Hat die Abteilungsleiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis eine arbeitslose Doppelgängerin?

Administrator, 16 Februar 2006, 2 comments
Categories: Affäre Schnellbacher, Hartz 4

Am Samstag, dem 21. Januar 2006 um 18:20 verzeichnete das Portal odenwald-geschichten.de einen ungewöhnlichen Kommentareintrag:
Unter dem Pseudonym „micky“ meldete sich eine Person zu Wort, die endlich etwas Gutes über das Kommunale Jobcenter in Erbach zu berichten hatte:
O-Ton Micky:

Wer über ein Odenwälder Amt so freundlich zu schreiben weiß, könnte dies eigentlich mit seinem authentischen, vollen Namen tun: Ihm winkten eher Belohnungen statt Schikanen.

Einem weiteren Leser, der das Kommunale Jobcenter wohl ebenfalls, aber anders kennt, kommt der Kommentar von „micky“ nicht geheuer vor:

Weist du Mickey, der Fisch stink vom Kopf her – solltes du ein Mitarbeiter des Jobcenters oder im Büro des Landratsamts sitzen und meinen hier unbedingt tolle Stimmung verbreiten zu wollen, dann spar dir die Mühe.
Ach, und was mir auffällt: Du willst hier unwahrscheinlich zwanghaft nen positiven Beitrag schreiben und anscheinend gehts dir völlig am Arsch vorbei wenn jemand ohne Geld dasteht.
[…]
Im übrigen haben die Im Jobcenter Langeweile, deswegen können sie mit der Handvoll Leute, die wirklich arbeiten wollen noch lange Gespräche darüber führen, warum gaaaaaanz ausnahmsweise eine Auszahlung mal zu spät kommen könnte. Geren gesellt sich dann sogar der Vorgesetzte mit ner Tasse Kaffee dazu und erklärt das mit, denn sonst würd der doch glatt vor Langeweile umkommen.”
Sinngemäß – man beachte meien ironischen Übertreibungen – hast du nämlich nix anderes gesagt. Und so ne Matschbirne trau ich auch dem ungebildestens und verlottersten ALG IIer zu. Du bist ein FAKE!

Was dieser Leser nicht weiß: „Micky“, die von sich sagt: „Ich will arbeiten und hab das meinem Fallmanager auch gesagt“, könnte (!!) tatsächlich ein „Fake“ sein – keine Klientin sondern die Chefin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis höchstpersönlich: Sandra Schnellbacher.

Die für das Portal odenwald-geschichten.de verwendete Software verlangt von einem Kommentator keine eMail-Adresse, sie liest jedoch die in seinem Computer voreingestellte Adresse automatisch aus und zeigt sie (nur) im Administrationsbereich an.

Und die dort angezeigt eMail-Adresse von „Micky“ könnte den weniger glücklichen Klienten des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis „irgendwie“ bekannt vorkommen. Sie lautet: sschnellbacher@web.de

Eine Suche in Google nach eben dieser eMail-Adresse liefert schließlich ein Ergebnis, das Assoziationen zum Kommunalen Jobcenter nochmals verstärkt:

Am 30. 09. 2002 hatten sich im Web-Forum www.pdassi.de für Software zum Personal Digital Assistant Palm einige Leser lobend über die kostenlose Software ‚EuroTool‘ geäußert, darunter auch eine Person mit der eMail-Adresse SSchnellbacher@web.de.
In diesem Fall wird auch der zugehörige vollständige Name genannt: Sandra Schnellbacher.



Genau so heißt aber auch die Leiterin des Kommunalen Jobcenters in Erbach – wieder nur ein seltsamer Zufall?

Einen Tag später, am Sonntag dem 22. Januar 2006, meldete sich abends um 19:14 Uhr „Micky“ noch einmal bei odenwald-geschichten.de, offenbar beleidigt über die Zweifel des anderen Lesers an der Echtheit ihrer Angaben:

„Hätt ich mir denken können, dass Du nicht in der LAge bist sachlich zu diskutieren. Da trennt sich halt die Spreu vom Weizen und es bestätigt sich für mich, dass hier im Forum anscheinend nur einseitige Meinungen gefragt sind. Da verabschied ich mich lieber und geh dorthin, wo sachliche Argumente mit sachlichem Verstand besprochen werden. Haltlose Vorwürfe und Unterstellungen haben noch keinen weiter gebracht. Was machst Du selbst eigentlich um ARbeit zu finden?? Die Welt hört ja nicht am Rande vom Odenwald auf!? Übrigens: Ich hab Arbeit gefunden und bin demnächst nicht mehr auf staatliche Unterstützung angewiesen, allenfalls noch solange, bis ich die erste Kohle von meinem neuen Arbeitgeber habe. Dafür kann ich mich beim Job-Center bedanken, auch wenn du das jetzt wieder irgendwie ins negative ziehen wirst, was mir eigentlich schon jetzt beim schreiben klar ist.“

Die von uns hervorgehobenen Aussagen könnten tatsächlich zutreffen: So oder so.

Die (pdh) Fotographie zeigt die Leiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis, von der wir nicht mit absoluter Sicherheit wissen, ob Sie jene Sandra Schnellbacher ist, die sich 2002 mit der eMail-Adresse SSchnellbacher@web.de bei www.pdassi.de als zufriedene Nutzerin eines Palm-PDA zu Wort meldete – und nun als „Micky“ bei odenwald-geschichten.de in einer Lobrede für das hiesige Kommunale Jobcenter.

Comments

2 Responses, Leave a Reply
  1. […] euen Arbeitgeber habe. Dafür kann ich mich beim Job-Center bedanken.< Dies hatte ein anonym bleibender Leser (”micky”) vor kurzem im Kommentarbereich von odenwald-geschichten.d […]

  2. ABC1
    01 Juni 2010, 12:03

    Die Damen und Herren vom JobCenter sind doch auch nur Menschen, da kann es doch mal mehr, oder weniger vorkommen, das Grundrechte verletzt werden und das Recht auch falsch verstanden bzw. ausgelegt wird…
    Die meinen das nicht böse, irren ist nämlich ganz menschlich.
    Und wer soviel Streß mir ALG2 Empfängern hat, darf auch ruhig etwas genervt wirken, dafür haben sie ja den Westerwelle, der mit seinen lustigen Sprüchen über Leistungsempfänger für viel Motivation in den JobCenter sorgt.

Leave a Reply:

Name *

Mail (hidden) *

Website