Die Frankfurter Rundschau schließt ihre Lokalredaktion in Darmstadt.
Bekannt ist dies schon seit längerem.
Am 7. Mai konnte man im Darmstädter Echo lesen, wer für die FR in die Bresche springt:
>Der Lokalteil der Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“ für die Regionen Darmstadt und Groß-Gerau wird ab 1. Juli in Darmstadt von der ECHO Redaktionsservice GmbH (ERS) produziert. ERS ist eine Tochterfirma des Medienhauses Südhessen in Darmstadt, in der auch die ECHO Zeitungen erscheinen.<
Wolfgang Hörnlein, Betreiber der Presseagentur pdh, weint der FR keine Träne nach. Warum, das schreibt er in seinem eigenwilligen Nachruf - in dem es im Übrigen auch um die Odenwald-Geschichten geht:
>Darmstadt/Frankfurt (pdh) Da hat sich der Journalist aber redlich Mühe gegeben, die Story wasserdicht zu machen, mehrere Tage wurde recherchiert. Wie aus dem Lehrbuch suchte die kleine Agentur eine zweite Informationsquelle, denn die Story war brisant.
Am 16. Februar 2006 ist es dann soweit. Mittlerweile war mangels anderer Informationsmöglichkeiten die Hauptperson der Geschichte mit den Recherchen konfrontiert und um Aufschluss gebeten worden. Die Story ist jetzt tatsächlich in trocknen Tüchern und kann „raus“. Sie schlägt ein wie eine Bombe.Es geht darin um die Leiterin eines Kommunalen Jobcenters, das stark in der medialen Kritik steht.
In der öffentlichen Wahrnehmung werden Hartz-IV-Empfänger drangsaliert und würdelos behandelt, ein Umstand, der den Landrat und die Verantwortlichen der Behörde zu routinemäßigen standardisierten Dementis veranlasst.
Es muss dringend einmal ein besseres Meinungsumfeld geschaffen werden. Und da entdeckt die Chefin des Kommunalen Jobcenters das Internet und verbreitet unter falschem Namen in einem Blog Lobeshymnen über das eigene Amt. Und… wird dabei erwischt, weil der Administrator der Website den IP-Nummern der wenigen und damit auffälligen positiven Bewertungen nachgeht. Hilflose Erklärung am Ende: Ein Bekannter habe wohl den PC der Dame benutzt.Ein einziger Journalist wird ins Vertrauen gezogen, der die Angelegenheit bearbeitet und, wie beschrieben, für die Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht sorgt. Und die Geschichte dann als „Provinz-Posse“ herausbringt. Am 16. Februar 2006. Auch die Darmstädter Redaktion der FR gehört zu den Empfängern des honorierungspflichtigen Presseberichts.
Am 17. Februar 2006 bringt die Frankfurter Rundschau unter dem Namen eines ihrer Redakteure der Darmstädter Redaktion eine Glosse unter der Überschrift „Jobcenter-Chefin organisiert im Internet ein kräftiges Eigenlob“. Der recherchierte Bericht wird in toto übernommen, ein bestätigendes Gespräch mit dem Presseamt des Landkreises wird noch eingefügt. Damit, so glaubt wohl der Plagiator, dürfe er die Geschichte als eigene adoptieren. Es muss hier wohl nicht betont werden, dass der Presseagentur kein Honorar bezahlt wurde.
Ab 1. Juli dieses Jahres wird die Redaktion FR-DA eingestellt. Die Berichte aus dem hessischen Süden werden zukünftig von einer Tageszeitungsredaktion zugeliefert. Vielleicht sogar gegen Bezahlung. Meinungsvielfalt jedenfalls genauso ade wie die Kollegen der Fr. Aber, liebe Darmstädter Redaktion der Frankfurter Rundschau, es gibt einen Landstrich im Süden Hessens, in dem einige Personen eurer Redaktion keine Träne nachweinen.<
Man kann Hörnlein verstehen.
Wie sich die Frankfurter Rundschau damals bei ihm ungut bedient hatte, ist ärgerlich.
Noch skandalöser erscheint uns allerdings, dass das Odenwälder Echo (bzw. das Darmstädter Echo) über die “Story“, die “wie eine Bombe” einschlug, mit keinem einzigen Wort berichtete.
