TV-Tipp: Odenwälder Islamkritikerin Serap Cileli Gast bei Frank Plasbergs Talkshow „Hart aber Fair“

Administrator, 03 September 2008, 7 comments
Categories: Kultur, Medien, Menschen

Eure Ehre - unser Leid: Ich kämpfe gegen Zwangsehe und Ehrenmord

Ihr erstes Buch „Wir sind eure Töchter, nicht eure Ehre“ veröffentlichte die deutsch-türkische Schriftstellerin Serap Cileli im kleinen Neuthor-Verlag des Michelstädter Verlegers Peter Bosse.
(Bosse, ein geradliniger 68er, ist heute zugleich Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes Erbach-Michelstadt-Mossautal).
Seine anfangs noch unbekannte Autorin ist heute eine profilierte Kritikerin der in weiten Teilen misslungenen Integration.
Thema von Plasbergs Talkshow (ARD, 21:45 Uhr) ist der ab 1. September obligatorisch gewordene Einbürgerungstest für Einwanderungswillige.
Wie angepasst müssen Zuwanderer sein, fragt Plasberg.
Weiter und präziser wird gefragt: „Oder zeigt vor allem der Protest gegen Moscheebauten, dass es eigentlich der Islam ist, den viele nicht einbürgern wollen?
Das wird von vielen Kommentatoren in Plasbergs Gästebuch beantwortet: positiv.
So schreibt dort ein Tommie (gerichtet an die ebenfalls eingeladene Claudia Roth):

>Liebe Frau Roth, im Islam gibt es nicht: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit der Lehre, Freiheit der Forschung, Freiheit der Kunst, Gleichberechtigung, das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, Gewaltenteilung, Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Toleranz, Vielfalt, Menschenrechte (ok, außer den „Kairoern“), Wertschätzung von Bildung. Dafür gibt es: Unterdrückung, Hass, Gewalt, drakonische Strafen, Einteilung des Alltags in „halal“ und „haram“, Alleinherrschaftsanspruch (Stichwort „Herrenrasse“). Was genau macht den Islam jetzt so begehrens-, schützens- und ausbreitungswert für Sie?<

Es erscheint tatsächlich seltsam, dass die Scientology-Sekte in Deutschland „offiziell“ gefürchtet und geächtet wird, während dem ungleich mächtigeren und meist auch politischen Islam mit einer nicht minder totalitären Programmatik Tür und Tor geöffnet wird.
Welche Aufregung würde hier herrschen, wenn Scientology einen (oder viele) „Tempel“ mit den Ausmaßen der in Köln-Ehrenfeld geplanten Zentralmoschee errichten könnte?

Comments

7 Responses, Leave a Reply
  1. Parteibuch
    03 September 2008, 4:22

    Diesen Artikel halte ich aufgrund der enthaltenen Pauschalisierungen für wenig hilfreich bei dem Versuch, den Problemen auf den Grund zu gehen und vernünftige Lösungen aufzuzeigen.

    Einen einheitlichen Islam gibt es genauso wenig wie ein einheitliches Christentum. „Dem Islam“ ist genauso wenig alles das anzukreiden, was irgendwelche Muslime tun, wie es „dem Christentum“ anzukreiden ist, was irgendwelche Christen so alles tun. Zum Verständnis: der evangelischen Kirche in Deutschland ist nicht anzukreiden, dass die vielen an eine Second-Coming-Erlösung nach dem Weltuntergang Armageddon glaubenden evangelikalen Christen das freudige Ereignis des Weltuntergangs gezielt mit Angriffskriegen wie dem Irak-Krieg herbeiholen wollen.

    Anstatt die völlig unterschiedlichen Milliarden von Anhängern derselben Religion in einen Topf zu werfen, ist es nötig zu differenzieren. Wenn man differenziert, dann wird man nicht mehr „den Islam“ mit der auf christlichen Prinzipien beruhenden Scientology-Kirche vergleichen. Stattdessen würde man sich dann genauer anschauen, was die „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“, die die Maschee in Ehrenfeld bauen möchte, predigt.

    Macht man das, stellt man fest, dass dort ein sehr laizistisches Weltbild gepredigt wird, das möglicherweise eher geeignet ist, die Ausbreitung von islamischem Fundamentalismus zurückzudrängen als die Bekämpfung „des Islam“. Selbst des Islamismus völlig unverdächtige Menschen wie Günter Beckstein halten da Reden.

    Fazit: Im Islam ist es genauso notwendig hinzuschauen, wer konkret was predigt und wie handelt, wie es im Christentum notwendig ist. Rückständige mittelalterlich anmutende Vorbeter gibt es übrigens nicht nur im Islam, sondern auch in deutschen Amtskirchen recht zahlreich.

