diesem Gebiet in dieser Region zu erhalten, um damit nicht nur Traditionen und Kulturen fortzusetzen, wie wir es auch in anderen Teilen Hessens machen, sondern um damit auch zu zeigen, wie wichtig es uns ist, dass wir uns auf eine gute Herkunft berufen können und die mit in die Zukunft nehmen wollen.
Wir werden dieses Schloss zusammen mit dem Kreis und der Stadt der Öffentlichkeit noch zugänglicher machen … Was hätte man uns in 20 oder 30 Jahren vorgeworfen, wenn auf einmal hier ein leeres Schloss gestanden hätte. So können wir Menschen anziehen und stolz auf das sein, was hier gesammelt worden ist.<
Nun hat man zwar 20 oder 30 Jahre später hier kein “leeres Schloss” stehen, aber gerade eine Woche später einen leeren Denkmalssockel - den Kulturerhaltern aus Nah und Fern sei Dank.
>Die Messer scheinen zurzeit in Darmstadt locker zu sitzen. Erst vor fünf Tagen war ein Zweiundzwanzigjähriger vor der „Krone“ mit einem Messerstich unterhalb der Rippen lebensgefährlich verletzt worden, als er seine Freundin verteidigen wollte.
In der Nacht zum Donnerstag ist ein Siebzehnjähriger an den Folgen eines Messerstichs gestorben. Die tödliche Verletzung wurde ihm in der Tiefgarage des Staatstheaters von einem gleichaltrigen Bekannten zugefügt, der Schüler eines Darmstädter Gymnasiums ist.
Wie die Polizei berichtet, entwickelte sich zwischen den beiden Siebzehnjährigen, die in Darmstadt wohnen, vor einem Lokal in der Holzstraße ein Streit. Zunächst beschränkte er sich auf den Austausch von Beschimpfungen.
Sie verabredeten, ihre Auseinandersetzung in der Tiefgarage des Staatstheaters fortzusetzen. Dort waren sie anfangs ganz unter sich. Um 0.30 Uhr eskalierte der Streit: Der eine Jugendliche zog sein knapp 20 Zentimeter langes Klappmesser und stieß es dem anderen in die Brust.
Kurz nach der Tat kam ein Bekannter der beiden hinzu, der wohl von dem verabredeten Treffen wusste, und sah das Opfer bereits am Boden liegen. Der Täter lief weg, hielt ein Taxi, dann ein Auto an. Offenbar wollte er Hilfe holen. Es gelang Zeugen, einen Unfallwagen zu stoppen, der zufällig vorbeifuhr.
Der Täter flüchtete, rief von zuhause die Polizei an und stellte sich. Er wurde am Donnerstag vernommen und kam wegen des Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. Sein schwer verletztes Opfer war kurze Zeit nach der Ankunft im Klinikum gestorben. < Quelle: Echo
>Die Polizei ist auf der Suche nach einem Motiv etwas weitergekommen. Bekannte des geständigen Schülers waren dabei, als die beiden Siebzehnjährigen vor einem Tanzlokal in der Holzstraße in Streit gerieten. „Es ging um ganz belanglose Geringfügigkeiten, um Nichtiges“, sagt dazu Polizeisprecher Karl Kärchner. Drogen seien nicht im Spiel gewesen.
Der deutsche Oberschüler türkischer Herkunft und sein türkischer Bekannter, der in den nächsten Tagen eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker anfangen wollte, beschlossen, ihre Händel an einem anderen Ort auszutragen. Wie berichtet, suchten sie sich dafür gegen Mitternacht die Tiefgarage des Staatstheaters aus.
Nach bisherigen Recherchen hat der Oberschüler seinen Bekannten mit einem etwa 20 Zentimeter langen Klappmesser tödlich verletzt: Er stach ihm ein einziges Mal in die Brust.< Quelle: Echo
Von allen Argumenten, die gegen den 13,3 Millionen Euro teuren Kauf des Erbacher Schlosses und dessen Sammlungen vorgebracht wurden, ist der Fall des gefallenen Erbacher Wahrzeichens buchstäblich das erschütterndste.