Das eine war ein (halbes) Plagiat - wobei die erste “Informationsquelle”, unser Blog nämlich, in dieser Sache allen regionalen Medien umfangreiches Material bereitstellte.
Das andere freilich war (ganze) Korruption: Gerhard Grünewald, Chefredakteur des Odenwälder Echo, verschwieg seinen Lesern die Geschichte - und zwar vollständig.
Nicht etwa, weil sie belanglos war. Ein Hamburger Nachrichtenmagazin pflegt solche Fälle gelegentlich aufzugreifen und hätte in diesem Fall fragen können: “Was haben Sie da gedacht, Frau Schnellbacher?“
Immerhin wurde in diesen Tagen vollends erkennbar, dass der eine Vorgesetzte des “unabhängigen” “Journalisten” Gerhard Grünewald in Darmstadt sitzt, der andere freilich im Landratsamt in Erbach. Für diesen nämlich schwieg er, egal, ob es in vorausgegangenen Telefonaten von ihm gewünscht oder gefordert wurde oder ob es sich nur um vorauseilenden Gehorsam handelte.
Korrupt zeigte sich in dieser Sache einmal mehr auch die Odenwälder CDU, angeblich in “Opposition” stehend zur im Odenwald regierenden SPD.
Der von Inge Velte und dann von Judith Lannert geführte Verein verlor zu der Angelegenheit ebenfalls kein Wort, auch keine Anfrage war es ihr wert.
Vielleicht war ihnen ja bewusst, dass das eigene (schwarze) Personal ebenso dämlich ist wie bestimmte AbteilungsleiterInnen im (roten) Landratsamt - so dass man keinen Anlass sah, kritisch nach der Qualifikation und dem Geisteszustand von Schnurs Mitarbeitern zu fragen.
Weder war vorstellbar, das Michael Jackson sein für den Sommer angekündigtes Comeback gelingen könnte, noch war vorstellbar, dass aus dem großen Kind je ein Greis würde.
Sein früher Tod ist insoweit nicht ohne innere Logik.
Alle Welt erinnert sich nun daran, dass Jackson, bevor er zum Freak mutierte, ein begnadeter Künstler war, dessen Musik elektrisieren konnte.
Auch wir erinnern uns - etwa an das phänomenale “Black or White”:
I am tired of this devil
I am tired of this stuff
I am tired of this business
Sew when the going gets rough
I ain’t scared of your brother
I ain’t scared of no sheets
I ain’t scared of nobody
Girl when the goin’ gets mean
Das Web erweist sich nun im und für den Iran erneut als emanzipative Kraft.
Websites wie iran.twazzup.com unterstützen und kommunizieren die Rebellion gegen das repressive Regime. Boston Globe zeigt eindrucksvolle Fotos über das gegenwärtige Geschehen im Iran.
Auf Mashable sind 10 Videos zu sehen, die in den letzten Tagen auf der Video-Plattform YouTube veröffentlicht wurden - darunter auch ein Video, auf dem das Sterben einer von einer Kugel getroffenen jungen Frau (Neda Soltai) zu sehen ist.
Spiegel Online sieht sie als Ikone des Protests, als Jeanne d’Arc des Iran.
Weitere Videos zum Geschehen im Iran gibt es auf vigilantejournalist.com.
Schon zuvor wusste man, das es im Iran eine hochaktive Blogger-Szene gab.
Jetzt zeigt sich, dass dies nicht ohne Einfluss auf die politische Situation blieb.
Über 60% der Iraner sind jung, jünger als 30 Jahre. Wenn hier der politisch bewusste Teil via Internet virtuellen Kontakt mit der Moderne hat, wie will das mittelalterliche Regime diese Jugend dann auf Dauer binden?
Es wird, so ist zu hoffen, in nicht allzu langer Zeit ebenso auf dem Müllhaufen der Geschichte enden wie 20 Jahre zuvor das Großgefängnis DDR.
Das eingeblendete Video soll heute in Teheran entstanden sein. Bemerkenswert wäre dann, dass sich Tausende Iraner dem gestrigen Machtwort des religiösen “Führers” Chamenei widersetzten.
