Mein Gott, Walter! Bischof Mixa identifiziert Atheismus als Schuldigen des Holocaust

Was der Augsburger Bischof Walter Mixa kürzlich zum Atheismus verlauten ließ, nennt sich im Geschäftsleben „unlauterer Wettbewerb„.
Wenn er den Atheismus – als konkurrierende Weltanschauung – mit den Verbrechen Hitlers und Stalins in Verbindung bringt, ist das ein Verstoß gegen die guten Sitten einer intellektuellen Auseinandersetzung.
Von ähnlicher Qualität war bzw. ist die noch heute von „Fundamental-Katholiken“ vertretene These von der angeblichen Kollektivschuld des Judentums an der Kreuzigung Jesu als Sohn Gottes.
Die Wikipedia schreibt zum (nicht atheistischen, sondern angeblich jüdischen) „Gottesmord „:

>Diese These begründete vom 2. bis zum 20. Jahrhundert eine fundamentale Abwertung und Ausgrenzung („Verwerfung“) aller Juden in der Christentumsgeschichte. Sie ist damit ein Zentralmotiv des christlichen Antijudaismus. […]
Das in der Volksfrömmigkeit immer neu befestigte und verankerte Motiv trug wesentlich dazu bei, dass Judenfeindlichkeit nahezu 1800 Jahre lang ein „kulturelles Grundmuster“ (Stefan Rohrbacher) der Geschichte Europas wurde. Dies ermöglichte schließlich auch den Holocaust an den europäischen Juden im christianisierten Europa, mehrheitlich ausgeführt von Getauften.< [Hervorhebung von uns]

Tatsächlich waren auch Adolf Hitler und sein Propagandist Josef Goebbels in Kindheit und Jugend mitnichten atheistisch, sondern katholisch sozialisiert worden. Selbst Stalin durchlief in seiner frühen Karriere zunächst ein Priesterseminar.

Hitler schrieb in „Mein Kampf“:

>So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn … Die Aufgabe, mit der Christus begann, die er aber nicht zu Ende führte, werde ich vollenden.<

Dieses Zitat nennt Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, in seiner lesenswerten Replik auf Mixas österlichen Unsinn.

Selbst der Kommentator der Augsburger Allgemeinen mahnt den Augsburger Bischof:

>Keinen Gedanken verschwendet Mixa auf den warmherzigen Humanismus, der in den Konzentrationslagern auch von Glaubenslosen praktiziert wurde. Kein Wort der Scham hat er für die gutbürgerlichen Christen, die ein geschmeidig funktionierendes Rädchen im diktatorischen Getriebe des menschenverachtenden Hitlerstaates waren.<

Spätestens die von Al Kaida-Islamisten um Mohammed Atta verübten Anschläge vom 11. September riefen auch dem neuen Jahrtausend ins Bewusstsein, dass noch immer fanatischer Glaube eine wesentliche Triebkraft für Massenmord ist.

Hitler und Stalin hatten sich beide vom Christentum abgewandt, aber eine politisch-säkulare Religion etabliert – mit Heilserwartungen- und versprechungen, einem Unfehlbarkeitsdogma für sich als Führer und der Verfolgung und Vernichtung des angeblich „Bösen“ (Juden / Klassenfeind) – wobei Judenpogrome, Hexenverfolgung und Inquisition als historische Vorbilder dienen konnten.

Katholische Kirche Hitler

Wo und wann hatten dagegen Skeptiker Verbrechen dieser Dimension zu verantworten?

Der Fairness halber muss gesagt werden, dass auch tiefgläubige Katholiken wie Fritz Gerlich, lange Jahre Chefredakteur der Münchner Neuesten Nachrichten, einen hellsichtigen und bewunderswerten Widerstand gegen Hitler übten. Gerlichs politische Wochenschrift „Der gerade Weg“ liegt heute glücklicherweise komplett digitalisiert vor.

