UNESCO-Urteil: Limes ist Kulturerbe, Heidelberg muss warten

Administrator, 19 Juli 2005, 1 comment
Categories: Geschichte, Kultur

>Der 550 Kilometer lange römische Grenzwall Limes, der die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg durchzieht, ist zum Weltkulturerbe erklärt worden. Die Altstadt von Heidelberg muss noch auf einen Platz auf der Unesco-Liste warten.
Das entschied das zuständige Unesco-Komitee heute bei einem Treffen im südafrikanischen Durban, wie die Deutsche Limeskommission in Bad Homburg mitteilte. Beantragt hatten die Aufnahme des römischen Grenzwalls in die Welterbeliste die vier Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Durch ihr Gebiet verläuft der 550 Kilometer lange Limes, der vor knapp 2000 Jahren das römische Imperium von den Germanen trennte.
Der obergermanisch-rätische Limes – so die offizielle Bezeichnung – stellt das größte archäologische Bodendenkmal in Europa dar. Etwa ab dem Jahr 100 bauten ihn die Römer zu einer zusammenhängenden Grenzbefestigung aus. Von Koblenz über den Taunus, den Odenwald, die Schwäbische Alb bis nach Regensburg reihten sich in der letzten Ausbaustufe 900 Wachttürme und 120 Kastelle aneinander. Dazwischen bestand ein komplexes System aus Palisaden, Wällen, Gräben und Mauern.
Weltweit umfasst die Unesco-Liste bereits knapp 800 Kultur- und Naturstätten, davon 30 in Deutschland. Der Antrag für den Limes war international ausgerichtet: In Verbindung mit dem bereits 1987 zum Welterbe erklärten Hadrianswall – dem britischen Limes – bildet der hiesige Grenzwall nunmehr ein grenzüberschreitendes Denkmal. Die Anregung dafür stammte von der Unesco selbst.
Das entschied das zuständige Unesco-Komitee heute bei einem Treffen im südafrikanischen Durban, wie die Deutsche Limeskommission in Bad Homburg mitteilte. Beantragt hatten die Aufnahme des römischen Grenzwalls in die Welterbeliste die vier Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Durch ihr Gebiet verläuft der 550 Kilometer lange Limes, der vor knapp 2000 Jahren das römische Imperium von den Germanen trennte.

Der obergermanisch-rätische Limes – so die offizielle Bezeichnung – stellt das größte archäologische Bodendenkmal in Europa dar. Etwa ab dem Jahr 100 bauten ihn die Römer zu einer zusammenhängenden Grenzbefestigung aus. Von Koblenz über den Taunus, den Odenwald, die Schwäbische Alb bis nach Regensburg reihten sich in der letzten Ausbaustufe 900 Wachttürme und 120 Kastelle aneinander. Dazwischen bestand ein komplexes System aus Palisaden, Wällen, Gräben und Mauern.
Weltweit umfasst die Unesco-Liste bereits knapp 800 Kultur- und Naturstätten, davon 30 in Deutschland. Der Antrag für den Limes war international ausgerichtet: In Verbindung mit dem bereits 1987 zum Welterbe erklärten Hadrianswall – dem britischen Limes – bildet der hiesige Grenzwall nunmehr ein grenzüberschreitendes Denkmal. Die Anregung dafür stammte von der Unesco selbst.
Heidelbergs Altstadt darf sich vorerst nicht mit dem begehrten Titel Weltkulturerbe schmücken.< Quelle: spiegel.de

Comments

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  1. Matthias Ripp
    19 Juli 2005, 12:54

    Herzlichen Glückwunsch zur Eintragung des Limes als UNESCO-Welterbe!

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