Auch in Deutschland demonstrieren viele Iraner gegen Wahlbetrug, Unterdrückung und Gewalt in ihrer Heimat. Sie verdienen Unterstützung.
Nicht alle allerdings: So veröffentlichte der bekennende Dresdner Stalinist Daniel Weigelt heute in seinem “Roten Blog” ein Commmunique des ZK der iranischen KP (Tudeh-Partei), in dem der “Putsch des reaktionären Regimes gegen den nationalen Willen der Millionen Iranerinnen und Iraner” angeprangert wird.
Das “Obrigkeitsregime” von Mahmud Ahmadinedschad sei “mittelalterlich” und “despotisch”.
Ganz anders die von dem langjährigen Stasi-Spitzel Arnold Schölzel chefredigierte rotbraune “Junge Welt”.
Die beschreibt die Vorgänge im Iran in unverhohlener Sympathie für das Regime heute so:
>Nach dem Erdrutschsieg des amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei den iranischen Präsidentschaftswahlen am vergangenen Freitag ist es am Wochenende in Teheran zu Zusammenstößen zwischen gewaltbereiten jungen Oppositionellen, angestachelt durch zahlreiche Vermummte, und der Polizei gekommen. Die Randalierer, wütend ob der Niederlage ihres Favoriten, des 68jährigen Politveteranen Mirhossein Mussawi, riefen »Tod dem Diktator«, »Nieder mit der Diktatur« oder »Freiheit«. Sie zündeten Mülltonnen, Parkbänke und Autoreifen an, Fensterscheiben von Geschäften und Banken gingen zu Bruch. […] Auch ist es nicht das erste Mal, daß seine Anhängerschaft, hauptsächlich aus der Oberschicht des Landes und von begütertern Iranern stammend, randaliert.<
Deutlicher noch als die ‘Junge Welt’ solidarisiert sich das Berliner Weblog “Mein-Parteibuch” mit Mahmud Ahmadinedschad.
Dessen Betreiber wollte ursprünglich seine Erfahrungen als neues Mitglied der SPD bloggend protokollieren.
Inzwischen nimmt er eine radikal antiwestliche Haltung ein und ist kaum noch um Abgrenzung zu linksradikalen Positionen bemüht, häufig deckt sich sein Standpunkt auch mit dem von (nationalrevolutionären und antikapitalistischen) Rechtsradikalen.
Geradezu grotesk lesen sich im “Pateibuch” die jüngsten Analysen zum gegenwärtigen Geschehen im Iran.
Unterlegt sind seine “Analysen” von folgendem Grundverständnis des westlichen Systems:
Das Volk weiß nicht, was es will und was ihm wirklich gut tut (Im Iran allerdings sei das anders.)
Schuld daran sind die weltweit vom CIA gelenkten Mainstream-Medien, die mit (parapsychologischen?) Tricks das Bewusstsein der Massen manipulieren.
Entsprechend manipuliert wählt das Volk dann immer aufs Neue seine eigenen Ausbeuter und Unterdrücker.
Man muss die Matrix-Trilogie gesehen haben, um das perfide Spiel der US-Geheimdienste so zu “verstehen” wie das “Parteibuch”.
Dessen Berliner Betreiber kämpft ähnlich wie der Matrix-Neo mit einigen wenigen Gefährten gegen die allumfassende Verschwörung der westlichen Geheimdienste.
Er hat beste Kontakte - auch nach Iran, Birma / Myanmar oder Tibet - und weiß stets genau, was sich dort und anderswo abspielt.
Seine Einsichten vermittelt er mir großer Geduld und pädagogischem Gestus den weltweit verteilten parteibuch-Lesern.
Auch gegenwärtig durchbricht er wieder einmal die westliche (Schein-) Welt und sagt uns, was im Iran tatsächlich geschieht.
>Bei den Wahlen im Iran durften nicht nur Snobs aus Teheran wählen, sondern auch ärmere Bevölkerungsschichten und die Bewohner der Provinzen. So ist es kein Wunder, dass Mahmud Ahmadinejad, dessen Wähler sich vornehmlich aus den ärmeren Bevölkerungsschichten und der Landbevölkerung zusammensetzen, die Wahlen haushoch gewonnen hat.
