Vor über 2 Jahren, am 14. 9. 2002, erschoss ein in Rehbach wohnender Türke seine 5 Jahre jüngere Ehefrau, die zu diesem Zeitpunkt als Küchenhilfe im Restaurant “Erlenhof” in Erlenbach arbeitete. Ein Kapitalverbrechen, über dem seit 2 Jahren ein Mantel des Schweigens liegt: Es wurde über den Ausgang der Ermittlungen nichts berichtet, nichts über eine Anklage, nichts über einen Prozess, nichts über eine Verurteilung.
Bereits vor einem Jahr schrieb ein Buchverleger zu diesem Skandal:
>Leider habe ich seit über einem Jahr nichts über den Mord an einer Frau in der Hotelküche ERLENHOF in Erlenbach gelesen. In der OHZ erschienen zwei kurze Mitteilungen kurz danach, dann nichts mehr. Fand ein Prozeß statt, hatte die Frau Kinder, was war der Hintergrund? Nichts war zu hören oder zu lesen. Wie können die Medien, die Politik so über einen Mord hinweggehen? Ich bin nach wie vor fassungslos.< Nach einem weiteren Jahr des Schweigens kann man noch fassungsloser sein.
Wer richtet endlich eine Anfrage an die Staatsanwaltschaft Darmstadt bzw. den zuständigen SPD-Oberstaatsanwalt Georg Werner Balß über den Verlauf des Strafverfahrens??
Das Darmstädter Echo berichtete heute über einen laufenden Prozess am Landgericht Darmstadt. Dort wird über einen bestialischen "Ehrenmord" verhandelt, den ein Jordanier an seiner gerade 17 Jahre alten Tochter verübt haben soll - unter Mitwirkung seiner beiden Söhne:
>Die drei Männer misshandelten laut Anklage im Oktober 1997 das Mädchen schwer und erschlugen es dann mit einem Beil oder einer Machete. Die 17-Jährige soll sich geweigert haben, ihren italienischen Freund zu verlassen und einen vom Vater in Jordanien ausgewählten Mann zu heiraten.
Zur Tat war es laut Anklage in der Wohnung des 37-jährigen Bruders gekommen. Dort soll das Mädchen von den drei Männern so lange geschlagen und getreten worden sein, bis es bewusstlos zusammenbrach. Dann habe man – auch auf Drängen der Mutter – beschlossen, das besinnungslose Opfer zu töten. Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft die Wiederherstellung der Familienehre. Außerdem sei es darum gegangen, der Strafverfolgung zu entgehen. Der Vater ist bereits wegen Kindesmisshandlung vorbestraft. Laut Anklage wurde das bewusstlose Mädchen nach seiner Misshandlung in einem Wald in Viernheim erschlagen. Anschließend habe man die Leiche unter Ästen im Wald versteckt. Dort wurde sie nach einem anonymen Anruf bei der Polizei Ende Januar 1998 gefunden…Der Vater und der ältere Bruder, die im Oktober 1997 nach Jordanien gingen, waren dort bereits wegen Mordes an der 17-Jährigen angeklagt worden. Sie wurden jedoch in dem Verfahren aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Das jordanische Gericht sah es als nicht als erwiesen an, dass es sich bei der im Viernheimer Wald aufgefundenen stark verwesten Leiche um das Mädchen handelte, obwohl ein Zahnvergleich die Identität bestätigt hatte. Als der Vater und der ältere Bruder Anfang des Jahres wieder nach Deutschland einreisten, wurden sie festgenommen. Massiv belastet werden die beiden Brüder und der Vater, die vor Gericht keine Angaben machten, von einer anderen Tochter der elfköpfigen Familie. Die 33-Jährige hat bei der Polizei umfangreiche Aussagen zur Tat und zu den Hintergründen gemacht. Sie gilt als Kronzeugin der Anklage. Da sie bereits mehrfach mit dem Tod bedroht wurde, steht sich unter Zeugenschutz. Die junge Frau soll heute unter großem Sicherheitsaufwand als Zeugin vor dem Schwurgericht aussagen. Gegen die in Jordanien lebende Mutter läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Anstiftung zum Mord.< Quelle: Echo
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"Denn hier ist nichts, was es scheint.". Albert Ettinger über Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald".
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