Morddrohungen?? Odenwälder Bloggerin Claudia Trossmann schaltet sich in Kontroverse um Israel-Kritiker Jürgen Cain Külbel ein


Diese Kontroverse wird derzeit unter anderem in Marcel Bartels Weblog „Mein Parteibuch“ geführt.
Der als Kommunist geltende Jürgen Cain Külbel war nach eigenen Angaben von 1974 bis 1988 Kriminalist in der DDR und schreibt heute als Journalist u.a. für die Zeitschriften „Neues Deutschland“, „Junge Welt“ und für die syrische Tageszeitung „Al Watan“.
Külbel ist entschiedener Gegner der israelischen Politik und verdächtigt beispielsweile im (libanesischen) Mordfall Hariri den israelischen Geheimdienst der (Mit-)Täterschaft.
Dazu gibt es von ihm auch ein Buch: „Die Mordakte Hariri – unterdrückte Spuren im Libanon„.
Es verwundert nicht, dass ihm dies Sympathien von Seiten Syriens oder auch von Seiten islamistischer Strömungen einträgt.
So war er auch ein willkommener Interviewpartner des mit dem iranischen Regime sympathisierenden Online-Portals „Muslim-Markt“.

Trotz wohlwollender Haltung gab sich selbst der „Muslim-Markt“ überrascht von Külbels Thesen.
Dazu ein Auszug aus diesem Interview:

„Külbel: Das trat ja dann auch am 11. September 2001 ein. Drei Tage später nannte Wolfowitz die Täter: den verstorbenen Osama bin Laden, Al Kaida, Saddam Hussein. […]

Muslim Markt: Jetzt überraschen Sie uns aber. Wir wussten noch nicht einmal sicher, dass USAma bin Laden jemals gelebt hat und Sie wollen wissen, dass er verstorben ist. Woher haben Sie diese Information?

Külbel: Ja, ich gebe vor, das zu wissen. Da ich darüber gerade arbeite, nämlich an einem Buch mit dem Arbeitstitel „Osama bin Laden – Welttheater mit Leiche“, möchte ich ungern darüber sprechen. Aber einigen wir uns an dieser sensiblen Stelle einfach auf den „Markenartikel“ Osama bin Laden oder auch USAma bin Laden, der zugleich PR-Plattform für Freund und Feind ist.<

Ähnlich überraschende Thesen bietet Külbel auch zum Mordfall Hariri, dazu ein Auszug aus einem Interview mit dem „Junge Welt“-Autor Jürgen Elsässer, Überschrift: »Es gibt keinen Beweis für die syrische Spur«
Recherchen zum Mordfall Hariri und neue Erkenntnisse über US-amerikanische oder israelische Drahtzieher.

>UN-Generalsekretär Kofi Annan konnte Anfang 2005 gerade mal den eigenen Hintern und Posten retten; sein Sohn war massiv in den Oil-For-Food-Skandal verwickelt, es ging um korrupte Geschäfte mit irakischem Öl. Natürlich war Annan dadurch erpreßbar geworden, und er spurte gegenüber den Amerikanern wie ein unterwürfiger Dackel: Eifrig installierte er seine sonderbare UN-Kommission in Beirut, um den Mord aufzuklären. Den Ermittlern injizierte er ins Hirn, »der syrischen Spur« nachzugehen – und nur dieser Spur.
Pikant: Carla del Ponte, Chefanklägerin gegen Slobodan Milosevic in Den Haag, schlug ihren Freund, den deutschen Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis, als Chef der UN-Kommission vor. Mehlis erledigte die Drecksarbeit – er war der geeignete Mann dafür – und fabrizierte zwei schwammige Reporte, in denen gekaufte, erpreßte oder mutmaßlich gefolterte Belastungszeugen gegen die Syrer zu Wort kamen. Als diese Zeugen ihre Aussagen später zurückzogen, stand Mehlis ziemlich blöd mit seinem Lügengebäude vor der Weltöffentlichkeit.<

Ob Osama Bin Laden oder Mehlis und Hariri: Külbel präsentiert also selbstgewisse Thesen und spart nicht mit Invektiven.
Ob er nun den scheidenden UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Kofi Annan mit einem „unterwürfigen Dackel“ vergleicht oder die Untersuchung von Mehlis im Mordfall Hariri als „Lügengebäude“ oder „Drecksarbeit“ tituliert.

Külbels scharfe Worte haben ihm von verschiedener Seite auch scharfe, persönliche Kritik eingebracht. Unter anderem im Weblog „Lizas Welt„.
Gegen den namentlich unbekannten Betreiber von „Lizas Welt“ hat Külbel mittlerweile Strafanzeige wegen „Verdachts der Üblen Nachrede und Verleumdung“ gestellt.
Die Texte von „LIZAS WELT“ seien „Teil einer medialen Schmutzkampagne„, die von einer „Blogger-Gemeinschaft“ gegen ihn geführt würde.