Dass Mussawi danach mit Unterstützung der Propaganda-Medien der CIA so getan hat, als sei der Wahlsieg von Mahmud Ahmadinejad ein Zeichen dafür, dass die Wahlen manipuliert worden seinen, lässt ihn im Iran nun obendrein noch als schlechten Verlierer dastehen.[…]
Doch die Machthaber im Iran waren auf der Hut. Die Polizei hatte in Teheran für den Wahltag eine größere Übung angesetzt. Vandalierende Anhänger von Mussawi in Teheran lassen seinen Fanclub nun obendrein auch noch wie einen Haufen wilder Hooligans erscheinen. Die Proteste der Mussawi-Anhänger in Teheran führen zu nichts außer der Bestrafung der Vandalen.
So ist die Strategie der grünen Welle ist so gründlich gescheitert, wie sie nur scheitern konnte. Dagegen wird auch der Budenzauber der den Westen dominierenden CIA-Konformitätsmedien nichts ausrichten können.<
So ähnlich hörten sich radikale Linke an, als sie 1975 den Sieg der Roten Khmer in Kambodscha bejubelten - und die anschließende Vertreibung der “Snobs” aus Phnom Penh.
Nicht nur in Sachen Iran durchschaut das Berliner “Parteibuch” den “Budenzauber” der “CIA-Konformitätsmedien”.
Denn eigentlich ist alles ganz einfach: Wenn die westlichen “Konformitätsmedien” in ihrer Mehrheit sagen, die oder der oder das ist gut, dann ist es in Wirklichkeit schlecht.
Wenn umgekehrt die Konformitätsmedien mehrheitlich sagen, dass die oder der oder das schlecht ist, dann ist es in Wirklichkeit gut, na ja, ziemlich gut jedenfalls.
Deswegen weiß der volksbeglückende Parteibuch-Aufklärer, dass etwa die birmanische Militärjunta gar nicht so übel ist, auch nicht die nordkoreanische Kim-Diktatur und eben auch nicht Mahmud Ahmadinedschad.
Problematisch können da Videos sein. Unter der Adresse tehranbureau.com finden sich gegenwärtig knapp zwei Dutzend brandaktueller Kurzfilme, die eine Stadt im Ausnahmezustand zeigen.
Eines dieser Videos wird hier eingestellt.
Es zeigt eine große Menschenmenge, die sich wütend aber doch diszipliniert auf einer Teheraner Straße entlangbewegt.
Dann aber tauchen Milizionäre auf Motorrädern auf, die mit Knüppeln wahllos auf Demonstranten und Passanten einschlagen.
Man hört Sprechchöre, die offenbar gegen Ahmadinedschad gerichtet sind und eine Diktatur anklagen.
Derweil freut sich das “Parteibuch”, dass die “grüne Welle im Iran gescheitert” sei:

>Wenn die propagandistischen Nebelwolken des grünen Budenzaubers der Teheraner Elite sich verzogen haben, dann ist damit zu rechnen, dass Mahmud Ahmadinejad so stark sein wird wie nie zuvor.<
Auch zu den erwähnten Videos und der Website tehranbureau.com hat der Berliner mit rotem Parteibuch eine Meinung:
>1. Warum veröffentlicht ihr, wenn ihr doch für die Säkularisierung seid, stolz Videos zu Riots? Die Riots schaden dem Anliegen der Säkularisierung. Sie stärken Mahmud Ahmadinejad, der dank der Riots beweisen kann, dass ein striktes Regime notwendig ist.
2. Warum veröffentlicht ihr die Videos dann auch noch ausgerechnet auf der CIA-Webseite “Facebook”? Schlimmer kann man die Opposition gegen das islamische Herrschaftsschaftssystem des Iran kaum diskreditieren. <
Tja, warum auch begnügen sich die Oppositionellen nicht mit Aufnahmen aus dem staatlichen Fernsehen?!
Das fragt ein deutscher Systemkritiker, der hier gegen angeblich konforme Mainstream-Medien wettert.
Die ARD-Tagesschau tituliert er meist als “Märchenschau“, das Staatsfernsehen des Iran und ebenso dessen Innenministerium zitiert er dagegen mit Respekt:

Das Staatsfernsehen und das Innenministerium eines Landes, in dem eine islamische Religionspolizei wirkt, gelten ihm als verlässliche Quelle.
