Augenzeugenbericht zu Todesschüssen in Heppenheim: Erschoss Polizei psychisch kranken Rentner tatsächlich aus „Notwehr“?

Administrator, 27 Dezember 2007, 14 comments
Categories: Polizei, Todesschüsse in Fürth, Todesschüsse in Heppenheim

Solche „offenen Fragen“ werden nun auch in einer aktuellen dpa-Meldung gestellt:

>Nach einer Messerattacke auf Polizisten ist ein 66-Jähriger in Heppenheim von Sondereinsatzkräften erschossen worden. Zu dem Vorfall am späten Heiligabend blieben auch gestern noch viele Fragen offen. Die näheren Umstände werden derzeit untersucht, sagte ein Sprecher des ermittelnden Landeskriminalamtes in Darmstadt. Zum Beispiel sei noch unklar, wer der Schütze war und ob es sich tatsächlich um Notwehr handelte.< Quelle: echo-online.de, Heppenheim: Polizei erschießt 66-Jährigen – Offene Fragen, 27. 12. 2007 [Hervorhebungen von uns]

UPDATE: Der hessische Rundfunkt berichtet aktuell, dass die für die Todesschüsse Verantwortlichen voraussichtlich der „Körperverletzung mit Todesfolge beschuldigt“ würden.

Konkret heißt es in dem Bericht:

>Der Mann, der an Heiligabend in Heppenheim von einem Sondereinsatzkommando der Polizei erschossen wurde, ist von etlichen Kugeln getroffen worden. Die Schüsse stammten aus verschiedenen Waffen.
Wie ein Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft Darmstadt am Donnerstag mitteilte, war der Mann vor allem an Beinen und Armen getroffen worden und an seinen Wunden verblutet. Eine genaue Zahl der an der Leiche gefundenen Einschüsse nannte der Sprecher nicht. Ein oder mehrere Schüsse seien vom Oberarm in den Brustbereich gegangen, wo ein Lungenlappen verletzt wurde.[…]
Die Schussbahnen sprächen dafür, dass die Polizisten den Mann kampfunfähig machen wollten, sagte der Justizsprecher ohne genauere Kenntnis der übrigen Ermittlungsakten. Diese sollen am Freitag vom Landeskriminalamt bei der Anklagebehörde eintreffen. Was das Sondereinsatzkommando nach über acht Stunden Nervenkrieg dazu veranlasst hat, die Wohnung zu stürmen, blieb am Donnerstag ebenso unbeantwortet wie die Frage nach den Schützen.
Wenn sich der Sachverhalt so erhärte, würden die verantwortlichen Beamten voraussichtlich der Körperverletzung mit Todesfolge beschuldigt werden, sagte der Sprecher. Ein sauberes Verfahren sei notwendig, um jeden Verdacht der Mauschelei zu vermeiden.
Im Laufe des Ermittlungsverfahrens könne sich beispielsweise auch herausstellen, dass bei den Beamten kein Verschulden zu erkennen sei.< Quelle: hr-online.de, Tödlicher Polizeieinsatz – Mehrere Kugeln aus zwei Waffen, 27. 12. 2007 [Hervorhebungen von uns]

Das Darmstädter Echo meldet, dass die (von manchen als korrupt beurteilte) Staatsanwaltschaft Darmstadt ein „Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet“ hat.

In verschiedenen Web-Foren wird das Vorgehen des SEK-Kommandos kontrovers diskutiert. Warum wurde der psychisch kranke Rentner nicht mit Tränengas außer Gefecht gesetzt, hätte er nicht zur Aufgabe bewegt werden können – etwa durch Abstellen des Stromes oder der Heizung?
Die meisten mögen nicht glauben, dass ein mehrköpfiges Polizeikommando, das für solche Situationen geschult ist, zu keiner besseren „Lösung“ kommen konnte.
Schließlich hatte man mehrere Stunden Zeit, sich auf die Situation und die Person einzustellen. Dass der verwirrte Mann beim Stürmen seiner Wohnung mit Messern gegen die Polizisten vorgehen würde, hatte er angedroht. Die Beamten waren insofern keiner unvorhersehbaren Situation ausgesetzt.
Keine Geiseln, keine Bombe(n), keine unmittelbare Gefahr für unbeteiligte Dritte … der Polizei dürfte es schwer fallen, der Öffentlichkeit ein solches Vorgehen als professionell zu verkaufen.

