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January 19, 2006

„Diesmal mache ich gerade, was ich will“: “Härtester Gegner” (und Parteifreund) von Bürgermeister Hartmann sorgt für Eklat im Reinheimer Parlament

von @ 3:10. Kategorien: Politik

>Mit einem bisher noch nicht da gewesenen Eklat startete das Reinheimer Parlament in die letzte Sitzung der Wahlperiode.
Der SPD-Stadtverordnete Karlheinz Stumpf (67), der wegen einer Korrektur des Protokolls ans Rednerpult getreten war, wollte danach eine persönliche Erklärung verlesen. Dies ließ Stadtverordnetenvorsteher Harald Heiligenthal (SPD) jedoch nicht zu und bat Stumpf, seinen Platz wieder einzunehmen.
Wiederholte Aufforderungen des Stadtverordnetenvorstehers blieben aber ungehört. Stumpf versuchte beharrlich, seinen Erklärungstext los zu werden. Heiligenthal schaltete das Mikrophon aus, drohte mit Verwarnungen und schließlich mit der Verweisung Stumpfs aus dem Sitzungssaal.
„Diesmal mache ich gerade, was ich will“, rief Stumpf sichtlich erregt in den Saal. Dies führte dazu, dass zwei Fraktionskollegen und der Stadtverordnetenvorsteher versuchten, Stumpf vom Rednerpult abzudrängen.
Es kam zu einem regelrechten Gerangel, bevor sich Stumpf an seinen Platz geleiten ließ und danach wortlos dem weiteren Sitzungsverlauf folgte.
Er habe lediglich darauf hinweisen wollen, dass er sich in den zurückliegenden Jahrzehnten um die Stadt verdient gemacht habe, was auch in zahlreichen Ehrungen (darunter das Bundesverdienstkreuz) anerkannt worden sei, sagte Stumpf danach dem ECHO.
Stumpf, der sich als „härtester Gegner“ von Bürgermeister Karl Hartmann (SPD) bezeichnet, war gegen seinen Willen nicht mehr als Kandidat zur Kommunalwahl aufgestellt worden.
Hintergrund seiner Nichtnominierung war offenbar, dass der VdK-Vorsitzende den Bürgermeister auch in Privatangelegenheiten angegangen haben und es parteiintern oft zu Verstimmungen gekommen sein soll. < Quelle: Darmstädter Echo, Eklat im Reinheimer Parlament, 19. 1. 2006

In einer kleinen Notiz listet das Echo auf, wo und wie sich Stumpf für Reinheim verdient machte.
>Karl-Heinz Stumpf hat sich um den Aufbau der Reinheimer Stadtbücherei verdient gemacht, ist im VdK aktiv, seit acht Jahren in Reinheim dessen Vorsitzender. 2005 erhielt er für seine ehrenamtliche Tätigkeit das Bundesverdienstkreuz. Seit mehr als 40 Jahren ist er kommunalpolitisch tätig, war Stadtverordneter, im Magistrat und zuletzt stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher.<

Da liest man doch gerne wieder in der Bibel: “Und ich wandte mich hin zu allen meinen Werken, die meine Hände gemacht, und zu der Mühe, womit ich wirkend mich abgemüht hatte: und siehe, das alles war Eitelkeit und ein Haschen nach Wind; und es gibt keinen Gewinn unter der Sonne.” (Prediger 2)

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