Soviel Aberwitz scheint selbst den Stamm-Kommentatoren des Parteibuchs die Sprache zu verschlagen.
Andere wiederum reagieren nur noch satirisch.
So wurde heute in einem Kommentar die “emanzipative” politische Essenz des “Parteibuchs” auf den Punkt gebracht:
>Es gibt ja nur noch wenige Staaten, die Freiheit, wahre Demokratie und Wohlstand garantieren. Dazu gehören Venezuela, Nordkorea und die VR China. Und natürlich der Iran.
Hoffentlich schafft es der CIA nicht, diese letzten Paradiese, diese Inseln irdischen Überglücks zu zerstören.<
Doch nicht nur in der Bewertung staatlicher Institutionen hier (BRD) und dort (Iran) ist beim “Parteibuch” eine groteske Umkehrung zu beobachten.
Demonstranten, mit denen er sich in der BRD vielfach solidarisiert, sind dem Berliner Blogger im Iran “Snobs “, “Vandalen“, “brandschatzende” “Hooligans” und Teil einer “farbigen Fake-Revolution“
Geradezu rührend ist schließlich seine Apologie des “demokratischen Rechtsstaates“, den es in seinen Augen scheinbar im Gottesstaat Iran gibt, nicht aber in jenem Land, in dem er weiterhin vorzieht, zu leben.
>So geht der Weg in einem demokratischen Rechtsstaat. Wer die Macht hat, wird im ganzen Land an der Wahlurne bestimmt - und nicht über Randale auf den Straßen von Teheran oder den Geschmack eines Wahlkampfberaters in London.<
In der BRD dagegen, sei die SPD ein “Steigbügelhalter der Union … um die Bundesrepublik … zügig in offenen totalitären Faschismus 
zu überführen.”
Sollte es jemals zu einer DDR-Neuauflage kommen, wäre der Parteibuch-Betreiber der rechte Mann für die Staatssicherheit und die Abwehr feindlicher Geheimdienste.
Jetzt etwa weiß er, dass das Social Network Facebook eine “CIA-Website” ist.
Dabei erspart sich der strikt anti-israelische Blogger den Hinweis auf die jüdische Herkunft des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg.
Wahrscheinlich allerdings dürfte dieser Umstand unausgeprochener Teil seiner Beweiskette für das CIA-Verdikt sein.
Könnte sein nächster, naheliegender Gedanke nicht sein, dass nicht nur Facebook, sondern das es umgreifende Internet ebenfalls ein CIA-Produkt ist?
Immerhin ging es laut Wikipedia “aus dem im Jahr 1969 entstandenen ARPANET hervor, einem Projekt der Advanced Research Project Agency (ARPA) des US-Verteidigungsministeriums.”
Ist vielleicht er selbst und sein Parteibuch nur eine Marionette der CIA - dazu dienend mit Lobpreisungen von Hamas, Nordkorea, Ahmadinedschad … et alia die linke Systemkritik der Lächerlichkeit preiszugeben?
Irgendwann wird Neo in Berlin sicher ganz aus seinem Matrix-Traum erwachen.
Michael Neutze präsentiert auf seiner Website vis.uell.net einen beeindruckenden, interaktiven Atlas zur Europawahl.
Man benötigt für diesen Atlas einen modernen Browser wie Firefox 3, der das offene Grafikformat SVG unterstützt.
Wer mit dem Internet Explorer unterwegs ist, muss sich mit dem weniger interessanten (auf Flash basierenden) Wahlatlas des Bundeswahlleiters begnügen.
Neutze erklärt in einem Vimeo-Video, wie sein Atlas genutzt werden kann. Für CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Linke, ÖDP, Republikaner, DKP, DVU und die Piratenpartei wird in 5 Farbabstufungen ihre jeweilige regionale Stärke angezeigt, auch die Wahlbeteiligung wird auf gleiche Weise dargestellt.
Das Ergebnis ist ein Polit-Psychogramm der Republik.
Nur jeder dritte Wahlberechtigte im Odenwaldkreis mochte sich an der Europawahl beteiligen, genau genommen 32,6%. 5 Jahre zuvor waren es noch 35,5%.
Die Wahlbeteiligung in Deutschland lag bei ca. 42 %. In der EU gingen 43 % der Wahlberechtigen an die Wahlurne.