Da erklären Staatsminister Corts und Ministerpräsident Koch, Landrat Schnur und Erbachs Bürgermeister Buschmann, warum das Erbacher Schloss und seine Gemischtwarensammlung nur durch ein für den Steuerzahler überaus teures Geschäft “gerettet” werden können (Graf Eberhard: größter Deal meines Lebens) - und gleichzeitig ist man unfähig, “Materialermüdung” und “statische Probleme” des nun in viele Stücke zerbrochenen Erbacher “Wahrzeichens” rechtzeitig wahrzunehmen.
Das gefallene gräfliche Denkmal setzt der Groteske um den Schlosskauf gewissermaßen die Krone auf.
Schade, dass es die britische Ulktruppe Monty Pythons nicht mehr gibt. Die im Herzen des finsteren Odenwaldes spielende Schlossgeschichte wäre ein wunderbarer Stoff für eine neue Trottelparade von John Cleese und Co.
>Wenige Wochen nach dem Streit um den Verkauf des Schlosses vom Grafenhaus Erbach-Erbach an das Land Hessen für 13,3 Millionen Euro sorgt die einstige Adelsfamilie in der Odenwälder Kreisstadt abermals für Aufregung:
Das aus Zink gegossene Denkmal für Graf Franz I., das seit seiner Aufstellung gegenüber der früheren Residenz im Jahr 1874 als ein Wahrzeichen Erbachs galt, ist in der Nacht zum Donnerstag auf das Kopfsteinpflaster des Marktplatzes gestürzt.
Die Plastik war zuvor offenbar wegen Materialermüdung und statischer Probleme nach vorn gekippt und von ihrem Sandsteinsockel gefallen. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei aus. Ob die Statue repariert werden kann, erscheint fraglich. Sie ist beim Aufschlag in Dutzende Teile zersprungen.
Wie Bürgermeister Harald Buschmann gegenüber dem ECHO sagte, will er das Denkmal aber auf jeden Fall wieder herstellen lassen, notfalls mit einer Nachbildung.
Buschmann bekannte sich zu einer finanziellen Mitverantwortung der Stadt – obwohl das Denkmal in alten Verträgen im Gegensatz zu seiner unmittelbaren Umgebung dem Grafenhaus zugeordnet worden ist. Und im Gegensatz zum Schloss hat es mit dem Verkauf auch nicht den Besitzer gewechselt.< Quelle: Echo (Hervorhebungen von uns).
Was heißt “finanzielle Mitverantwortung”? Ist dies schon das Eingeständnis, dass man zu blöde war, dieses Erbacher Wahrzeichen zu erhalten?
Nun sollte man sich jedenfalls die Statik des Erbacher Schlosses einmal genauer anschauen.

> Das Wahrzeichen der Stadt Erbach im Odenwald liegt am Boden: Die Statue von Graf Franz I. ist in der Nacht zum Donnerstag von ihrem Sockel gestürzt und zerbrach in unzählige Stücke. Die Polizei geht davon aus, dass die Statue ohne Fremdeinwirkung umgefallen ist, vermutlich wegen Materialermüdung.
Die lebensgroße Figur aus Zinkguss stammt aus dem Jahr 1874 und war gegenüber dem Schloss der Grafen zu Erbach aufgestellt. Das Schloss ist vor wenigen Wochen in einer umstrittenen Entscheidung für 13,3 Millionen Euro vom Land Hessen gekauft worden.
Viele Erbacher Bürger meinten am Donnerstag scherzhaft, dass sich der Graf aus Kummer über seine Nachfahren vom Sockel gestürzt habe. Das Denkmal ist in tausend Scherben zersprungen, die noch in der Nacht von der Feuerwehr vor Souvenirjägern gerettet wurden.
Graf Franz I. lebte von 1754 bis 1823. Er führte die Elfenbeinschnitzerei im Odenwald ein und sammelte antike Büsten und Vasen, die heute eine der Hauptattraktionen des Museums in Schloss Erbach sind. Das Denkmal zeigte ihn in römischer Toga gekleidet. < Text: -pdh-; Bild 1: -pdh-/kulturblog ; Bild 2: wikipedia
Nun fehlt nur noch, dass auch das vom Steuerzahler für mehrere Millionen Euro gekaufte Erbacher Schloss wegen “Materialermüdung” eines Nachts in tausend Stücke kollabiert. Was sagte doch Graf Eberhard: “Das ist der größte Deal meines Lebens.”