Walter Mixa, der eine alberne Bischofs-Kostümierung braucht, um vor seinen Gläubigen größeren Eindruck zu machen, muss man eines zugute halten: Sein (für ihn karriereförderlicher) Glaube ist wohl noch nie tiefgreifend geprüft worden.
Hiob hat er gelesen, aber nicht erlitten.
Wo er aber schon über die „Hölle auf Erden“ redet, sollte man ihm Primo Levis autobiographischen Bericht über seine Zeit in Auschwitz zur Lektüre anraten: „Ist das ein Mensch?
Wenn Levi noch lebte, könnte ihm Mixa erklären, warum sein allmächtiger und gleichzeitig barmherziger Gott Auschwitz zuließ.
Ein Atheist wird darauf in klaren, verständlichen Worten antworten können: Weil es diesen gleichzeitig allmächtigen und allgütigen Gott einfach nicht gibt.
Der Bischof wird darauf ebenfalls antworten können – so wie sein Papst. Fraglich ist nur, ob die theologischen Gedankenkonstrukte zur Theodizee dem, der eine Hölle überlebte (oder in ihr unterging), irgendein Trost sind.

Lesenswert sind in diesem Kontext weitere Bücher:

Wem das zuviel ist, dem seien die Videos von Pat Condell empfohlen. Was er zum Irrsinn der Gläubigen sagt, ist kurz und knapp und vor allem geistreich.

Gerade noch gefunden: Ein Artikel von Rolf Degen in „Bild der Wissenschaft“: „FROMME SIND NICHT BESSER

Der Wissenschaftsjournalist zitiert eine ganze Reihe von Studien, die klären sollten, ob die Gläubigen sich moralisch von den Nicht-Gläubigen unterscheiden. Die Ergebnisse dieser Studien sind eindeutig.
Die Psychologin June Price Tangney von der George Mason University in Virginia hatte mehrere tausend Personen getestet.
Ihr Resume: „Es war nicht der geringste Einfluss der religiösen Orientierung auf die Häufigkeit und Intensität der mit Moral verbundenen Emotionen nachzuweisen.“
Das Fazit des Wirtschaftswissenschaftler Jonathan Tan, der die Moral in „ökonomischen Spielen“ untersuchte: Weder als Geber noch als Nehmer legten gläubige Spieler eine sozialere Einstellung an den Tag.
Die Psychologen Hugh Hartshorne und Mark May hatten an der Yale University bereits 1928 11000 Kinder schummeln lassen.
Das Resultat:
„In der überwältigenden Mehrheit der Studien betrieben die religiösen Kinder genauso oft ein falsches Spiel wie ihre ungläubigen Kameraden. Die einzige Ausnahme lieferte eine Studie an religiösen Sonntagsschülern: Sie mogelten etwas mehr als andere.“
Der Psychologe Bernard Spilka von der University of Denver schrieb in einem Handbuch der Religionspsychologie:
Obwohl religiöse Menschen dazu neigen, sich für ehrlicher zu halten als nichtreligiöse, sprechen Befunde dafür, dass es keine oder gar eine negative Beziehung zwischen Religiosität und Ehrlichkeit gibt.“
Dazu passt, „dass die überwältigende Mehrheit aller US-amerikanischen Gefängnisinsassen eine starke Nähe zu Gott für sich reklamiert. Nicht einmal ein Prozent der Häftlinge outet sich als Atheisten.“

Schließlich muss man diesen Absatz aus Degens Artikel komplett zitieren, zu gut nämlich passt er zur Mixa-Kontroverse:

>Unleugbar ist dagegen die Affinität von religiösen Menschen zu extremistischer Gewalt. Zwar wurden in den Neunzigerjahren „nur“ 25 Prozent der internationalen terroristischen Akte von religiös motivierten Tätern verübt, bescheinigt der US-Terrorismusexperte Bruce Hoffman.
Aber 60 Prozent aller Toten gingen auf das Konto dieser Tätergruppe.
Die schlimmsten Anschläge, die über acht Tote forderten, wurden sogar allesamt von religiös motivierten Tätern verübt. „Während weltlich motivierte Terroristen selten die Auslöschung großer Menschengruppen anstreben, weil solche Exzesse ihren Zielen schaden, legen es die Religiösen oft gerade auf solche Gemetzel an“, sagt Hoffman.<

Hier noch einige Links zu anderen Blogs:

11 Gedanken zu „Mein Gott, Walter! Bischof Mixa identifiziert Atheismus als Schuldigen des Holocaust“

  1. Herr Administrator, wo leben Sie? Die angeblichen Anschläge der "Al Kaida-Islamisten" wurden inzwischen selbst von ehemals führenden Politikern der USA verneint. 