Im Leserforum der WELT findet sich inzwischen auch der Bericht eines (angeblichen) Augenzeugen. Unklar ist allerdings, wie er der Szenerie so nahe kommen konnte, sollte er kein beteiligter Polizist gewesen sein.
Er schreibt:

>Ich kann nur erzählen, was ich gesehen habe. Der Mann hatte in jeder Hand je ein Messer: eins war sehr groß (Fleischmesser) von etwa 20 cm. Das andere war kleiner aber auch scharf.
Die SEK-Männer waren in voller Montur: mit Helmen und Schutzwesten. Ich habe 2-3 von ihnen vor der Küchentür gesehen. Ich konnte sehen, wie er nur das große Fleischmesser geworfen hat.
Da war zwischen ihm und der Küchentür ca. 2-3 Meter.
Wo genau die Beamten in dem Moment standen, konnte ich nicht genau sehen: aber ich schätze ca. 2 meter entfernt, da sie genau in diesem Moment angefangen haben die Küche zu stürmen.
Vor dem Sturm hatte er die ganze Zeit geschrieen „Zurück, Zurück“.
Vor dem Sturm hat es der Psychologe oder ein anderer Polizist wahrscheinlich geschafft, ihn zu überreden die Messer weg zu legen, er ist ans Fenster gegangen und gezeigt, dass er keine Messer in den Händen mehr hat und dann hat er wieder nach ein paar Minuten die Messer gegriffen und sie sich an den Hals gesetzt.
Zwischen dem Wurf und den Schüssen vergingen nur ein paar Sekunden. Ob es zum Kampf kam, konnte ich nicht sehen. Was mit dem zweiten Messer war, sah ich auch nicht. Der Mann sah relativ groß aus. Auf dem Tisch standen Flaschen, möglich ist, dass er was getrunken hat. Man hatte beim Sturm das Gefühl, dass die Situation sich absolut in die falsche Richtung entwickelt hat.<

Der gleiche (angebliche) Augenzeuge behauptet an anderer Stelle, er habe 4 bis 8 Schüsse gehört.

Klaus Kühlewind schreibt in der Frankfurter Rundschau, dass der Heppenheimer „mit mindestens sechs, wahrscheinlich noch mehr Kugeln niedergestreckt“ wurde. Dies gehe aus dem Obduktionsbericht hervor:

>Laut Obduktion soll der Mann Einschüsse in beiden Unter- und in beiden Oberschenkeln haben, die durchaus von jeweils einer Kugel stammen könnten. Außerdem sei er in den linken Arm sowie dreimal in den rechten Arm getroffen worden; zwei Projektile seien in die Lunge eingedrungen.<

Schon im Forum der WELT wollte ein Leser wissen, wo und von wieviel Kugeln der Mann getroffen wurde:

>Die Obduktion läuft zwar noch aber soviel ist bekannt: Der Mann wurde von 2 Schüssen getroffen. 1 davon in den Rücken (Höhe Schulterblatt, lt. einem Heppenheimer Arzt).

Der Mann hatte nicht die geringste Chance, schon als das SEK gerufen wurde war sein Schicksal besiegelt. Wie kann er es auch wagen, die Polizei zwischen den Feiertagen zu stören. Wo die doch soviel zu tun haben unsere Bürger vor gestörten U-Bahn-Schlägern zu schützen, oder auch nicht…<

[Hervorhebungen von uns]

Im Forum von focus.de schrieb schon am 25. 12. ein „Nachbar des Erschossenen„:

>Ich kann nur sagen, dass der gestrige heilige Abend ein sehr tragisches Ende hatte, damit hatte keiner gerechnet. Der Mann war etwas verwirrt, aber nicht aggressiv.
Ich versteh nicht warum man ihn nicht vorher überwältigen konnte, er wollte aus dem Fenster springen und saß eine Weile auf dem Fensterbrett, Sprungtuch war auch schon aufgebaut.
Es ist einfach traurig, dass es keine andere Lösung gab.< [Hervorhebungen von uns]

Ebenfalls im Forum von focus.de geht einer „als Psychiater„, von „Totschlag“ aus und fragt nach der Rechtsgrundlage für das Stürmen der Wohnung:

>Ein angeblich hilfloser 66jähriger geht mit „Messern“ (wievielen) auf durchtrainierte und geschulte Polizisten des SEK los, die in seine Wohnung eingedrungen waren. Auf welcher Rechtsgrundlage eigentlich? War ein Psychiater oder Arzt anwesend, oder wenigstens ein Psychologe. Hatten die Beamten Erfahrung in Umgang mit depressiven Störungen? Als Psychiater kann ich nur von Totschlag ausgehen.<

Ein Bericht im Bergsträßer Anzeiger (online unter morgenweb.de) lässt noch offen, ob gegen den (oder die) Todesschützen ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird. Zitiert wird dort der Pressesprecher des Hessischen Landeskriminalamtes Udo Bühler.