Nachdem erst kürzlich der hessische Kultusminister Corts während seiner auch sonst erheiternden Ansprache zur Eröffnung des Erbacher Wiesenmarktes vom Untenwald sprach und den Odenwald meinte, vertut sich auch hr-online: Dort ist vom Odsenwald die Rede. Das Unterbewusste hat dem (Ver-)Schreiber vermutlich einen Ochsenwald suggeriert.
>Bei Volksfestähnlicher Stimmung wurde der erste Spatenstich zum Bau der Ortsumgehung von Höchst/ Odenwald gemacht. Auch eine neue neue Auffahrt auf die A66 gab Anlass zum Feiern.
Verkehrminister Alois Rhiel (CDU) und Vertreter von Bund und Land Hessen waren zum Baubeginn in den Odenwald gekommen. Die Straße ist seit vierzig Jahren in der Planung. Jetzt soll das knapp drei Kilometer lange Teilstück der B 45 innerhalb von drei Jahren entstehen.
Nicht nur im Odsenwald war der Verkehrsminister gefragt: Auf der A 66 zwischen Frankfurt und Wiesbaden wurde eine neue Autobahnanschlußstelle in Betrieb genommen. Zusammen mit den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden gab Rhiel die Auffahrt Hattersheim/West für den Verkehr frei. Die zweite Anschlußstelle war notwendig geworden um dem wachsenden Verkehrsaufkommen aus den Gewerbegebieten gerecht zu werden. < Quelle: hr-online.de
>Hessens Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel gab heute gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Angelika Mertens, dem Landrat des Odenwaldkreises, Horst Schnur, und dem Höchster Bürgermeister Reiner Guth, den offiziellen Startschuss zum Bau der Umgehungsstraße für die Ortslage Höchst im Odenwald.
„Dieser erste Spatenstich steht symbolisch für den Beginn einer Maßnahme, mit der viele Menschen im Odenwald und in der Region eine Vielzahl positiver Erwartungen verknüpfen“, sagte Dr. Rhiel. Er erinnerte an die besondere Bedeutung der Bundesstraße für den Odenwaldkreis. “Nachdem die Pläne für eine Odenwaldautobahn endgültig aufgegeben wurden, ist die B 45 die wichtigste Nord-Süd-Achse für die Erschließung dieser Region“, so der Minister, „mit dem heute beginnenden Bau der Ortsumgehung Höchst wird der Tag unaufhaltsam näher rücken, an dem dieses größte Nadelöhr im Zuge der B 45 endgültig umfahren werden kann“.

Bis zu 22.000 Fahrzeuge werden täglich auf der B 45 in der Ortslage Höchst gezählt. Diese hohe Verkehrsbelastung führt naturgemäß zu einer Vielzahl von Konflikten. In erster Linie sind hier die Anwohner der Erbacher und der Groß-Umstädter Straße zu nennen, die unter dem Lärm und den Abgasen des Verkehrs auf der Bundesstraße zu leiden haben. Fußgänger haben abseits der Lichtsignal geregelten Übergänge keine Chance, die B 45 gesichert zu queren. Die täglichen Staus vor den Ampeln sind lang, die Zeitverluste für die Verkehrsteilnehmer groß. Diese Probleme werden in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. Mit der Fertigstellung der 2,8 Kilometer langen und 22,7 Millionen Euro teuren Ortsumgehung wird sich das Verkehrsaufkommen in der Ortslage um 45 Prozent verringern. Für die Anwohner wird es dann deutlich ruhiger werden, die Abgasemissionen werden zurückgehen und die Staus werden sich aufgelöst haben.
Dr. Rhiel erinnerte an den langen und schwierigen Planungsprozess: Bereits vor 40 Jahren wurde in Höchst erstmalig der Ruf nach einer Umgehungsstraße laut. Mitte der achtziger Jahre wurden dann die Planungen intensiviert. Persönlich vom Minister unterzeichnet wurde der Planfeststellungsbeschluss dann im Oktober 2003 in Höchst. Und auch danach konnte nicht unmittelbar mit der Umsetzung der Planung begonnen werden, da gegen die Maßnahme geklagt wurde. Erst als der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel die Klagen im Sommer diesen Jahres zurückwies und auch der Bund die Finanzierung sicherstellte, war der Weg frei für den heutigen Baubeginn.