Die Odenwälder Kulturbloggerin und WASG-Aktivistin Claudia Trossmann gehört sicher nicht zu dieser „Blogger-Gemeinschaft“.
Ihre Sympathien gelten allgemein der Linkspartei und im speziellen Fall Jürgen Cain Külbel.
Wie Külbel sieht auch sie als bösen Demiurg und Urheber vieler Übel die USA und häufig (jedenfalls im Nahen Osten) Israel.
Die von einem Ex-Stasi-Mann chefredigierte „Junge Welt“ ist Sprachrohr dieser Position.
Dort hegt(e) man Sympathien für Milosevic, weil und wenn er gegen die USA stand – auch wenn er für eine mörderische Politik gegenüber den bosnischen und kosovarischen Muslimen verantwortlich war.
Und man hegt wieder Sympathien für fundamentalistische Muslime, wenn und weil diese gegen die USA stehen.
Für die USA verwendet Külbel mitunter auch als Synonym „Mordamerika„: Das liest sich dann so:

>Der Schnitter Tod, geheißen Mordamerika, streift Beute machend um die Welt. Wo er Pretiosen zu rauben gedenkt, pausiert er […]
Stumm, mit lastendem Schatz auf dem Rücken, stapft der verderbliche Nomade hernach weiter, nächsten Fang im Visier, hinterläßt Leichen, Trümmer, Grauen, Verzweiflung, Unfrieden.
[…]< [Hervorhebung von uns]

Das ähnelt Aussagen des früheren Linksextremisten und heutigen Rechtsextremisten Horst Mahler, es ähnelt auch der klassischen antisemitischen Suada – man muss lediglich „Mordamerika“ (Külbel) durch Mahlers Begriff der („jüdischen“ US-) „Ostküste“ ersetzen.
In einem offenen Brief an Salomon Korn, den Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, fragt Külbel:

>Zudem frage ich, was den Zentralrat der Juden in Deutschland bewegt, immer wieder Einfluß auf deutsche Politik – unabhängig von deren Wert oder Güte – und Medien zu nehmen; damit meine ich Rücktrittsforderungen, die an Politiker formuliert werden … Normalerweise dürften Sie und Ihre Organisation nicht mehr und weniger Einfluß auf deutsche Politik und Medien haben als Hausmeister Krauses Dackelverein. Oder?< [Hervorhebungen von uns]

Solche Positionen decken sich mit denen von Rechtsextremisten, weswegen einige Kritiker hier von einer rotbraunen Querfront sprechen.

Claudia Trossmann, mit Külbel sympathisierend, belehrte nun Marcel Barteils in seinem Weblog „Mein Parteibuch“ über die Kritiker von solcherart Roten (und Braunen):

>Was mir die letzten Monate aufgefallen ist: Sie sind wenige, aber sie sind laut. Ob ihre Argumente einer Wertkritik [Anm.: was nur ist eine „Wertkritik“?] standhalten würden, bezweifle ich.
Was ich allerdings noch für gefährlicher erachte: Es gibt Menschen, die sich vom antideutschen Weltbild zu Morddrohungen hinreißen lassen. Ob diese ernst gemeint sind oder nicht, kann ich derzeit nicht beurteilen. Dies Morddrohungen sind nicht nur ganz real per Anruf etwa, sondern auch in der sogenannten Blogosphäre.
Auch deshalb sind sie für mich intellektuelle Brandstifter, denen ich sehr kritisch gegenüberstehe
. Allerdings gehe ich angesichts ihres eigenen Anspruchs an „politischer Vernunft“ davon aus, dass sie dies wohl eher wissentlich in Kauf nehmen, dass ihre Aussagen Andere zum Anlass für Morddrohungen nehmen. Also von daher bitte von der eventuell später aufkommenden Entschuldigung Abstand nehmen: „Das hätte man nicht gewollt!“
Meiner Meinung nach neigt ihre Argumentation zu Bullshit.

Was Antideutsche zumeist sehr gut beherrschen, ist die von ihnen Kritisierten persönlich anzugreifen, zu diffamieren oder sie gar durch sinnentstellte Zitate – etwa durch aus dem Zusammenhang gerissene Teilsätze – in politische Ecken zu stellen, denen man zu Recht Rassismus in allen Varianten attestieren kann.
Eine gewisse Brillanz im Umgang mit Totschlagargumenten oder Killerphrasen ist ihnen allerdings eigen. [Anm.: Meint sie damit Begriffe wie „Mordamerika“?]
Beispiele gefällig? Man lese die bisherigen [Anm.: wo nur?] und wohl auch noch folgenden Kommentare. Denn wie erwähnt: Sie sind wenige, aber laut und sich nicht zu schade, Rankism [Anm.: ist das so etwas wie „Wertkritik“?] zu fördern, indem sie Menschenrechte und Völkerrecht nach ihrem Gusto recht einseitig definieren. Aber da eifern sie ihren Idolen nach.< [Hervorhebungen von uns]

Man wüsste von Claudia Trossmann („Beispiele gefällig?“) gerne, wer denn da wann und woMorddrohungen ganz real … per Anruf etwa“ gegen wen ausgestoßen hat. Oder handelt es sich bei dieser Aussage um schlichten „bullshit“?
Die angeblichen Täter sollen sich angeblich „vom antideutschen Weltbild zu Morddrohungen hinreißen“ lassen – was ein schlagendes Argument gegen die noch immer mysteriösen „Antideutschen“ ist.

