„Kamerad Marx“ in Leipzig: ZEIT berichtet über den früher in Südhessen tätigen und vorbestraften NPD-Funktionär Peter Marx

Administrator, 07 April 2005, No comments
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>Die NPD mit ihrem Spitzenkandidaten Marx hat sich nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl 2004 in Sachsen jetzt auch hier in der Stadt viel vorgenommen. Die Stimmung in der einstigen Boomtown scheint wie bestellt für die Radikalen, sie ist schlecht. Eine sachsenweit rekordverdächtige Arbeitslosigkeit von 21,6 Prozent drückt schwer auf die Bilanz des Amtsinhabers Wolfgang Tiefensee, SPD. Zudem steckt Leipzig nach dem affärenreichen Olympiadebakel vom letzten Jahr in einer Sinnkrise…Der gebürtige Pfälzer Marx ist ein politischer Handlungsreisender. Ganz im Dienst der Partei ist der klein gewachsene, etwas unsicher auftretende Mann mit der Halbglatze immer da, wo es in Sachen Rechtsradikalismus was zu holen gibt. Marx, der sein Jurastudium nie beendet hat und doch gelegentlich als Rechtsanwalt bezeichnet wird, war zuerst Fraktionsgeschäftsführer der NPD im Frankfurter Römer, dann im Landkreis Darmstadt. Im November 2001, so meldete am vergangenen Wochenende die Leipziger Volkszeitung, wurde er wegen Wahltäuschung im hessischen Kommunalwahlkampf 1997 zu 160 Tagessätzen verurteilt – damit gilt Peter Marx als vorbestraft. Heute ist er Vize im Bundesvorstand, Vorsitzender der Landesverbände im Saarland und in Rheinland-Pfalz, Geschäftsführer der sächsischen Landtagsfraktion. Und nun eben auch noch Spitzenkandidat bei der Wahl zum Oberbürgermeister in Ostdeutschlands größter Kommune – bei aller Aussichtslosigkeit kann er sich da schon mal für die angepeilte Bundestagskandidatur profilieren.< Quelle: Jana Hensel in zeit.de
Die Leipziger Volkszeitung berichtet zur Person von Marx:
>Geboren am 21. Dezember 1956 in Speyerbrunn, katholisch, verheiratet, vier Kinder im Alter zwischen 16 und 25 Jahren; die Familie wohnt in Saarbrücken. Studium der Rechtswissenschaften ohne Abschluss, Eröffnung einer Versandbuchhandlung, dann tätig als „freier Marketingberater“. Ab 1989 vier Jahre Geschäftsführer der NPD-Fraktion in Frankfurt/M., dann vier Jahre in gleicher Funktion beim Landkreis Darmstadt-Dieburg. NPD-Mitglied seit Vollendung des 18. Lebensjahrs, zuvor bereits drei Jahre bei den Jungen Nationaldemokraten. Derzeit Vorsitzender der Landesverbände im Saarland und in Rheinland-Pfalz.< Quelle: lvz-online.de
Das Foto zeigt den in Michelstadt wegen Wahlfälschung verurteilten Marx neben den beiden NPD-Chefs Voigt und Apfel.

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