TV-Tipp: „Bis nichts mehr bleibt“ – Abrechnung mit Scientology

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Auf der Website des SWR heißt es über den heute abend in der ARD ausgestrahlten Spielfilm und dessen Regisseur und Drehbuchautor Niki Stein:

>Nach umfangreichen Recherchen und vielen Gesprächen mit Scientology-Aussteigern beschloss er, die Geschichte einer jungen Familie zu erzählen: Deren Leben driftet auseinander, als der Vater beschließt, bei Scientology auszusteigen. Seine Frau bleibt mit der gemeinsamen Tochter weiterhin bei der Organisation – ein erbitterter Sorgerechtsstreit beginnt.

„Ein Aussteiger erzählte mir, ihm sei die Widerwärtigkeit von Scientology erst klar geworden, als er gesehen hat, was die mit Kindern machen“, so Stein über seine Beweggründe für diesen Stoff. „Hier hat der Staat, die Justiz in der Vergangenheit oft versagt, weggeschaut, wo er/sie hätte hinschauen müssen.“<

Im SPIEGEL war schon vor zwei Monaten einiges über die Hintergründe des Films und seiner Entstehung zu lesen.
Eine wahre Geschichte soll ihm zugrunde liegen: Die des Scientology-Aussteigers Heiner von Rönn.

Über ihn heißt es:

>Heiner von Rönn könnte eine ziemlich erschütternde Liste erstellen mit Menschen und Werten, die er an Scientology verloren hat: Abertausende Euro, zehn Jahre seines Lebens, seine damalige Frau und seine beiden Kinder.

15 Jahre nach seinem Ausstieg aus dem Psycho-Imperium stand er kürzlich wieder mittendrin in seiner eigenen Vergangenheit, den Begriffen und Bedrohungen von einst. Seine Geschichte ist echt, die Kulisse war es nicht.<

Scientology will im Gegenzug auch einen Film präsentieren. Im Internet. Er soll den Aussteiger madig machen.

Aufklärung über dubiose Sekten ist gut. Man sollte nur nicht vergessen, dass Scientology nicht die einzige ist.

Dass vor allem die katholische Kirche dunkle Seiten aufweist und erst recht der Islam, war gerade in den letzten Wochen nicht zu übersehen.

Dies ist vielleicht auch das einzig Positive an Scientology: Man praktiziert zwar virtuosen Psychoterror, bislang aber noch keinen Bombenterror. Das tun, global gesehen fast schon im Tagestakt, fanatisierte Djihadisten.

3 Gedanken zu „TV-Tipp: „Bis nichts mehr bleibt“ – Abrechnung mit Scientology“

  1. Hallo Ihr Lieben,

    die Seite ist in jeder Hinsicht sehr interessant und bewegend.

    Für mich ist die "verdeckte Wirtschafts-Scientology" am schlimmsten. Die Menschen, welche vor allem in den Personalabteilungen das Sagen haben oder gar als "Familienbetriebe" getarnte Scientology-Unternehmen wie der sog. kiga Fachverlag in Bingen, in dem Nicht-Scientologen als "Arbeitstiere" benutzt werden, die man dann unauffällig aus der Wirtschaft (insb. aus Verlagen und Kitas) 'entfernen' möchte und wenn man es könnte, ganz loswerden wollte.

    Alles erdenklich Gute für jedes Mobbing Opfer bzw. für jedes Opfer von Scientology! Besonders für die, welche zu Tätern abgestempelt werden!

     

  2. Die praktizieren sehr wohl Bombenterror. Bei uns, und Ungarn war ein Psychiater, der sehr viel in Sachen Scientology recherchierte. Er hatte viele Artikel verfasst, über diese Leute, viele wiederliche Tatsachen ans Tageslicht gebracht. Einmal wurde der Geländewagen seiner Frau in die Luft gejagt. Niemand sass im Fahrzeug, aber das war schon ein "bisschen" verdächtig…

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