Odenwälder SPD (Unterbezirksvorstand) lehnt Schlosskauf einstimmig ab

Administrator, 09 Juni 2005, No comments
Categories: Erbacher Schloss

> Die Odenwälder SPD hat sich im Rahmen einer Unterbezirksvorstandssitzung in Reichelsheim dieser Tage einstimmig gegen den geplanten Ankauf des Erbacher Schlosses durch das Land Hessen ausgesprochen und ihrem Vorsitzenden MdL Dr. Michael Reuter damit den Rücken gestärkt. Dr. Reuter hatte am Montag erklärt, dass er – sollte es im Hessischen Landtag zu einer namentlichen Abstimmung über den geplanten Schlosskauf in Erbach kommen – mit seiner Fraktion gegen den Kauf stimmen wird.
Der Abstimmung im SPD-Unterbezirksvorstand war eine einstündige Debatte vorausgegangen, in der der Schlosskauf unter anderem im Zusammenhang mit der katastrophalen finanziellen Lage des Landes Hessen diskutiert wurde. Die Sozialdemokraten erinnern diesbezüglich noch einmal daran, dass in der letzten Woche durch den Hessischen Finanzminister eine Haushaltssperre verhängt wurde, weil dem Land Steuereinnahmen in Höhe von 330 Millionen Euro fehlen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass den Hessischen Hochschulen die Mittel um 28 Millionen Euro gekürzt werden. In einer solchen Zeit sei ein Schlosskauf keineswegs zu vertreten, so die Spitze der Odenwälder SPD.
Übereinstimmende Kritik bestand auch hinsichtlich der drohenden Folgekosten. Wie Unterbezirksvorsitzender Dr. Reuter hierzu noch einmal mitteilte, sei der Presse zu entnehmen gewesen, dass Minister Corts von 100.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr ausgeht. Derzeit würden 18.000 Besucherinnen und Besucher das Schloss pro Jahr besuchen, allerdings nur in den Sommermonaten. Eine Verdoppelung, bzw. Verdreifachung dieser Zahl, wie von der OREG avisiert, sei folglich ein bereits sehr hoch gestecktes Ziel, die Zahl 100.000 völlig realitätsfern, so der Unterbezirksvorsitzende, der für seine Entscheidung nicht nur von den jeher kritisch zum Schlosskauf stehenden Jusos mit Applaus bedacht wurde.
Abschließend betonten die Vorstandsmitglieder, dass sie Verständnis dafür hätten, dass Landrat Horst Schnur aus seiner Sicht mit Blick auf den Tourismus eine andere Auffassung vertrete. Jedoch wurde bezweifelt, dass der von Schnur gewünschte Effekt tatsächlich eintrete. < Quelle: -pdh-
Dann müsste die SPD logischerweise auch “Verständnis” dafür haben, dass die CDU-Landesregierung “mit Blick auf den Tourismus eine andere Auffassung” vertritt.

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