    Wer es nicht glaubt, der möge mal einen kurzen Blick in den Kirchensumpf werfen: http://www.kirchensumpf.org/

  2. Administrator
    03 September 2008, 10:47

    @Parteibuch: Mir sind auch christliche oder jüdische Fanatiker ein Gräuel. Mir ist auch bewusst, dass es unterschiedliche Varianten des Islam gibt – wobei ich den Sufismus und vor allem die Bahai noch einigermaßen sympathisch finde.
    Dennoch: Dem Koran ist das Totalitäre inhärent. Ich teile hier die Ansicht von Ibn Warraq:
    "Nein, der Islam ist keine Religion des Friedens. Sie müssen sich nur den Koran anschauen. Ein Skeptiker hat ihn einmal untersucht. Es hat sich gezeigt, dass es über 560 Passagen mit Gewalt und Grausamkeit gibt und nur ungefähr 60 Passagen, die Toleranz predigen. Das ganze Buch ist übersät mit Drohungen des Höllenfeuers. Der Islam ist totalitär, es gibt strikte Vorschriften, wie man sich waschen soll, mit welcher Hand man essen soll, wie man Liebe machen soll. Die Religion will alles kontrollieren, ist totalitär. Sie will vorschreiben, was man lesen und denken soll und was nicht."
    In der Wikipedia ist über die Scharia, das islamische Recht, Folgendes zu lesen:

    "Die Scharia ist nach ihrem Selbstverständnis universal gültig und muss nach islamischem Verständnis weltweit durchgesetzt werden (siehe auch Karikaturenstreit). Bestimmte Regeln zur Glaubensausübung, wie Gebet und Wallfahrt, sind jedoch nur für Muslime gültig. Nur im Ehe- und Privatrecht sind Ausnahmen vorgesehen. Dafür hat die islamische Rechtsprechung ein besonderes Fremdenrecht und Recht für Minderheiten entwickelt. […]
    Ein Großteil der Scharia muss nach den Grundsatz al-amr bi'l ma'ruf wa n-nahy 'an al-munkar von allen Muslimen, auch mit Gewalt, durchgesetzt werden. "

  3. Netzfigur
    04 September 2008, 7:27

    Wenn man in der Bibel suchen würde, fänden sich dort ebenfalls Aufrufe zum Töten, zur Unterdrückung Andersgläubiger, etc. Die hier geäußerte Islamkritik ist vorgeschoben, um die eigene Angst vor dem "Fremden" zu kaschieren. Jede Religion hat ihre Zeiten, die eben versetzt ablaufen. Der Islam ist vielleicht grade in seiner "Kreuzzug-Zeit", die das Abendland hinter sich gelassen hat. Den Islam als Ganzes als unterdrückende Religion zu bezeichnen ist eine Frechheit und zeugt von Unwissen und vorallem Eins: Intolleranz.
    Wer das Ganze aus gewisser Distanz sieht weiß: Religion ist nicht das, was in den zugrunde liegenden Schriften steht, sondern was und wie sie gelebt wird. Und da können auch wir Christen froh drüber sein.

  4. Ivan Zilic
    05 September 2008, 12:39
  5. Administrator
    05 September 2008, 2:01

    @Netzfigur: Schön, dass Sie für den "Islam in seiner Kreuzzug-Zeit " so viel Verständnis aufbringen. Sind Sie selbst religiös und betrachten Blasphemie als Frechheit? Ich jedenfalls fühle mich der europäischen Aufklärung verpflichtet und nicht religiösem Wahn, egal, ob der im Alten Testament oder im Koran wurzelt.
    Die "Angst vor dem Fremden" können Sie in diesen Schriften verorten, nicht aber hier in diesem Blog.

  6. Administrator
    08 September 2008, 11:48

    @Ivan Zilic: Auf Ihrer Website unterstellen Sie Ihrem früheren Anwalt, er habe vermutlich versucht, Sie zu ermorden.
    In einem Ihnen angebotenen Wasserglas seien auf dem Boden Rückstände sichtbar gewesen.
    Ich nehme an, dass Sie diese "Rückstände" untersuchen ließen und herausfanden, dass es sich um Polonium oder Zyankali handelte.
    Glücklicherweise scheinen Sie ja eine robuste Konstitution zu haben – sonst hätten Sie diesen "Mordversuch" sicher nicht überlebt 😉

    >Am nächsten Tag war die Sache noch immer nicht unterschrieben. Er hat sich auffällig nervös verhalten und mir zum trinken aller paar Minuten Wasser angeboten. Da im Wasserglas einige Rückstände auf dem Boden sichtbar waren und er meinen Widerspruch nicht unterschreiben wollte, habe ich den Verdacht gehabt, dass er mit der Gegenseite irgendeine Manipulation meines Wasser vorgenommen hat. Es war vermutlich ein direkter geplanter Anschlag von der Gegenseite auf mich.<

  7. Netzfigur
    13 September 2008, 12:12

    @Ivan Zilic: Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn Sie das Ihnen widerfahrene Unrecht wenigstens nur in den dazu passenden Themen anprangern würden? Danke.

    @Andministrator, Beitrag 5: Ich persönlich glaube an Gott, bin jedoch weder streng religös noch in irgend einer Weise fanatisch oder finde Religionskritik welcher Art auch immer blasphemisch, solange sie nicht bloß auf Beleidigung abziehlt.
    Meine Devise: Ich glaube an Gott, habe ihn aber noch nicht gesehen. Und aus genau diesem Grund habe ich nicht mehr Argumente für seine Existienz, als jemand anderes gegen seine. Ich denke, dass jeder Gläubige diese Einstellung haben sollte, dann käme man nämlich viel besser miteinander aus.
    Für diese "Kreuzzugzeit" habe ich kein Verständnis, ich wollte damit lediglich ausdrücken, dass das jede Religion durchmacht. Wir haben es zum Glück hinter uns und auch der Islam wird das hoffentlich in absehbarer Zeit haben.

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