Der wie gesehen (Mordamerika) ausgesprochen „differenziert“ argumentierende und redende Külbel hat sich inzwischen bei der Odenwälder Bloggerin für den Beistand bedankt:

Das ist für mich eine Pflicht meinen Mitmenschen gegenüber, denn offensichtlich gehen von diesem unsäglichen Netzwerk – wie Claudia Troßmann mutig bemerkte – Morddrohungen, Verleumdungen, Beleidigungen aus, die sich gegen “ausgewählte” Personen des öffentlichen Lebens richten.“

Bemerkenswert am Kommentar der „Kultubloggerin“ ist unter anderem auch dies: Es ist nicht lange her, dass Claudia Trossmann vehemente Morddrohungen gegen Kritiker des politischen bzw. fundamentalistischen Islam als „Pressefreiheittheater“ abtat.
In der Kontroverse um die (dänischen) Mohammed-Karikaturen sah sie die massiv bedrohten Karikaturisten und Blatt-Macher als die eigentlichen Übeltäter.

Und als auf einer Website der Odenwälder WASG im Rahmen einer politischen Kontroverse die komplette Privatadresse des Herausgebers der Odenwald-Geschichten fettgedruckt und in großen Lettern gezeigt wurde, mochte sich Claudia Trossmann weder als Bloggerin noch als WASG-Mitglied von dieser Praxis der eigenen Partei distanzieren.
Erfreulicherweise hatte sich später Stephan Krieger für diesen Missgriff entschuldigt.

Ein Gedanke zu „Morddrohungen?? Odenwälder Bloggerin Claudia Trossmann schaltet sich in Kontroverse um Israel-Kritiker Jürgen Cain Külbel ein“

  1. Über Külbels Welt von gut und böse könnte man nächtelang nachdenken, wenn es nicht so schrecklich langweilig wäre.

    Ich bin der Auffassung, das man ihn dort einordnen soll, wo er nach meiner Auffassung hingehört.
    Er wird für sein „Wirken“ bezahlt und fertig.
    Seine Arbeitgeber bestimmen die Regeln und Külbel kuscht.
    Das war es, was er in der DDR als Kriminaler gelernt hat.

    Da wurde nicht hinterfragt, sondern als Befehlsempfänger hatte man widerspruchslos zu gehorchen.

    Seine jetzigen „Arbeitgeber“ sind sicher äußerst zufrieden mit seinem fast schon unterwürfigen Gehorsam.
    Ob er persönlich hinter den Dingen steht, die ihm da in die Feder diktiert werden, kann man spekulieren.
    Ist aber eigentlich auch egal.
    Leute wie Külbel, die dem großen Guru bedingungslos folgen, wird es immer geben.
    Es gibt nun mal Menschen, die ohne so etwas nicht leben können.

    Lasst ihn seine Aufträge ausführen, wie seinerzeit in der DDR. Das hat er gelernt , das kann er und mehr verlangt von ihm im Prinzip auch niemand.

    Fast bin ich geneigt, ihm mein Mitleid zu bekunden.
    Im innersten seines Herzens ist er eigentlich ein schrecklich einsamer Mann.

    Andererseits muß er damit leben, für seine Veröffentlichungen die Kritik einzustecken, die eigentlich seinen Hintermännern gebührt.
    Die ziehen es offensichtlich vor, die Deckung nicht zu verlassen.

    Somit bleibt nur Külbel übrig.

    Ist schon alles dumm, wenn ich so darüber nachdenke….

    Die Stimmen seiner „Führungsoffiziere“ aus dem Hintergrund werden zunehmend schärfer und der arme Külbel mittendrin.

    Alles gute weiterhin, bester Herr Külbel.

    P.S. Warum schreiben Sie nicht mal ein Buch?
    Wäre doch mal interessant, Ihre persönlichen politischen Ansichten über die Welt von gestern, heute und morgen kennenzulernen!

    Der Titel könnte lauten: Jürgen Cain Külbel persönlich, wie ihn niemand kennt.

    Wie Sie es vielleicht bemerkt haben sollten, glaube ich immer an das Gute im Menschen.
    Bei Ihnen mache ich da keine Ausnahme.

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