>Ob die Schüsse aus ein und derselben oder mehreren Waffen stammten, wie viele Beamte geschossen haben und wo die tödlichen Kugeln den 66-Jährigen trafen, wollte die Polizei nicht sagen. Aufschluss darüber soll die Obduktion der Leiche bringen, die heute oder morgen in der Rechtsmedizin in Frankfurt vorgenommen wird.

Bühler machte auch keine Angaben darüber, wie viele Polizisten vor Ort waren und woher sie kamen. Die Spurensicherung am Tatort wurde noch in der gleichen Nacht durchgeführt. Geschosse und Hülsen wurden sichergestellt.

Am gestrigen zweiten Weihnachtsfeiertag wurde die Vernehmung der am Einsatz beteiligten Spezialkräfte fortgeführt. Nach Abschluss der Ermittlungen durch das LKA in Wiesbaden wird die zuständige Staatsanwaltschaft Darmstadt darüber befinden, ob gegen den/die Beamten ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird oder ob die Schussabgabe gerechtfertigt war und aus einer Notwehrsituation heraus geschah.<

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass es sich um geschulte Einsatzkräfte gehandelt habe:

>Bei beiden Spezialeinheiten (Anm.: SEK und Verhandlungsgruppe) handelt es sich um geschulte Polizeibeamte, die bei Sonderfällen, unter anderem bei Geiselnahmen, Entführungen und Amokläufen, eingesetzt werden. Die Verhandlungsführer sollen beruhigend auf den oder die Täter einwirken und diesen zur Aufgabe bewegen. Trotz stundenlanger Verhandlungen gelang dies im Fall des depressiven Heppenheimers nicht.< ([Hervorhebungen von uns]

Ziemlich peinlich klingt, was bei shortnews.de ein Webreporter mit dem Autorenkürzel jsbach zu der Sache meint:

>Da der Mann bereits psychische Probleme hatte und vermutlich die Weihnachtsstimmung mit dazu beigetragen hat, blieb wahrscheinlich den Beamten keine andere Wahl, als zu schießen. Ein tragischer Vorfall und das ausgerechnet am Heiligen Abend.<

Im Forum von shortnews.de wird allerdings mehrheitlich daran gezweifelt, ob es tatsächlich „keine andere Wahl“ gab, als den Verwirrten totzuschießen.

Es wird dort sogar ein ähnlicher und angeblich persönlich erlebter Fall geschildert, der nicht weniger skandalös wäre, wenn das Geschilderte denn tatsächlich so zutrifft:

>Ein trunkener Mann ist in der Bahn unterwegs und hat in einer Plastiktüte ein kleines Messer dabei. Modell „Schweizer Taschenmesser“ , Klinge etwa 7-8 cm.
Die Strassenbahn wird angehalten , es kommen 3 Streifenwagen mit je 2 Beamten und holen den betrunkenen Mann raus aus der Bahn. Die Beamten haben Westen an, Schlagstöcke in den Händen und 2 haben Pfefferspay in der Hand und 2 der Beamten haben eine gezogene und entsicherte Schusswaffe auf den Mann gerichtet.
Nachdem der trunkene Mann , der weder aufrecht stehen noch geradeaus gehen kann, die Ladung Pfefferspray direkt in die Augen bekommen hat, versucht er sich instiktiv zu wehren und fuchtelt etwas mit dem Messer rum. Einer der Beamten fühlt sich bedroht und schiesst dem Mann aus 3 Metern direkt in die Brust. Natürlich ist der Mann sofort verstorben. Passiert ist das direkt an der Haltestelle gegenüber von meiner Wohnung.< (Quelle: Webreporter „K-rad„)

Comments

14 Responses, Leave a Reply
  1. Jürgen
    28 Dezember 2007, 2:44

    Man muss sehen, dass es kein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung ist, der sich einen solchen Beruf wie z.B. Polizist oder Soldat aussucht.

    Es sind oft Menschen mit hohem Aggressionspotential, die aus Gründen fehlender intellektueller Ressourcen wenig andere Möglichkeiten haben und die sich meiner Erfahrung nach ausserdem politisch oft am rechtsextremen Rand der Gesellschaft befinden.