Bemerkenswert war das erneut schlechte Abschneiden der SPD. Bei den gestrigen Zahlen liegt sie im Bund nur noch gut 8 Prozent vor den Grünen.
Nachfolgend das vorläufige Ergebnis für den Odenwaldkreis:

Auf der Website wahlen.odenwaldkreis.de finden sich detaillierte Zahlen auch für die einzelnen Wahlbezirke.
Auffallend ist das gute Abschneiden der Grünen in Michelstadt (14,9 %) und in Brombachtal (14 %).
Auffallend ist auch, dass in Mossautal die SPD besonders schwach blieb (19,7 %) und die kleineren Parteien besonders stark waren: Grüne 13,5 %, FDP 13,4 %, Republikaner 5,9 % und LINKE 4,8 8%.
In absoluten Zahlen relativiert sich das jedoch: Für die Republikaner votierten 37 Mossautaler und für die LINKE 30.
Das Odenwälder Echo schreibt über die Reaktionen von CDU und SPD:
>Pragmatisch sieht auch CDU-Kreisvorsitzende Judith Lannert die deutlichen Verluste ihrer Partei, wovon offenbar die FDP profitiert hat: „Ich bin noch zufrieden, dass die Stimmen nicht woanders hingewandert sind.“ So bleibe das bürgerliche Lager die derzeit stärkste politische Kraft. Und noch etwas freut die Landtagsabgeordnete Lannert: Wie es aussieht, behält der Christdemokrat Michael Gahler (Hattersheim-Okriftel) seine Stellung als Europaabgeordneter mit Zuständigkeit für den Odenwaldkreis<
>Dass seine SPD im Odenwaldkreis leicht zugelegt hat und mit gut 28 Prozent deutlich über dem Bundesergebnis liegt, kann Michael Reuter nicht zufrieden stellen: „Das ist zu wenig.“ Es gelte jetzt, Stimmenwanderungen und Wahlverhalten zu analysieren, so der SPD-Landtagsabgeordnete. Und warum so wenige zur Wahl gegangen sind. Reuter: „Ich vermute mal, wie schon bei der Landtagswahl viele von uns.“<
SPIEGEL ONLINE stellt fest, dass Europa nach rechts steuert:
>Die EU wird konservativer und europaskeptischer: Die Rechte hat die Parlamentswahlen in den 27 Staaten deutlich gewonnen. Die Sozialdemokraten büßen mehr als 50 Sitze ein, besonders drastisch die britische Labour-Partei - die hinter die rechtspopulistische UKIP zurückfiel.[…]
Im ersten vorläufigen Wahlergebnis des Europaparlaments von 1 Uhr nachts wird die konservative EVP-ED-Fraktion auf 267 von insgesamt 736 Abgeordneten geschätzt. Daneben ziehen viele Vertreter EU-kritischer Parteien in andere Fraktionen ein. Größter Verlierer sind die Sozialdemokratischen Parteien Europas (SPE) - sie stellen 159 Abgeordnete, 56 weniger als bisher. […]
Die europäische Wahlbeteiligung ist auf ein neues Rekordtief gesunken. Einer Schätzung des Europaparlaments aus der Nacht zufolge gingen nur rund 43 Prozent der Bürger wählen - der tiefste Stand seit der ersten Direktwahl vor 30 Jahren. Vor fünf Jahren waren es noch 45,5 Prozent.
Besonders wahlmüde zeigten sich die Bürger in manchen osteuropäischen Ländern wie Polen, der Slowakei oder Slowenien. Dort ging Schätzungen vom Abend zufolge nicht einmal jeder Fünfte wählen.<
darüber berichtet(e) heute das Odenwälder Echo und schon gestern die Polizeidirekton Südhessen.
Alle Unfälle ereigneten sich am Samstagnachmittag zwischen 16:58 Uhr und 17:55 Uhr.
