Uwe L. Pawlowski vermutet hinter Kauf des Erbacher Schlosses ein hessisches „China Syndrom“

> Im Bundesland Hessen scheint das „China Syndrom“ durchgebrannter Politiker ausgebrochen zu sein. Vor nicht allzu langer Zeit sorgte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) noch für Gelächter, als er von Millionen chinesischer Touristen träumte. Ergo braucht es Publikumsmagnete.
Am 31. Mai 2005 verhängte der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) eine Haushaltssperre, weil Steuerausfälle im Umfang von 330 Millionen Euro erwartet werden. Damit solle dem Anstieg der Neuverschuldung „soweit als möglich“ entgegengewirkt werden, schreibt HR-Online, Einsparpotenziale sollen beim Vollzug des Haushalts mobilisiert werden. Allerdings erwarte er von der Sperre keine Wunderdinge, erklärte der Minister. Mit den Wunderdingen trifft Weimar den Nagel auf den Kopf, denn keine Regel ohne Ausnahme, mag sich der Finanzminister gedacht haben. Prompt folgt ein Tag später das Wunderding. Hessen kauft das im Odenwald gelegene Erbacher Schloss.
Angeblich ein kulturhistorisches Juwel, unter anderem mit einer Sammlung antiker Büsten und einem Prunksaal mit der bedeutendsten Sammlung Europas von kolossalen, abnormen Geweihen. Dank letzterem ist der „Elchtest“ für die verfügte Hauhaltssperre misslungen. Locker macht die Landesregierung 13,3 Mio Euro locker und kauft das Erbacher Schloss. …Unmut auch aus dem Odenwald. Ein Odenwälder Kommentator eines Lokalblattes vermutet eine Art „Jagd-Geschäft“ bei einer Jagdveranstaltung, an dem der hessische Kultusminister beteiligt gewesen sei. Weitere Unmutsstimmen sind in „Odenwald Geschichten“ oder in „Odenwald – Hessische Schweiz oder Hessisch Kongo?“ nachzulesen. < Quelle: Uwe L. Pawlowski in www.virtualreview.ch/herold („Bürger-Herold“ )

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