Unter diesem Titel schrieb am 06.10.2006 das Hamburger Abendblatt:
>Im Kampf gegen die Korruption hat die niedersächsische Justizministerin Elisabeth Heister – Neumann (CDU) eine Telefonüberwachung möglicher Straftäter sowie eine Kronzeugenregelung gefordert. Die Strafverfolgungsbehörden seien zwingend auf „Insideranzeigen“ angewiesen. Hinweisgeber sähen aus Angst um ihren Arbeitsplatz aber häufig von einer offenen Anzeige ab, sagte die Ministerin bei einem Sicherheitsforum in Hannover.
Fachleute aus Justiz und Wirtschaft hatten auf Einladung der Niedersächsischen Industrie –und Handelskammer über rechtliche Folgen, Präventions- -, sowie Aufdeckungsansätze informiert. Deutschland liegt nach einer Studie der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International weltweit auf Platz s i e b e n der am stärksten von Korruption betroffenen Nationen.<
An dieser Stelle sollte nicht übersehen werden, dass auch Bürgerrechtler vom 29.09.2006 bis 01.10.2006 in Iserlohn eine Tagung unter dem Titel „Zivilcourage in der Risikogesellschaft“ veranstaltet haben. Bürger, die gegen Korruption und Filz in den Behörden (dazu gehören auch die Justiz in ihrer Gesamtheit: Staatsanwaltschaft, Richterschaft, ermittelnde Polizei) Alarm schlagen, erhalten bei der Internetplattform whistleblowerinfo.de Informationen und Hilfe.
Weiteres Zitat aus dem Artikel der Hamburger Morgenpost: > „Das Schlimme an der Korruption ist, dass sie zu einem Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Lauterkeit der Entscheidungsträger führt“, sagte Clemens Eimterbäumer von der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Hannover. Dies sei oft höher zu bewerten als der nicht immer konkret zu beziffernde materielle Schaden. Das Täterprofil zeige einen ehrgeizigen, besonders kompetenten Mann (Anm.: oder eine ehrgeizige kompetente Frau) in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen mit erheblichen Macht- und Entscheidungsbefugnissen. „Zumeist ist er (sie) das beste Pferd im Stall“, erläuterte Eimterbäumer.“<
Es ist bei den Verantwortlichen in unserem Land also durchaus bekannt, dass „etwas faul im Staate (hier nicht Dänemark, sondern Deutschland) ist“, so wie es in der Bevölkerung gewusst und bei nicht Betroffenheit verdrängt ist.
Da Filz und Korruption aber unser aller Leben unmittelbar betreffen kann, bereits jetzt mehr betrifft, als sich die meisten von uns bewusst sind, sollten sich alle mündigen Bürger zur Wehr setzen und die gewissenhafte Einhaltung der Gesetze von sich und von den „Machern und –innen“ fordern.
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"Denn hier ist nichts, was es scheint.". Albert Ettinger über Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald".
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Juni 10th, 2007 at 11:11
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