  2. In der Judenfrage bestand und besteht eine konspirative und kooperative Übereinkunft zwischen den Muslimen mit ihrem originären, schon bei Mohammed ekszessiv vorhandenen, Judenhass und den Hitleranhängern, wie das auch in den folgenden Worten des „Mufti von Jerusalem“ Amin el-Husseini (1897 – 1974) zum Ausdruck kommt: „Allah hat uns das einzigartige Vorrecht verliehen, das zu beenden, was Hitler nur beginnen konnte. Fangen wir mit dem Djihad an. Tötet die Juden, tötet sie alle“. Auch Mawlana Abu l-Ala Mawdudi (1903 – 1979), einer der bekanntesten Gelehrten des Islam, den die „gesamte islamische Welt als einen Führer betrachtet, dessen man sich durch die ganze Geschichte hindurch erinnern wird“, meint: „Der Islam ist keine normale Religion wie die anderen Religionen der Welt, und muslimische Nationen sind auch nicht wie normale Nationen. Muslimische Nationen sind etwas ganz Besonderes, weil sie einen Befehl von Allah haben, über die gesamte Welt zu herrschen und über jeder Nation auf der Welt zu stehen“ (zitiert nach Prof. Mark A. Gabriel: „Islam und Terrorismus“; S. 105). Wie der „Weg zur Erlösung“, die natürlich für uns Europäer als Endlösung gedacht ist, aussehen könnte, hat der bekannte Muslimbruder Sayyid Qutb (1906 – 1966), der eine radikale Abkehr von der gottlosen Gesellschaft hin zur islamischen Weltrevolution predigte, in seinem Buch „Wegzeichen“, das bis heute ein Leitfaden der Djihad-Bewegungen ist, beschrieben: „Wir müssen zerstören, was immer im Konflikt mit dem wahren Islam steht… Zertrümmert alle Staaten und Organisationen, die von Menschen errichtet worden sind… Absolute Rebellion gegen alles auf Erden, was mit dem Islam im Konflikt steht, ist ein Muss. Wir sollten mit aller Macht alles ausmerzen und vernichten, was Allahs Revolution im Wege steht“.

  3. Um das Geschehen der Gegenwart richtig bewerten und einordnen zu können, sollte man erkennen, dass ein neuer Totalitarismus im Gewande des Islam sich zu etablieren anschickt, ein Totalitarismus, der mächtiger und gefährlicher ist als Kommunismus und Nationalsozialismus. Wir stehen heute in Deutschland vor einer ähnlichen Situation wie seinerzeit, als der Nationalsozialismus heraufzog. Auf Grund einer merkwürdigen Erkenntnisblindheit und Erkenntnisverweigerung versagen Politik und Kirchen heute wieder. Auch wenn man es nicht wahrhaben will und sich durch „taqiya“ täuschen lässt, der wahre Feind des Westens und des Christentums ist der Islam, der sich von Anfang an als die einzig wahre, jeder Zivilisation und dem Christentum überlegene und für die gesamte Menschheit bestimmte Religion verstanden hat, und den Auftrag Allahs, wenn nötig mit Gewalt durchsetzt.