In weiteren Ansprachen hielten Landrat Horst Schnur und der Höchster Bürgermeister Reiner Guth Rückschau auf vierzig Jahre Anstrengungen, die Ortsumgehung zu realisieren. Es sei sein Wunsch, so Landrat Schnur, dessen Amtszeit im Jahr 2009 endet, noch in seiner Amtsperiode mit dem Auto auf der Umgehungsstraße zu fahren
Foto: Achtfacher erster Spatenstich durch den Ersten Beigeordneten der Stadt Höchst, Günther Podzimek, den 1. Vorsitzenden des Arbeitskreises Pro Ortsumgehung B 45, Rainer Schlegel, Bürgermeister Höchst, Reiner Guth, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Angelika Mertens, Hessens Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel, Jürg Sparmann, Präsident des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen und Landrat Horst Schnur (v.l.n.r.)< Text und Fotos: -pdh-
>Mit Erstaunen nahm die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Kenntnis, dass die Odenwald-Akademie für den 29. August - kurz vor der Bundestagswahl am 18. September 2005 - im Hüttenwerk in Michelstadt zur Veranstaltung „Demografischer Wandel in der Arbeitswelt“ einlädt.
Das Thema klinge viel versprechend und wecke die Neugierde, so die Kreistagsfraktion der Bündnisgrünen. Dieser Tage erhielten die Grünen das Einladungsschreiben zu dieser Podiumsdiskussion. Das Podium ist nach Ansicht der Grünen völlig einseitig zusammengesetzt.
Mit Landrat Horst Schnur und der Bundestagsdirektkandidatin Frau Dr. Ober stellt die SPD mindestens 50 Prozent der Podiumsteilnehmer..
Ein untragbarer Zustand! Warum ist kein Gewerkschaftsvertreter auf dem Podium, wenn der demografische Wandel in der Arbeitswelt diskutiert werden soll?
Die Veranstaltung könnte eine SPD-Wahlveranstaltung zur Bundestagswahl sein, aber auf keinen Fall eine politisch-informative und ausgewogene Informationsveranstaltung.
Die politische Fairness gebiete es, so die Grünen, dass entweder alle Direktkandidatinnen eingeladen werden oder man übe politische Selbstbeschränkung vor einer Bundestagswahl.
Wer mit Steuergeldern Veranstaltungen vor einer wichtigen Bundestagswahl finanziere, deren Podium völlig einseitig zusammengesetzt sei, zeige keinen guten politischen Stil.
Die Grünen dachten, dass auch im Odenwaldkreis mittlerweile die Zeit vorbei sei, in der vor Wahlen eine Vermischung von Parteipolitik und offizieller Kreispolitik stattfinde. Nach Bekanntwerden des Neuwahltermins stellte das Bundespresseamt jegliche Werbung für die Bundesregierung ein. Diesem Beispiel sollt der Odenwaldkreis folgen, so die Grünen.< Quelle: kulturblog.de

Die 3-minütige Ansprache von Corts ist als mp3-Datei im Web abrufbar.
Die Stelle, an der Corts vom “Untenwald” spricht, wird durch eine anschließende akustische Verfremdung herausgehoben.
Auch ohne den Versprecher weiß Corts durch seine Platitüden zu amüsieren: Nachdem er “die Aufgabe und die Freude übernommen hat, Ihnen die Grüße des Ministerpräsidenten und der Landesregierung zu übermitteln anlässlich der Eröffnung des Wiesenmarktes“, folgt u.a. eine tiefsinnige Betrachtung der “schwierigen Zeit, in der wir zur Zeit leben.”
Manche Schüler, die nun wegen einer 5 in Deutsch nicht versetzt wurden, können bei Lektüre seiner Rede hoffen… vielleicht werden auch sie eines Tages noch Wissenschaftsminister in einem deutschen Pisa-Bundesland (oder sie bewerben sich sofort für eine frei werdende Stelle).
Nachfolgend die ganze Rede:
> Meine sehr verehrten Damen Abgeordnete, Herr Bürgermeister, Graf Franz zu Erbach, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Erbacherinnen und Erbacher.
