Zeit der Aufklärung zweiter Teil: Bert Steffens über Würde, Ehre und Wahn

Administrator, 23 Juni 2008, No comments
Categories: Gesellschaft

Mein Schmerz trägt deinen Namen: Ein Ehrenmord in Deutschland

Der hier als pdf-Dokument publizierte Text wurde uns von Bert Steffens (Andernach) zur Verfügung gestellt.
Sein vorausgestellter Aphorismus verdient (oft) zitiert zu werden:

>Wenn es denn richtig ist, dass Eigentum verpflichtet,
wie muss dann erst Denkvermögen verpflichten!<

Er selbst fasst seinen 15 Seiten umfassenden (neuen) Text so zusammen:

>“Ehre“? „Ehrenmord„? „Beleidigung“? „Würde“?
Was haben diese Begriffe mit Deutschland und damit mit uns Bürgern zu tun?
Natürlich wird die Leserin oder der Leser spontan an jüngste und zurückliegende katastrophale Ereignisse in Familien denken, deren Lebenswelt in besonderem Maße muslimisch bestimmt ist. Aber dies wäre nur ein kleiner Teil der Realität.
Lesen Sie im ersten von insgesamt vier Abschnitten, was die Begriffe in Deutschland bewirken und was den Menschen im beginnenden einundzwanzigsten Jahrhundert und in einer tatsächlich aufgeklärten Welt wirklich ausmacht.<

Steffens setzt sich u.a. mit den Auffassungen von Immanuel Kant auseinander.
Passend zur neuen Titelgeschichte des SPIEGEL („Emanzipation: Was vom Mann noch übrig ist„) finden sich bei ihm auch Überlegungen zur Würde des Mannes:

>Es mutet … anachronistisch an, wenn auch heute regelmäßig der Tod eines Kindes oder einer Frau mehr die Aufmerksamkeit und das Bedauern der Öffentlichkeit findet, als der Tod eines Mannes. Warum? Ist der Mann weniger Mensch, mit weniger Würde ausgestattet, vielleicht, weil er sowieso als „Kanonenfutter“ in menschenverachtenden Kriegen den Mächtigen zur Verfügung steht? Ist er eher verzichtbar und müsste man dann nicht zur Tatsache, dass er das „Pech“ hatte, als männlicher Teil der Spezies Homo sapiens auf die Welt gekommen zu sein, zu ihm bedauernd sagen: „dumm gelaufen, Mann“?
Andererseits wird gleichzeitig der weibliche Teil der Spezies Homo sapiens vom männlichen Teil als solcher mit minderen Rechten oder gar als Mensch minderen Wertes oder als Besitz betrachtet.<

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