  4. „Allah brachte die Muslime auf die Welt, damit sie die Welt erobern und beherrschen und bevölkern. Wenn ein Volk sich dem Willen Allahs widersetzt und sich weigert, muslimisch zu sein, dann wird es zu Sklaven der Muslime werden und Steuern an die islamische Obrigkeit bezahlen. Diese Völker werden hart arbeiten, und ihr (Muslime) werdet Nutzen daraus ziehen“ (Umar ibn al-Khattab). Das sind keine leeren Worte eines Utopisten, sondern das Programm islamischer Expansionspolitik wie sie schon in den Anfängen verkündet wurde. Ein Szenario für „die Zukunft des Islams“ wie es Mohammed Taqi Partovi Sabzevari dargestellt hat, sieht ähnlich aus: „Der Allmächtige verhieß, der Tag werde kommen, an dem die gesamte Menschheit vereint unter dem Banner des Islam lebt, an dem der Halbmond, das Symbol Mohammeds, überall herrscht“. Diese Verheißungen Allahs gelten uneingeschränkt für alle Muslime und für alle Zeiten, so auch für die unsrige, und sie werden als immerwährender Auftrag an alle Muslime verstanden.

  5. Na, hat da jemand vielleicht Angst vor dem ihm Unbekannten? Muslimen oder gar dem gesamten Islam das Ziel einer Weltherrschaft oder etwas Ähnlichem zu unterstellen ist absurd. Derartige Stimmen gibt es sicherlich. Sie spiegeln aber keinesfalls die Ansicht der Mehrheit der Musilme wider. Ich persönlich glaube, dass jede Religion die gleichen Entwicklungsschritte durchmacht, nur zeitversetzt. Das Christentum hat glücklicherweise die Zeit der Kreuzzüge hinter sich gelassen, Teile des Islam machen sie jetzt durch. Der Islam an sich ist aber dennoch keine Gefahr, lediglich die Fanatiker, die sich ihn zu Nutze machen. Wie damals bei den Kreuzzügen.

  6. @ Netzfigur vom 14. Juli 2009

    Der Islam hat neben rituell-religiösen Bestandteilen, die man mit den so genannten „Fünf Säulen des Islams“ in Verbindung bringen kann, auch einen unabdingbaren politischen und einen ebenso wichtigen eschatologischen Aspekt. So wie Marx von einem paradiesischen Urzustand ausgeht, der atheistisch, klassenlos und konfliktlos gedacht wird, und der sich nach immanenten dialektischen  Entwicklungsgesetzen entfaltet, bis er sich am Ende, nach langem Kampf zwischen den neu entstandenen Klassen und Religionen, zu einer erdumspannenden klassenlosen Brudergemeinschaft entwickelt, so liegt auch dem Islam die Idee einer zielstrebigen Menschheitsentwicklung mit einem Endzustand zu Grunde.
    Abgesehen davon, dass jeder der sich Allah unterwirft ein Moslem ist, und somit Adam der erste Moslem war, liegt doch erst im so genannten „Medina Modell“ der Keim und das Vorbild der künftigen Ausgestaltung und das Urbild des Endzustandes beschlossen. Das Gesetz und der Antrieb sind die Scharia und der Djihad, das Ziel aber ist die Menschheit als umma mit einem Kalifen als Stellvertreter Allahs auf Erden an der Spitze. Der Djihad, der Einsatz für die Sache Allahs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und der Kampf gegen alles Unislamische, ist somit ein unverzichtbarer dynamisch-expansiver Bestandteil des Islams und einem Moslem als allzeit gebotener Auftrag und Antrieb mit auf den Lebensweg gegeben.
    Wir stehen nach islamischer Auffassung in einer letzten Entwicklungsphase, die mit der Vorstellung der Judenvernichtung, gemäß eines Ausspruches Mohammeds, in Verbindung gebracht wird: „Eines Tages wird zwischen den Muslimen und den Juden ein großer Krieg ausbrechen. Der Jüngste Tag wird erst dann anbrechen, wenn auch der letzte Jude von der Bildfläche verschwunden ist.“ Es ist also Mohammed der Judenschlächter von Medina, auf den sich sowohl die Sunniten, als auch die Schiiten bei ihrem Vernichtungswahn berufen können. Für den Sunniten Muhammad Tantawi, Großmufti von Ägypten und Azhar-Scheich, besteht kein Zweifel daran, dass man zu den Anfängen der Lehren des Islams zurückkehren muss, um den Feind Allahs nach dem Vorbild Mohammeds zu bekämpfen und die heilige Erde von den Juden zu reinigen. „Er gab ein Rechtsgutachten (Fatwa) heraus, dem zufolge Attentäter gerade dann auch als Märtyrer zu gelten haben, wenn bei ihren Anschlägen jüdische Frauen und Kinder – und damit die Zukunft Israels – in den Tod gerissen werden. Als seinen Vorläufer und Gewährsmann zitiert er keinen Geringeren als Adolf Hitler, der sich seinerseits auf eine Gewalt vermittelnde Gottheit bezog: ´Indem ich mich der Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn´“ (H.- P. Raddatz).
    „Irans Regierung ist die erste, die einen anderen UN-Mitgliedsstaat vernichten will. Sie ist die erste, die die Holocaust-Leugnung als außenpolitische Kampagne betreibt. Ahmadinedschad plus Atomwaffen: Das ist der zweite Holocaust.
    Gleichwohl weigert sich die Mehrheit, der Gefahr ins Auge zu sehen. …. Bis heute wird auf die Holocaust-Leugnung in Teheran und die Vernichtungsdrohung gegen Israel geradezu gleichmütig reagiert. …. Ahmadinedschad glaubt an das, was er sagt. Die Worte, mit denen er die Konferenz der Holocaust-Leugner in Teheran beendete – „Das zionistische Regime wird wegradiert und die Menschheit befreit werden“ – sind ernst gemeint. Wie Hitler die Menschheit mit dem Judenmord zu „befreien“ suchte, glaubt Ahmadinedschad die Welt durch Israels Vernichtung zu „befreien“. Seine Wahnvorstellung vom Holocaust ist nicht gespielt. Zu Jahresbeginn beschwerte sich Irans Regierung bei den Vereinten Nationen über diejenigen, die den Holocaust nicht leugnen: „Geschichte kann nicht so umgeschrieben werden, wie es dem israelischen Regime gerade passt.“ Während der Präsident den Holocaust leugnet, ist er von der Rückkehr und dem Beistand des ´verborgenen Imam´ beim nuklearen Schlagabtausch fest überzeugt“ („Berlin-Teheran: Eine(un-)heimliche Allianz“, von Matthias Küntzel ).

