CDU wirft Bundesregierung „Lug und Trug“ bei Arbeitslosenstatistik vor – Anonymer Kommentator weist auf Odenwälder Zahlenspiele hin

> „Lug und Trug“ hat der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Franz Josef Jung, der Bundesregierung im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen vorgeworfen. „Hier werden Statistiken geschönt und die Menschen belogen.“ Bundes­wirtschaftsminister Clement und die Bundesagentur für Arbeit (BA) würden die Arbeitslosenzahlen aus den optierenden Kommunen vorsätzlich nicht einrechnen, kritisierte der Abgeordnete. Die genauen Zahlen seien „sehr wohl“ bekannt, außerdem lägen Schätzzahlen vor.
Den Menschen sollte vor den wichtigen Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen „Sand in die Augen gestreut werden, um das Ausmaß der Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt zu beschönigen“, kritisierte Franz Josef Jung. „Mehr als 200.000 Langzeitarbeitslose kommen in der Statistik gar nicht vor. Mit dieser Manipulation soll die Statistik auf unter 5 Millionen Arbeitslose gedrückt werden.“ Angesichts der tatsächlichen Zahlen sei es „zynisch“, wenn Clement von einer positiven Entwicklung spreche. Der CDU-Fraktions­vorsitzende forderte Clement und die BA am Dienstag auf, künftig keine „Wunsch­zahlen“ zu veröffentlichen. Die Bundesregierung müsse der Realität endlich ins Auge sehen und ihren Kurs ändern.
Auch in der hessischen BA-Statistik werde getäuscht. Rund 30.000 Sozialhilfe­empfänger aus den Optionskommunen seien nicht bei den Arbeitslosenzahlen berück­sichtigt. „Diese Art von Manipulation hat ganz offensichtlich System“, kritisierte Jung. Die parteipolitischen Spielchen der Bundesregierung müssten ein Ende haben. < Quelle: www.cduhessen.de

Ein anonymer Kommentator schrieb am 1. 5. in unserem Pinboard:
> Schaut euch mal die Arbeitslosenstatistik vom April im Vergleich zu März im Odenwald an. Auf einmal hat der Odenwald praktisch ein halbes Tausend weniger Arbeitslose. Kenner der Odenwald-Szene dürften auch wissen warum. Im April wurden die unter 25jährigen ehemaligen Arbeitslosenhilfebezieher, die vormals von der Agentur für Arbeit betreut wurden, an das Optionsmodell Odenwaldkreis, kurz die Schnur-Lust-Behörde im ehemaligen Postgebäude, übergeben. Und schon erscheinen die Arbeitslosen nicht mehr in der Statistik.
Es stellt sich die Frage, ob dies verzögert wird, um z.B. den Wahlkampf von SchnurŽs genossen im Norden der Republik zu unterstützen. Schliesslich werden mit solchen Maßnahmen nicht nur lokale Arbeitslosenstatistiken immens gefälscht sondern auch die Statistik auf Bundesebene. Es dürfte Wolfgang Clement freuen, dass er mit solchen Maßnahmen wie im Odenwald rechtzeitig zum Wahlkampf im Norden verkünden kann, dass die Arbeitslosenzahl unter 5 Mio gesunken sei ( wobei diese Statistik eh schon verfälscht ist)…Es war idefalls sehr lustig die Arbeitslosenzahlen im Echo Odenwald – vor ein paar Tagen veröffentlicht – anzuschauen. Der Odenwald nimmt die übliche berühmt-berüchtigte Position in der Region Starkenburg ein. Keinem Kreis war es gelungen, derart schlagartig die Arbeitslosenzahlen statistisch zu verringern.
Theoretisch könnte es natürlich auch sein, dass inzwischen 500 „Auszubildende“ der BAW fleissig Telekom-Besitz mit bunter Farbe anstreichen. Hier nehme ich Bezug auf einen Bericht aus dem Echo vor 2 Wochen… <

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