
Dieser Bericht vom Informationsabend des Bioenergiedorfes Rai-Breitenach erreichte uns heute via eMail. Wir veröffentlichen ihn ungekürzt:
>Für Freitag, den 23.10.2009 wurden die Mitglieder der Genossenschaft zu einem Informationsabend wegen des Heizwerkbrandes eingeladen.
Einige Mitglieder konnten sich sogar durch den besonderen, mündlichen Einladungshinweis eines Vorstandsmitglieds geehrt fühlen: “Kommen Sie bitte unbedingt, sonst haben wir nur die Rebellen da“.
Mitdenkende und kritisch hinterfragende Mitglieder sind in den Augen des Vorstands demnach Rebellen. Dazu gehören dann wohl auch alle die Mitglieder, die dem Vorstand mehrfach die Entlastung verweigert haben.
Also die Mehrheit der Mitglieder, oder?Ergänzend hierzu fügen sich die jüngsten Äußerungen eines Vorstandsvertreters gegenüber einem kritisch fragenden Mitglied in dieses Gedankenbild nahtlos ein.
Der Genossenschaftsvorsitzende hat gegenüber diesem Mitglied, auf dessen kritische aber einfache Fragenstellung geäußert: “Wenn ich könnte, würde ich so Leute wie Sie aus dem Dorf jagen“.
Ich finde diese Aussage ist charakterisierend und zugleich entlarvend.Der besagte Informationsabend hat insgesamt etwa 1 Stunde gedauert, in der vom Vorstand vorwiegend Selbstlobendes über das bisher angeblich hervorragende Krisenmanagement zu hören war.
Obwohl hierfür die Beweise noch fehlen und auch sonst keinerlei Hintergrundinformationen über die Brandursache etc. gegeben worden sind, wurden die eher oberflächlichen und wenig aussagekräftigen Vorstandsäußerungen mit Beifallsbekundungen etlicher Anwesender aufgenommen.
Bezüglich dieser Beifallsbekundungen von Mitgliedern oder auch deren teilweise anwesenden Angehörigen muss ich mich - wie viele andere Mitglieder auch - fragen, ob sich trotz entsprechender Pressemeldungen und anderweitiger Aufklärung noch nicht herumgesprochen hat, dass die Brandursache durch den Betrieb des Holzvergasers entstanden ist, für dessen Anschaffung die Handlungsweise des Vorstandes, bzw. der dort vorrangig handelnden Personen verantwortlich gemacht werden muss??Der Vorstand hat die Mitgliederversammlung unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu veranlasst, der Anschaffung einer technisch unausgereiften - aber sehr teueren - Anlage zuzustimmen.
Diese Anlage hat sich nach einem Jahr Laufzeit als völlig unrentabel erwiesen.
Darüber hinaus hat der Vorstand nicht dafür gesorgt, dass die Bedienung der Anlage und deren Beschickung mit Holzhackschnitzeln in einer auch nur halbwegs optimalen Form - wie vom Hersteller gefordert - gewährleistet war.
Für diese Misswirtschaft haben die Mitglieder bereits jetzt schon tief in die Tasche greifen müssen und können nur hoffen, dass sich das Thema “Holzvergaser” durch den Brandfall ohne allzu große finanzielle Verluste erledigen lässt.
Wo hier allerdings Gründe für Beifallsbekundungen liegen sollten, ist mir - wie auch vielen anderen Mitgliedern - völlig unklar.<
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"Denn hier ist nichts, was es scheint.". Albert Ettinger über Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald".
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