  7. Netzfigur schrieb am 14. Juli 2009: "Derartige Stimmen gibt es sicherlich. Sie spiegeln aber keinesfalls die Ansicht der Mehrheit der Musilme wider."

    Für westliche Apologeten wie "Netzfigur" und maßvolle Muslime, die den Islam zur Friedensmission umdeuten wollen, hatte Ajatollah Khomeini kein Verständnis. Er geißelte diese Leute mit harten Worten: „Der Koran lehrt uns, diejenigen als Brüder zu behandeln, die wahre Muslime sind und an Allah glauben. Er lehrt uns, andere zu schlagen, ins Gefängnis zu werfen, zu töten"… „Der Islam macht es allen männlichen Muslimen zur Pflicht, vorausgesetzt, sie sind nicht behindert oder untauglich, sich für die Eroberung (anderer) Länder bereitzuhalten, so dass die Schrift des Islams in allen Ländern der Erde befolgt werde. Die den islamischen Heiligen Krieg studiert haben, werden verstehen, warum der Islam die ganze Welt zu erobern sucht. (…) Die nichts über den Islam wissen, behaupten, dass der Islam gegen den Krieg ist. Doch die (die dies behaupten) sind beschränkt. Der Islam sagt: Tötet alle Ungläubigen, wie sie euch alle töten würden! Heißt dies etwa, dass die Muslime in aller Seelenruhe abwarten sollen, bis sie (von den Ungläubigen) vertilgt werden? Der Islam sagt: Tötet sie (die Nichtmuslime), bekämpft sie mit dem Schwert und treibt (ihre Heere) auseinander! Heißt das, bleibt ruhig sitzen, bis (Nichtmuslime) uns überwältigen? Der Islam sagt: Tötet im Namen Allahs alle, die euch töten möchten! Heißt das, dass wir uns unseren Feinden ergeben sollen? Der Islam sagt: Was immer es an Gutem gibt, verdanken wir dem Schwert und dem Schatten des Schwertes! Die Menschen lernen den Gehorsam nur durch das Schwert! Das Schwert ist der Schlüssel zum Paradies, das nur für heilige Krieger geöffnet werden kann! Es gibt noch hunderte von (koranischen) Versen und Hadithe (Sprüche des Propheten), die Muslime ermuntern, den Krieg zu würdigen und die zum Kampf auffordern. Heißt all das, dass der Islam eine Religion ist, die die Menschen abhält, in den Krieg zu ziehen? Ich spucke auf all die törichten Gemüter, die solches behaupten!“ (Ajatollah  Ruhollah Khomeini in „Kaschf al-Asrar“ – „Schlüssel zu den Geheimnissen“). Hat Ajatollah Khomeini den Koran nicht gekannt oder verkannt, oder gar den Islam nicht verstanden? Taslima Nasrin, die 1994 ihre Heimat Bangladesh fluchtartig verlassen musste, um der Verfolgung moslemischer Mordbrenner zu entgehen, meint dazu allerdings: „Was Ajatollah Khomeini im Iran in die Praxis umgesetzt hat, ist der wahrhaftige Islam und nicht etwa irgendeine Abweichung“.