Ich habe die Aufgabe und die Freude übernommen, Ihnen die Grüße des Ministerpräsidenten und der Landesregierung zu übermitteln anlässlich der Eröffnung des Wiesenmarktes.
Es ist ein Mittelpunkt in der Region in diesen nächsten 10 Tagen
und der Herr Bürgermeister, ich hätt’ jetzt fast gesagt und der Herr Pastor (Lachen: Hähä), haben ja darauf hingewiesen, dass die Sonne scheint und ich wünsche Ihnen und uns allen, die den Wiesenmarkt besuchen werden in den nächsten 10 Tagen, dass sie immer scheinen wird und dass man Freude und Spaß hat.
Es ist eine schwierige Zeit, in der wir zur Zeit leben und für den einen oder anderen gibt es auch Schatten.
Aber nutzen Sie die Gelegenheit, auch einfach mal abzuschalten und einfach auch dies Leben ein bißchen zu genießen.
Ich freue mich an dieser Stelle heute auch offiziell das erste Mal, nachdem die Landesregierung das Schloss und die Sammlung, die in diesem Schloss ist sich befindet, aufgekauft hat, hier in Erbach zu sein.
Ich möchte dabei 2 Sätze sagen, warum wir es gemacht haben.
Wir möchten die Tradition, die mit dem Haus Erbach und der Stadt Erbach
verbunden ist, fortsetzen in die Zukunft - mit einem anderen Vorzeichen in einer schwierigen Zeit.
Aber es lag uns sehr daran, diese Sammlung in dieser in diesem Gebiet in dieser Region zu erhalten, um damit nicht nur Traditionen und Kulturen fortzusetzen, wie wir es auch in anderen Teilen Hessens machen, sondern um damit auch zu zeigen, wie wichtig es uns ist, dass wir uns auf eine gute Herkunft berufen können und die mit in die Zukunft nehmen wollen.
Wir werden dieses Schloss zusammen mit dem Kreis und der Stadt der Öffentlichkeit noch zugänglicher machen und damit erhoffen wir uns natürlich auch einen neben anderen Wirtschaftfaktoren wie beispielsweise was auch kommt sei es die Ortsumgehung Höchst sei es das Gesundheitszentrum Odenwald und andere Dinge den Ausbau der Odenwaldbahn anderen Dingen an Infrasturktumaßnahem die wichtig sind für den Untenwald …
darauf hinzuweisen, diese Region ist nicht vergessen, sondern wir investieren in diese Region in die Zukunft.
Das werden wir tun und dass dafür stehen wir gerade, obwohl, wie sie alle wissen, insbesondere die Erbacherinnen und Erbacher, dass es ein schwieriger Weg war.

Aber heute kann man es sagen, es ist alles unterschrieben und freuen Sie sich mit uns.
Wir als Landesregierung, die wir Verantwortung tragen in diesem Lande, freuen uns, dass wir diesen Weg gegangen sind.
Was hätte man uns in 20 oder 30 Jahren vorgeworfen, wenn auf einmal hier ein leeres Schloss gestanden hätte.
So können wir Menschen anziehen und stolz auf das sein, was hier gesammelt worden ist.
Meine Damen und Herren, ich habe vorab - Sie wissen, ich bin Politiker - vorab vom Bürgermeister einen dezenten Hinweis gegeben, bekommen, dass man in Erbach keine langen Reden mag, das scheint irgendwie eine Erfahrung aus zu sein.
Deswegen wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Wiesenmarkt. Genießen Sie es und ich wünsche dieser Stadt und dieser Region alles Gute für die Zukunft. Herzlichen Dank! <
s.a. info-odenwald.de
(Einige Stellen der Rede, die uns grammatisch oder inhaltlich besonders denkwürdig erschienen, wurden durch Fettdruck herausgehoben.)
Das obere Bild (von info-odenwald.de) zeigt v.l.n.r. Erika Ober (SPD), Judith Lannert (CDU), Inge Velte (CDU), Pastor Buschmann (CDU) & Familie, Udo Corts (CDU) und Dr. Helmut Reitze (HR).
Das untere Bild (von pdh) zeigt Udo Corts und Horst Schnur.
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"Denn hier ist nichts, was es scheint.". Albert Ettinger über Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald".
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