    Die Frage ist: was kann man mit solchen Leuten sonst anfangen?

  2. Notwehr? - Nachtrag « Kurokasai
    30 Dezember 2007, 3:02

    […] – Nachtrag In den Odenwald Geschichten findet sich eine lesenswerte Zusammenstellung verschiedener Informationen bezüglich der Geschichte […]

  3. Kritiker
    18 Juni 2009, 6:51

    Die neuerlichen Erkenntnisse zum Notwehrschützen Kurass dem Tod von Benno Ohnesorg und den damaligen "sorgfältigen" Ermittlunen der Berliner Staatsanwaltschaft lassen den peinlichen Schluss zu, dass hier nahezu rechtsfreie Räume vorhanden sind.
    Der vermeintliche Dieter Zurwehme (in Realität ein wandernder Familienvater aus Köln) wurde auch ungeahndet von heldenmutigen Beamten durch seine geschlossene Hotelzimmertür erschossen. Auch dieser heroische Polizeieinsatz blieb ungeahndet und die Hinterbliebenen daher ebenfalls ohne finanz. Wiedergutmachung.
    Meine Frage:
    Was unterscheidet (ich betone die Fragestellung und nehme keine Gleichstellung vor) diese Beamte von denen die dienstwillig die Juden in die Züge trieben?
    Was unterscheidet (ich betone die Fragestellung und nehme keine Gleichstellung vor) die ermittelnden Staatsanwälte von dem Juristen Roland Freisler, der von unserer Bundesrepublikanischen Justiz zum Ehrenmann erklärt wurde und seine Witwe eine Erhöhung ihrer Bezüge erhielt, da er im Fall seines Überlebens sicher beruflich aufgestiegen seie.
    Die Antwort mag sich jeder selber geben. Sein evtuelles Entsetzen möge er für sich behalten.

  4. Netzfigur
    23 Juni 2009, 7:28

    Ich glaube kaum, was ich hier an Kommentaren lesen muss. Aus Ihrem Beitrag, Herr Jürgen, sprechen offensichtlich negative Erfahrungen, die mit Verallgemeinerungen, Mutmaßungen und Anschuldigungen angereichert werden. Belastbar ist das, was Sie da von sich geben in keinster Weise. Ich kenne persönlich mehrere Polizisten, die durchaus intelligent und keineswegs schießwütig sind. Und um das gleich zu sagen: Ich habe auch schon negative Erfahrungen mit Polizisten gemacht. Das ändert allerdings nichts daran, die weitaus meisten von ihnen jederzeit, fernab platter Anschuldigungen, als Helfer zu sehen.
    Zum Artikel: Die Wahrheit wird wohl leider noch etwas auf sich warten lassen oder nie ans Licht kommen. Völlig sinnfreie Vermutungen (siehe der Herr Psychater im Text) sind da keinerlei Hilfe.
    Und zu Ihnen, Kritiker, möchte ich mich auf Grund Ihrer verabscheuungswürdigen Vergleiche nicht weiter äußern.

  5. Administrator
    23 Juni 2009, 10:17

    @Netzfigur: Ich stimme Ihnen zu, dass Polizisten nicht pauschal beschuldigt werden sollten. Inakzeptabel ist jedoch auch, sie über das Gesetz zu stellen und bei schweren Verfehlungen vor juristischer Verfolgung zu schützen.

  6. @Administrator
    14 Juli 2009, 3:36

    Damit haben Sie Recht. Dem bleibt mir nichts hinzuzufügen.

  7. Schmidt, Eberhard
    16 Juli 2009, 8:44

    Nochmals meine Frage: Ist ein Strafbefehl ohne Unterschrift gültig?