  8. @ Netzfigur vom 14. Juli 2009.
    "Na, hat da jemand vielleicht Angst vor dem ihm Unbekannten?"

    Auch wenn das zu wissen den geistigen Horizont von Ignoranten wie "Netzfigur" übersteigen sollte, ist es eine Tatsache, dass sowohl Gewaltandrohung als auch Gewaltanwendung im Wesen des Islam selbst begründet sind und von Allah und seinem willigen Vollstrecker Mohammed stammen. „Gegner des Tötens haben keinen Platz im Islam. Unser Prophet tötete mit seinen eigenen gesegneten Händen. Unser Imam Ali tötete an einem einzigen Tag über siebenhundert Personen. Ist Blutvergießen für den Bestand unseres Glaubens vonnöten, sind wir da, unsere Pflicht zu erfüllen“. Das meint jedenfalls Ayatollah Sadeq Khalkhali, der sich, allein durch die Ehrenbezeichnung „Ayatollah“, als ein hoher Geistlicher im schiitischen Islam ausweist. Verlässliche Islamexperten haben nicht weniger als 204 gegen Nicht-Muslime gerichtete Verse gezählt, die jedermann im Koran nachlesen kann. Als ein Beispiel für viele Stellen, an denen zur Ermordung Ungläubiger aufgefordert wird, sei der 89. Vers der 4. Sure angeführt, der in der Koranübersetzung von Max Henning lautet: „Sie (die Allah irregeführt hat) wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr (ihnen) gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswandern in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreift sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmt keinen von ihnen zum Freund oder Helfer…“, natürlich folgt nun „außer denen…“. Aber rechtfertigen diese Ausnahmen, dass man die anderen Ungläubigen tot schlägt? Müssen sich die Muslime hier verteidigen? Die ganze Schuld derer, die man ermorden soll, besteht darin, keine Muslime zu sein und auch nicht werden zu wollen. Sie besteht einzig und allein darin, eine andere Weltanschauung und Religionsauffassung zu haben. Der blinde Scheich Omar Abdel Rahman von der Al-Azhar Universität in Kairo hatte wohl den geistigen Durchblick, als er auf eine Studentenfrage nach der Friedfertigkeit im Koran vor fünfhundert Studenten im Jahre 1980 sagte: „Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure, die „Die Kriegsbeute“ heißt. Es gibt keine Sure, die „Frieden“ heißt. Der Djihad und das Töten sind das Haupt des Islam, wenn man sie herausnimmt, dann enthauptet man den Islam.“ (Prof. Mark A. Gabriel: „Islam und Terrorismus“; S. 44). Hat etwa Omar Abdel Rahman, der sunnitische Gelehrte der Al-Azhar Universität den Koran nicht gekannt oder verkannt, oder vielleicht den Islam nicht verstanden? Es müssten allerdings viele bedeutende Geistliche des Islams, so auch Ali Hassani Khamenei, die Sache mit der Friedfertigkeit, wie sie uns ständig vorgetragen wird, gründlich missverstanden haben. Er ergänzt die Aussage über den Koran von Scheich Omar Abdel Rahman durch ein Bild des Gesandten Allahs mit den folgenden Worten: „Den Koran in der einen Hand, einen Säbel in der anderen: So führte unser Prophet seinen göttlichen Auftrag aus. Der Islam ist keine Religion für Duckmäuser, sondern Glaube derjenigen, die den Kampf und die Vergeltung schätzen“.

