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Dezember 29, 2005

Mord in Bensheim: Ermittler legen weitere Ergebnisse vor und stellen Fragen

von @ 11:27. Kategorien: Polizei


>Das Projektil, mit dem am 4. November ein 24 Jahre alter Friseur aus Weinheim erschossen wurde, stammt nach Erkenntnissen des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg aus der Waffe, die einem 29 Jahre alten Mann gehört, der in Untersuchungshaft sitzt. Dieser Mann soll auch den Schuss abgegeben haben, teilten Staatsanwaltschaft Mannheim und Polizeidirektion Heidelberg gestern mit. Die Leiche war am 15. Dezember einbetoniert in einem Keller in Bensheim gefunden worden. Als Tatverdächtige sitzen drei Männer in Untersuchungshaft.
Beim Landeskriminalamt waren die sichergestellte tschechische 7,65-Millimeter-Pistole und das bei der Obduktion gefundene Projektil untersucht worden. Danach steht fest, dass das Geschoss aus dieser Pistole abgefeuert wurde.
Fest stehe auch, dass die drei Tatverdächtigen und das Opfer in verschiedenen Autos zu einem Treffen nach Bensheim gefahren und dort an einem noch nicht bekannten Ort in einen dunklen Wagen vom Typ Opel Kadett Caravan älteren Baujahres umgestiegen waren. Dieser Opel soll nach der Tat ohne Beifahrersitz „entsorgt“ worden sein. In diesen Zusammenhängen fragt die Polizei:
Wer hat am Freitag, 4. November, den dunklen Opel Kadett Caravan in Bensheim gesehen, wer weiß, wo das Auto jetzt ist?
Wer kann Angaben zu dem Beifahrersitz machen; wo wurde ein solcher Sitz entdeckt?
Wer kann Angaben zu blauen Müllsäcken machen, die „wild“ in der Landschaft entsorgt wurden?
Wer kann Angaben zu mittelbraunem Lehmboden machen, der zusammen mit Betonbrocken – höchstwahrscheinlich unmittelbar neben einer Straße oder einem Fahrweg – gekippt wurde?
Es erscheint denkbar, dass die Gegenstände an einer Baustelle abgelagert oder in einen Baustellen-Container geworfen wurden.< Quelle: Echo, Schuss aus der Pistole des Hauptverdächtigen, 29. 12. 2005

Am 17. 12. hatte die Wormser Zeitung über die Hintergründe des für “Odenwälder Verhältnisse” äußerst kaltblütigen und brutalen Mordes berichtet:

> Am späten Mittwochabend fanden Beamte einer Ermittlungsgruppe der Heidelberger Kriminalpolizei im Keller eines Hauses die einbetonierte Leiche, zu deren Bergung schweres Gerät eingesetzt werden musste.[...]

In der Nacht vom 4. auf den 5. November 2005 war es im Bereich Bensheim zu einem Treffen zwischen Akin Kasikci und den beiden in Mainz festgenommenen Tatverdächtigen, einem 29-jährigen Türken und einem 31 Jahre alten Serben, gekommen. Mittlerweile wurde auch gegen einen türkischen Werkstattbesitzer aus Bensheim Haftbefehl erlassen. Auch er soll bei dem Treffen dabei gewesen sein.
Die Beteiligten waren in verschiedenen Fahrzeugen in die Nähe von Bensheim gefahren und dort gemeinsam in einen weiteren Wagen umgestiegen. In diesem wurde Akin Kasikci dann wenig später auf der Fahrt durch Bensheim erschossen. Als Tatwaffe kommt eine tschechische Pistole in Frage, die am 6. Dezember bei der Festnahme des 29-jährigen Türken in der Mombacher Straße in Mainz gefunden worden war.
Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass das Treffen von den Beschuldigten bewusst herbeigeführt worden war, um den Friseur zu töten. Auch die Beseitigung der Leiche durch Einbetonieren sei geplant gewesen. Hintergrund des Verbrechens sind offenbar Geldforderungen an den 29-jährigen Türken. Die Beteiligten hatten nach Angaben der Polizei in der Vergangenheit eine größere Anzahl von Verkehrsunfällen fingiert und Versicherungen betrogen. Im Zusammenhang mit einem im September 2005 fingierten Unfall waren Kasikci und der 29-jährige Verdächtige in Streit geraten. Kasikci fühlte sich von seinem Komplizen offenbar betrogen und forderte Geld von ihm. < Quelle: Wormser Zeitung /dpa


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