  8. Schmidt, Eberhard
    17 Juli 2009, 9:14

    Zum ununterschriebenen Strafbefehl. Das Justizministerium Berlin teilte mir mit, dass ein Strafbefehl ohne Unterschrift uongültig sei. Das Amtsgericht Heidelberg ist da ganz anderer Meinung, es würde genügen, wenn ein ergangener Strafbefehl mit Unterschrift – die wurde natürlich nachträglich angebracht- sich in den Akten befindet. Wem darf man nun glauben? Und von den 16 Beleidigungen wurde mir vom Gericht – auf Anfrage natürlich – auch keine Auskunft erteilt. Also ich weiß bis heute nicht, um welche 16 Beleidigungen es sich handeln soll. Aber was solls, Bürger werden vergewaltigt, Bürger werden unschuldig ins Gefängnis gebracht usw. und so fort. Es ist so als wäre Krieg und kein geht (schaut) hin. Damit ich nun endgültig die 16 Beleidigungen schlucke, erhielt ich ein Gutachten von einem Prof. aus Wiesloch, der dem Gericht bescheinigt, mir fehlt nach § 20 StGB die Einsichtsfähigkeit – was bedeutet nur dies wieder – Ich habe meinen Fall einmal der EU-Kommission gemeldet, denn in unserer Gesellschaft hat man nicht einmal das Recht nach Art. 6 "Recht auf ein faires Verfahren" Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten. Aber ich werde nicht resignieren wie es die meisten Bürger in unserem Lande tun, nur um seine Ruhe vor den Rechtsbeugern unserer Justiz zu haben.

  9. Schmidt, Eberhard
    21 Juli 2009, 8:04

    Doping bei der Justiz?
    Natürlich, es muss doch erst ein Gesetz her, es nennt sich Legalitätsprinzip, ohne dieses Gesetz ist eine Kontrolle nicht möglich. Wer dies nicht glaubt, sollte einmal einen Prozessführen. Sie werden als Querulant belächelt und kaltgestellt – und wenn Sie nicht "Einsichtig­keit" an den Tag legen, kommt ein Gutachten eines Psychiaters – der wohl selbst Hilfe benötigt – und den Sie nie gesehen geschweige denn der sie untersucht hat – es geschieht im Namen des Volkes und Sie werden abgeführt. Die dem Bürger zustehenden Menschenrechte gibt es nur auf dem Papier. In einer schönen  skrupellosen und korrupten Gesellschaft ohne Rechte leben wir. Unsere Justiz hat schon lange den Respekt und die Anerkennung verloren. Zur Vertuschung von Rechtsbeugungen lässt die Justiz nichts anbrennen. Bei Einhaltung unserer Gesetze würden unsere Gefängnisse nicht ausreichen!

  10. Netzfigur
    23 Juli 2009, 7:04

    @Schmidt, Eberhard: Und was hat das Ganze jetzt mit dem Artikel zu tun? Abgesehen davon ist Juristerei derart komplex, dass man zu einem Sachverhalt eigentlich niemals etwas stichhaltiges sagen kann, wenn man ihn nur von einer Seite und aus dem Mund eines Laien (bitte nicht als Herabwürdigung auffassen!) hört.

  11. Schmidt, Eberhard
    27 Juli 2009, 3:17

    Lieber Administrator, auf meine Frage zum ununterschriebenen Strafbefehl wissen Sie als angeblicher Fachmann wohl auch keine Antwort. Es stimmt, ich bin Laie. Aber dies gibt Ihnen noch längst nicht das Recht, mich zu beleidigen, dies tun schon die Richter aus Heidelberg zu genüge, und da gegen Richter keine Amtsermittlungen erfolgen dürfen, können diese ruhig alle Bürger in unserem Lande beleidigen und Rechtsbeugungen vornehemen. So war es schon vor 5000 Jahren und ein Ende ist nicht in Sicht, denn das Legalitätsprinzip wieder aus dem Grabe zu holen, dazu fehlt es an Mut.

  12. Administrator
    28 Juli 2009, 8:50

    Herr Schmidt: Ich bin kein Fachmann, was Strafbefehle angeht und habe derartiges auch nirgendwo behauptet. Und wo soll ich Sie "beleidigt" haben?

  13. Schmidt, Eberhard
    28 Juli 2009, 10:20

    Urteil Kassiererin
    Wenn man die Beweise der Kassiererin vernichtet und die Richter es nicht nötig haben, eine Beweissicherung vorzunehmen – nach dem Legalitätsprinzip können die Richter sich ja den Unschuldigen aussuchen eine Kontrolle für Nachforschungen gibt es auch nicht – wie soll denn dann eine Kassiererin lzu Ihrem Recht kommen. Für mich betrügen unsere Richter. Hat oder will dies keiner erkennen?

  14. Schmidt, Eberhard
    28 Juli 2009, 10:24

    Lieber Administrator, oh armes Deutschland, wenn keiner weiß, ob ein Strafbefehl unterschrieben sein muss oder nicht. Vielleicht hat es etwas mit Verantwortung übernehmen zu tun. Wie damals unser Herr Filbinger. Aber damal hatten wir ja ein anderes Deutschland oder?

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