  9. @Helmut Zott: All Ihren Mohammed- oder Allahzitaten könnte man welche aus der Bibel entgegenhalten. Würde Sie deshalb das Christentum als Religion des Zornes oder Dergleichen bezeichnen? Im Zweifel nicht. Aus meiner Sicht ein Argument dafür, dass jede Religion Entwicklungsschritte durchläuft. Es kann nämlich nicht darum gehen, religiöse Führer längst vergangener Zeiten zu zitieren, sondern es ist der Blick auf den Ist-Zustand und die Mehrheit der jeweiligen Gläubigen zu lenken. In diesem/für diese ist der Islam keinesfalls eine Religion des Terrors oder eine, die die Weltherrschaft an sich reißen möchte, wie es vor nicht all zu langer Zeit von einem unsäglichen Führer von einer anderen der großen Religionen behauptet wurde. Fanatiker wie diverse, auch von Ihnen bereits genannte, Ayatollahs oder Staatschefs können nicht sinnbildlich für eine Religion stehen. Grade Führer pflegen Dinge zu Ihrem Vorteil zu nutzen und umzudeuten, selbst wenn das der Basis der Gläubigen zu wider läuft. Etwas, das beispielsweise auch die katholische Kirche immer wieder gerne praktiziert. Ahmadi-Nezad kann man m.E. jedoch kaum religiöse Beweggründe unterstellen. Diese dürften politischer Natur sein. Zugegeben, im Islam gibt es mehr Fanatiker als in anderen Religionen. Das macht aber zum Ersten noch lange keine gewalttätige Religion aus ihm und zum Zweiten war das im Christentum auch schon mal zu beobachten.

    Religion ist die Summe ihrer Anhänger. Wenn man aus alten Versen zitiert, wird man die aller meisten Religionen brandmarken können.

