Mordfall Kardelen: „Nestbeschmutzerin“ Serap Çileli lag mit ihren Vermutungen (ziemlich) richtig

Eure Ehre - unser Leid: Ich kämpfe gegen Zwangsehe und Ehrenmord [UPDATE: Am 5. Februaer war Serap Çileli in der Talkshow von Johannes B. Kerner zu sehen – zusammen mit der Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen und der Tatort-Kommissarin Sabine Postel. Çileli äußerte sich bei Kerner auch zum Mordfall Kardelen.
Thema der Sendung war „Integration und Missverständnisse“. Dabei ging es vor allem um den derzeit in Hamburg laufenden Prozess gegen Ahmad-Sobair Obeidi (23), der seine 16 Jahre alte Schwester Morsal im Mai 2008 auf grausame Weise getötet hatte. Die Sendung kann auf zdf.de im Livestream gesehen werden. UPDATE Ende]

„Çileli lebt heute unter zum Schutze ihrer eigenen Familie geheim gehaltener Adresse im Odenwald.“

Dies liest man bei Wikipedia über die türkischstämmige Frauenrechtlerin Serap Çileli.
Nachdem Çileli im Mordfall Kardelen schon vor zwei Wochen gegenüber dem Westfalen-Blatt die Vermutung geäußert hatte, der Täter könnte auch ein Türke sein, zog sie weiteren Zorn auf sich.
Darüber berichtete am 23. Januar Uta Rasche in der FAZ:

>Dafür wird sie (Çileli) nun von den beiden auflagenstärksten türkischen Tageszeitungen in Deutschland, „Hürriyet“ und „Sabah“, kritisiert. Die Türken in Deutschland seien entsetzt über die Äußerungen, schrieb „Sabah“ am Donnerstag. Dem Bielefelder „Westfalen-Blatt“ hatte Çileli zuvor gesagt, dass es für ein traditionell erzogenes türkisches Mädchen unwahrscheinlich sei, zu einem Fremden ins Auto zu steigen. Der Täter sei also vermutlich ein dem Mädchen gut bekannter Freund oder Verwandter der Familie.<

Tatsächlich hätte Çileli gut und gerne der Polizei in Paderborn als Profilerin dienen können.
Mordverdächtiger Ali Kur Es gibt kaum noch Zweifel, dass der 29 Jahre alte Türke Ali Kur der Mörder des mittlerweile in der Türkei beigesetzten Mädchens ist. Mit internationalem Haftbefehl wird inzwischen nach ihm gefahndet. Kur wohnte in direkter Nachbarschaft des missbrauchten und ermordeten Mädchens.

Sollte er in der Türkei gefasst werden, würde er nicht nach Deutschland ausgeliefert. Es droht ihm dann ein Strafprozess vor Ort.

Çileli hatte schon in ihrem ersten Buch – erschienen im Michelstädter Neuthor-Verlag von Peter Jochen Bosse – den fragwürdigen „Ehrenkodex“ in traditionell orientierten türkischen Familien kritisiert.
Im Morfall Kardelen, so Çileli, könne dieser Kodex sogar Komplizenschaft zur Folge haben – vorausgesetzt das Mädchen wurde tatsächlich von einem Landsmann missbraucht und ermordet.

Es deutet einiges darauf hin, dass Çileli auch in diesem Punkt recht hatte.
So schreibt Christian Althoff heute im Westfalen-Blatt:

>Montag drangen Polizisten in die Wohnung des türkischen Ehepaares ein, das am Morgen nach dem Mord angeblich in den Urlaub gefahren war. Die Beamten sicherten Haare und andere DNA-Spuren. Diese wurden im Landeskriminalamt Düsseldorf mit dem DNA-Muster verglichen, das im Sperma des Sexualmörders festgestellt worden war.
»Die Übereinstimmung ist so groß, dass es keinen Zweifel gibt«, sagte Staatsanwalt Ralf Vetter, der einen internationalen Haftbefehl erwirkt hat.
Ob Kardelen in der Wohnung des Ehepaares vergewaltigt und erstickt worden ist, steht noch nicht fest. »Die entsprechenden DNA-Untersuchungen laufen«, sagte Jürgen Heinz.

Mordopfer Kardelen Kardelen hatte ihr Elternhaus [Anm. in der Benediktinerstraße 17a] am 12. Januar verlassen und gegen 14.30 Uhr das benachbarte Sechsfamilienhaus [Anm. in der Benediktinerstraße 17] betreten, um im Erdgeschoss eine Freundin zu besuchen. Die war jedoch nicht zu Hause. Möglicherweise war das Mädchen im Treppenhaus auf Ali Kur gestoßen, der Kardelen in seine Wohnung im zweiten Stock gelockt oder verschleppt haben könnte.

Die Mordkommission schließt nicht aus, dass die Ehefrau ihrem Mann später beim Wegschaffen der Leiche geholfen hat. Ali Kur hat zwar, wie seine Frau, keinen Führerschein, kann aber Auto fahren. Er besitzt allerdings keinen Wagen. Es muss also jemanden geben, der dem 29-Jährigen an jenem Nachmittag ein Auto geliehen hat, mit dem Ali Kur, eventuell in Begleitung seiner Frau, an den Möhnesee gefahren war.

Dieser Mann, der spätestens im Nachhinein zum Mitwisser geworden ist, hat sich bis heute nicht bei der Polizei gemeldet. „Wir suchen dringend Zeugen, die wissen, welche Autos Ali Kur benutzt hat“, sagte Mordkommissionsleiter Jürgen Heinz. […]
Ein Freund aus Herne soll das Ehepaar am 13. Januar aus Paderborn abgeholt und zum Flughafen Köln-Bonn gebracht haben. Diesen Hinweis, der gestern Abend bei der Mordkommission eingegangen ist, überprüft die Kripo noch.< [Hervorhebungen von uns]

Da fragt man sich, warum es überhaupt 3 Wochen dauern musste, bis die Polizei die verlassene Wohnung des benachbarten Tatverdächtigen durchsuchte.

Die türkisch-tümelnden Boulevard-Blätter Hürriyet und Sabah, die Çileli zuvor attackiert hatten, sind jedenfalls blamiert.
Dabei waren türkische Chauvinisten, die ihre Nation unbefleckter als andere sehen wollen, schon zuvor in arge Verlegenheit gebracht worden.
Vor zwei Jahren berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass nirgendwo auf der Welt so oft im Internet nach Kinderpornographie gesucht wird wie in der Türkei – laut Google Trends:

>Vergangene Woche bekam die türkische Öffentlichkeit verstörende Zahlen vorgesetzt: Offenbar wird nirgendwo auf der Welt so oft im Internet nach Kinderpornographie gesucht wie in der Türkei.
Laut Google Trends, einem Service der Suchmaschine Google, stehen in einer Liste der Städte, aus denen der Suchbegriff ,,child porn‘‘ nachgefragt wird, auf den ersten fünf Plätzen ausnahmslos türkische Städte.
Innenminister Abdulkadir Aksu nannte das Resultat umgehend eine ,,Katastrophe‘‘, Ministerpräsident Tayyip Erdogan zeigte sich ,,ernsthaft irritiert‘‘. Die Meldung hat eine lebhafte Debatte in Presse, Parlament und Regierung losgetreten, die begleitet wird von fast täglichen Razzien.
Eine ,,Liste der Schande‘‘, nannte die Zeitung Milliyet die Google-Trends-Liste, die von der Schwarzmeerstadt Trabzon angeführt wird. Istanbul liegt an fünfter Stelle, erst dahinter folgen Städte aus Neuseeland, den USA und Australien.<

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