Land Hessen versteigert Odenwaldkreis – Ungarn erhält Zuschlag für 6,3 Milliarden Forint

Administrator, 31 März 2010, 1 comment
Categories: Aktionen, Politik, Wirtschaftskriminalität

Versteigerung

UDATE: Ungläubig mussten wir nun zur Kenntnis nehmen, dass die pdh-Meldung ein Aprilscherz war! Das bedeutet, dass der Odenwaldkreis weiterhin zum (Aus-)Verkauf steht. Da wir in der Vergangenheit via Web in gleicher Sache bereits von der Regierung von Samoa kontaktiert wurden, haben wir den neuen Sachstand nun nach Apia weitergemeldet.
Hoffen wir also, dass sich die Samoaner erbarmen und die (Süd-) Hessen kommen lassen.

>Erbach/Odenwaldkreis (pdh) Das hat es in der gut sechzigjährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch niemals gegeben. Aus Finanznot versteigerte die Landesregierung Hessens den am weitesten östlich liegenden und kleinsten Landkreis, um mit dem Verkaufserlös die Straßen im übrigen Bundesland nach den enormen winterlichen Frostschäden zu sanieren.

In strenger Geheimhaltung war diese einmalige Bieterveranstaltung eingefädelt und abgewickelt worden. In Anlehnung an den Gebietstausch in Nordhessen vor einigen Tagen, wo Hessen und Niedersachsen etwa 15 Hektar Land bei Nieste im Landkreis Kassel tauschten, wurde diese Transaktion akribisch vorbereitet, nur ging es diesmal nicht um einen Sportplatz, eine Grillhütte und etwas Gelände darum herum.

Vielmehr, so der Sprecher der Interessengemeinschaft „Rettet den Odenwald“, sei dieser Landverkauf mit der Abtrennung des Saarlandes am 10. Juli 1945 an Frankreich zu vergleichen, das hernach das Saarland der Zuständigkeit des Alliierten Kontrollrates entzog. Erst zwölf Jahre später wurde das Saarland als zehntes Bundesland an die Bundesrepublik zurückgegeben.

Diese Möglichkeit bestehe natürlich auch für den Odenwaldkreis, bestätigte Ministerpräsident Roland Koch auf Anfrage. Auch Regierungspräsident Johannes Baron macht sich für einen Rückkauf zu gegebener Zeit stark, allerdings steht der Odenwaldkreis nicht vorn auf der Prioritätenliste des Landes Hessen, denn zunächst, so Regierungssprecher Dirk Metz, müssten die verkauften hessischen Schulen, Finanzämter und Klärwerke von den amerikanischen Banken zurückgekauft werden, die „cross border“ unvorteilhaft verkauft und zurückgemietet worden waren.

Neben den Republiken Ungarn und Polen hatten noch andere Bieter wie der Devisenspekulant Soros oder auch der Kreis Bergstrasse Interesse am Odenwaldkreis bekundet. Nur ist der Nachbarkreis selbst pleite, wie Insolvenzverwalter Johannes Baron kundtat und keine Mittel für die Versteigerung freigab.

Mit fast sechs Milliarden Forint, das sind umgerechnet 23,98 Millionen Euro, bot Ungarn den höchsten Betrag und bekam am Ende vom ungarisch verkleideten Auktionator in Anwesenheit des Odenwälder Landrats (Foto) den Zuschlag für den Odenwaldkreis. Dazu kommen natürlich noch die aufgehäuften Kreisschulden in Höhe von 120 Millionen Euro, die sich der Kreis in den letzten Jahren erarbeitet hat.

Für die knapp 100.000 Einwohner des südlichsten Landkreises Hessens wird sich im täglichen Leben nichts ändern, beruhigte Landrat Dietrich Kübler in einer eilig anberaumten Pressekonferenz die zahlreichen Journalisten und Fernsehteams. Ihre Personalausweise und Reisepässe behalten demnach ihre Gültigkeit und werden erst bei Neuausstellung zusätzlich mit dem Siegel der Republik Ungarn versehen, der Bundesadler wird durch einen ungarischen Geier ersetzt, der auf einer Paprika sitzt.<

Text und Foto: Presseagentur -pdh-

Foto: Für 6,3 Milliarden Forint ersteigerte die Republik Ungarn den Odenwaldkreis, Landrat Dietrich Kübler (links) und Auktionator Magada Trampler in ungarischer Landestracht mit der Endsumme

Comments

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  1. Steffen
    04 April 2010, 12:03

    Schade, dass das Datum nicht zum Scherz passt.

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