  10. Netzfigur schrieb am 23. Juli 2009 um 7:53 :   "Fanatiker wie diverse, auch von Ihnen bereits genannte, Ayatollahs oder Staatschefs können nicht sinnbildlich für eine Religion stehen."Ist das große Vorbild Mohammed, dem nachzueifern alle Muslime sich bemühen, auch nur ein "Fanatiker" des Islams? Abgesehen davon, dass auf jüdischer und christlicher Seite, weder Moses noch Jesus als Prophet betrachtet und bezeichnet wird, ist die Frage berechtigt und von Wichtigkeit, ob Mohammed, den die Muslime für den größten und letzten aller Propheten halten, überhaupt ein Prophet war. An dieser Frage entscheidet sich, ob der Koran und damit der Islam ein Schwindel und Betrug Mohammeds oder eine mögliche Offenbarung Gottes ist.
    „Es ist bemerkenswert, dass die Wissenschaftler, die mit den arabischen Quellen am meisten vertraut sind und die einem Verständnis des damaligen Lebens am nächsten kamen – Wissenschaftler wie Margoliouth, Hurgronje, Lammens, Caetanie -, sich mit der größten Entschiedenheit gegen den prophetischen Anspruch Muhammads verwahren; und man muss auch zugeben, dass je mehr man sein eigenes Quellenstudium vertieft, desto schwieriger es einem wird, den Schlüssen jener Wissenschaftler auszuweichen“ (Arthur Jeffery). Was sagen die für alle Muslime verbindlichen Schriften, also Koran, Sunna und Scharia, über Mohammed aus? Was sagen uns die Hadithsammlungen? Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Taten und Worte, wie sie in den Hadithen überliefert werden, alle erfunden sind. Warum sollten Muslime, die versuchen ihren Propheten als vorbildlich darzustellen, so viele Geschichten erfinden, die ihn als einen skrupellosen Menschen zeigen? „Es gibt (wie zu erwarten) kein Hadith, das zum Geiste des Korans im Widerspruch stünde; jedes setzt dessen Tendenz nur fort“ (Jaya Gopal: „Gabriels Einflüsterungen“; S. 254). Man betrachte sachlich und vorurteilsfrei einige der bekannten Überlieferungen!
    1.) Sunan Abu-Dawud, Buch 38, Nr 4349:
    Berichtet von Ali ibn Abu Talib:
    Eine Jüdin sprach schlecht über den Propheten, Friede sei mit ihm, und verhöhnte ihn. Ein Mann strangulierte sie, bis sie starb. Der Apostel von Allah, Friede sei mit ihm, sagte: „Für ihren Tod ist kein Blutgeld zu bezahlen“.
    Mohammed entschuldigt einen Mann und lässt einen Mord ungesühnt, nur weil die Ermordete ihn beleidigt hatte.
    2.) Sunan Abu Dawud, Buch 35, Nr 4390:
    Berichtet von Atiyyah al Qurazi:
    “Ich war unter den Gefangenen der Banu Qurayzah. Ihre Begleiter untersuchten uns. Diejenigen, deren Haare schon gewachsen waren, wurden ermordet und diejenigen, die noch keine Haare hatten, blieben am Leben. Ich war unter denjenigen, die noch keine Haare hatten“.
    Dies vollzog sich unter der Verantwortung und Leitung Mohammeds. Das Auswahlkriterium für die Ermordung dieser Frauen waren ihre Schamhaare.
    3.) „Ibn Chatal besaß zwei Singsklavinnen, Fartana und ihre Freundin, die über den Propheten Spottlieder sangen. Mohammed ordnete deshalb an, diese beiden zusammen mit Ibn Chatal zu töten“ (Ibn Ishaq: „Das Leben des Propheten“).
    4.) Ali Dashti, der seine theologische Ausbildung zum islamischen Gelehrten in Karbala und Najaf erhielt, schreibt in seiner Mohammedbiographie „23 Jahre“: „Abu Afak, ein Mann sehr hohen Alters, wurde umgebracht, weil er Anekdoten und Gedichte über Mohammed verfasst hatte. Salem ibn Omayr tötete ihn auf Geheiß des Propheten, der zuvor die Frage gestellt hatte: `Wer wird für mich mit diesem Schurken fertig?` Die Ermordung eines so betagten Mannes bewegte Asma bint Marwan dazu, respektlose Worte über den Propheten zu äußern. Dafür wurde auch sie mit dem Tode bestraft“. Die eigenen Überlieferungen des Islam erweisen zweifelsfrei, dass der Gesandte Allahs weniger ein Prophet im jüdischen und christlichen Verständnis, als vielmehr eindeutig, nach westlichen Maßstäben, ein gemeiner Auftragsmörder und Verbrecher war. Attentate, Morde, Grausamkeiten und Folter müssen bei einer Gesamtbeurteilung des moralischen Charakters Mohammeds und seines Prophetentums nach allgemein menschlichen Maßstäben berücksichtigt werden. Dabei „kann nicht übersehen werden, dass die Quelle für das schmerzliche Merkmal im Islam (das Blutvergießen) im Laufe seiner ganzen Geschichte in den Massakern des Propheten an seinen Gegnern zu suchen ist, sowie in der Theorie des Korans, dass ausgiebiges Blutvergießen das Merkmal eines wahren Propheten in einer bestimmten Phase seiner Laufbahn sei“ (Ibn Warraq: „Warum ich kein Muslim bin“; S. 473).

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