>Mossautal/Reichelsheim/Brombachtal (ots) - Alle Einsatzkräfte der Polizei, des Rettungsdienstes, der Feuerwehr bis zur Krisenintervention standen bei einem der schwersten Motorradunfälle der letzten Jahre im Odenwaldkreis unter hoher psychischer und physischer Belastung und arbeiteten dabei hoch professionell und Hand in Hand. Dies war nur ein Unfall eine Serie von Verkehrsunfällen, die innerhalb von einer Stunde zwei tote Motorradfahrer, eine schwerverletzte Motorradfahrerin, eine schwerverletzte Autofahrerin und einen leichtverletzten Motorradfahrer forderten.
Zur Chronologie der Ereignisse am Samstagnachmittag:
Am Samstag (30.) gegen 16.58 Uhr wurde ein schwerer Unfall im Reichelsheimer Ortsteil Spreng gemeldet.
Nach dem jetzigen Ermittlungsstand wollte eine Autofahrerin ihren zunächst vor einem Anwesen abgestellten Wagen auf der Bundesstraße 47 wenden. Vermutlich hat sie dabei eine von Michelstadt in Richtung Reichelsheim fahrende 27jährige Motorradfahrerin aus Kappelrodeck übersehen. Die Motorradfahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen oder ausweichen und prallte mit ihrer Maschine gegen die linke Fahrzeugseite der Autofahrerin. Bei dem Sturz zog sich die Motorradfahrerin schwere Verletzungen zu und wurde stationär im Gesundheitszentrum Odenwald aufgenommen. Auch die schwangere Autofahrerin klagte über Schmerzen und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Um 17.28 Uhr klingelte wieder der Notruf bei der Polizeistation Erbach. Ein aus Richtung Wegscheide in Richtung Marbachstausee auf der Bundesstraße 460 fahrender Motorradfahrer war Ortsausgang Hiltersklingen verunfallt. In einer Linkskurve war er mit seiner Maschine nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der 24jährige Motorradfahrer aus Lorsch prallte gegen eine Erdaufschüttung, wobei er sich leichte Verletzungen zuzog und durch den Rettungsdienst ins Gesundheitszentrum Odenwald gebracht wurde.
Mit Beendigung der Unfallaufnahme auf der Bundesstraße 47 an der Spreng kam für die Einsatzkräfte der Polizei über Funk die nächste Unfallmeldung. Danach seien zwei Motorradfahrer auf der Kreisstraße 211 um 17.55 Uhr von der Spreng in Richtung Böllstein kollidiert. Der Unfallort befand sich ca. 2500 Meter von dem Unfallort an der Spreng entfernt. Vor Ort bot sich den Beamten ein Bild des Schreckens. Zwei Motorradfahrer waren in einer langgezogenen Kurve in der Straßenmitte frontal zusammengestoßen. Beide Motorräder rutschten nach dem Zusammenprall jeweils in ihrer Fahrtrichtung weiter und hinterließen dabei eine Spur von Splittern und Fahrzeugteilen, die sich über 100 Meter erstreckte. Der aus Richtung Böllstein kommende 50jährige Motorradfahrer aus Höchst/Odw war mit einer 4er-Gruppe unterwegs. Er war der Gruppe ein ganzes Stück voraus. Aus der Gegenrichtung, aus Richtung Spreng, kam ihm ein 48jähriger Motorradfahrer aus Reinheim entgegen. Beide trafen sich frontal in der Straßenmitte einer langgezogenen Kurve. Obwohl Ersthelfer sofort zur Stelle waren, konnte der eintreffende Rettungsdienst beiden verunfallen Motorradfahrern nicht mehr helfen. Beide Unfallopfer verstarben noch vor Ort an ihren schweren Verletzungen. Da sich in der 4er-Gruppe auch nahe Angehörige des tödlich Verunfallen befanden, wurden zwei Teams der Notfallseelsorge und Krisenintervention alarmiert und betreuten vor Ort die Angehöriger und Ersthelfer. Die Feuerwehr Brombachtal wurde zur Unterstützung angefordert und sperrte die Kreisstraße 211 zwischen Abzweig Spreng und Abfahrt Hembach (Ortsteil von Bormbachtal). Zur Unfallermittlung wurde ein Sachverständiger durch die Polizei hinzugezogen. Die Kreisstraße war bis 21.56 Uhr für den Verkehr gesperrt.< Text und Bild: ots / obs / Polizeipräsidium Südhessen / news aktuell
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"Denn hier ist nichts, was es scheint.". Albert Ettinger über Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald".
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