Odenwald Geschichten

Mitwirkung bei Whistleblower-Netzwerk
Kontakt | Odenwaldkreis by Sky | Aktion Pressefreiheit

Sonntag, 12. März 2006

“Als Klientin in das Jobcenter. Heute arbeitet sie hier”: Hessischer Rundfunk sah Hartz 4 im Odenwald schon früh “auf dem besten Weg”

von @ 7:24. Kategorien: Affäre Schnellbacher, Hartz 4

Es gibt bekanntlich auch lobende Stimmen für das Kommunale Jobcenter von Horst Schnur: Etwa die beiden Micky-Kommentare auf dieser Website, die vom Privatcomputer der Leiterin des Jobcenters (Sandra Schnellbacher) abgesandt wurden. Auch das zum Zweck des Standort-Marketing “benutzte” (inzwischen wieder verschwundene) ‘Schaufenster Odenwald’ durfte vor einiger Zeit des Landrats unwahre “Feststellung” verbreiten, wonach es angeblich “keine einzige Klage” gegen sein Sozialamt gebe.
Fast übersehen wurde, dass schon im Oktober 2005 im Marktmagazin M€X des HR-Fernsehens über Horst Schnurs Kommunales Jobcenter berichtet wurde, natürlich lobend. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte Schnur zuvor seine vielfältigen Beziehungen zu Medienleuten spielen lassen, schließlich unterhält der Hessische Rundfunk in Erbach, unweit des Landratsamtes, ein Regionales Büro.

Das Thema der Sendung:

Und das wurde über das Erbacher Jobcenter berichtet:

Zuvor wurde übrigens über den Main-Kinzig-Kreis berichtet: > “Der Main-Kinzig-Kreis wird für seinen Erfolg bestraft. 1.600 Vermittlungen in den echten, den ersten Arbeitsmarkt hat der Main-Kinzig-Kreis geschafft. Der Kreis ist Spitzenreiter in Sachen Vermittlung. Belohnt wird das nicht.
Trotz der guten Ermittlungszahlen wird uns diese Sache zwölf Millionen Euro kosten. Wir werden bestraft, weil wir unsere Hausaufgaben schon gemacht haben“, sagt Uwe Amrhein vom Main-Kinzig-Kreis. Das Problem: Seit Hartz IV zahlt der Bund zwar das Arbeitslosengeld II, die Unterkunftskosten trägt aber die Kommune. Wer schon vorher weniger Sozialhilfeempfänger hatte, zahlt in der Regel drauf. Das neunjährige Engagement des Kreises wird bestraft. <
Vielleicht hat ja der Odenwaldkreis aus dem (bestraften) “Erfolg” eines anderen Landkreises gelernt und bewusst auf einen (belohnten) Mißerfolg hingearbeitet?

Das ist bemerkenswert: “Erfolgsgeschichten” wie jene von Schnellbachers “Micky” scheinen stets direkt in das Jobcenter selbst zu führen. Im Fall von Helga Niesner zu einem Praktikumsplatz.

Gallig kommentiert hat das hier ein Betroffener unter dem Pseudonym ‘Erstwähler’:
> Man kann nur noch heulen. Weil es keine Erfolge gibt, müssen nun schon die neuen Mitarbeiter oder Praktikanten des Erbacher Jobcenters für Hurra-Berichte herhalten. Und wie lächerlich! Hartz IV stoppt also den sozialen Abstieg, weil man als Mitarbeiter des Sozialamts angestellt wird. Oder soll ich lieber sagen: Weil man ein Praktikum im Jobcenter absolvieren muss, damit das Jobcenter keine neuen Mitarbeiter einstellen muss.

Mein Vorschlag: Stellt doch in dem bescheuerten Jobcenter die 4000 (oder 5000, oder 6000, oder 7000) ALG II Empfänger aus dem Odenwald ein. Was das für ein Erfolg wird! Tausende von Vermittlungen! […]

Und es kommt noch dicker: “Heute arbeitet sie hier, berät Arbeitslose am Telefon.”

Ich habe noch NIE jemanden am Telefon beim Jobcenter erreichen können. Es waren immer nur Bandansagen. Und was soll das für eine “Telefonberatung” sein. Für Beratungen sind ja wohl Fallmanager notwendig. Eine Beratung am Telefon hat doch überhaupt keine Rechtssicherheit. Wie kann man denn dann nachweisen, zu was man beraten wurde und welche Punkte bei der Beratung ausgelassen wurde oder man einfach absichtlich falsch beraten wurde? Aber es stimmt. Im Jobcenter erhält man keine persönlichen Termine oder Beratung vor Ort. Die habe ich nämlich seit über einem Jahr nicht erhalten können.

Der Bericht ist so dilettantisch und so schlecht, den hat bestimmt jemand im Landratsamt verfasst und der Hessische Rundfunk hat das einfach so abgedruckt.[…]

Arbeitet die redselige und vom Jobcenter beseelte Frau Helga Niesner immer noch dort? Oder wird dort ein Praktikant nach dem anderen ausgelutscht bei der Bearbeitung von ALG II Akten bzw. bei der Beratung nach dem Sozialgesetzbuch OHNE Kenntnisse über die Gesetzeslage als angelernte Praktikantin?

Da es wohl tatsächlich Praktikanten gibt, die auch noch für eine Beratung eingesetzt werden, ist es mir natürlich ersichtlich, warum es keine rechtskonforme Beratung und Bescheiderstellung in Sandra Schnellbachers Miky-Jobcenter gibt!

Meine Schlussfolgerungen sind folgende. Erinnern wir uns doch noch mal an die Überschrift: “Hartz IV - Wie Gesetzeslücken zum Missbrauch einladen”. Es ist in der Tat ein Missbrauch, wie Praktikanten im Jobcenter eingesetzt werden und für Jubelberichte herhalten sollen. Es ist ein Missbrauch der Arbeitslosen, die keine Beratung vor Ort erhalten können und telefonisch abgespeist werden sollen. Es ist ein Missbrauch der gesamten Bevölkerung im Odenwald, die das Jobcenterdesaster und die Zerstörung der Zukunftsfähigkeit tausender von Existenzen unter Landrat Schnur und Leiterin Schnellbacher wirtschaftlich für die Zukunft zu tragen haben.<


Bookmarken bei: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Alltagz
  • Bloglines
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • Tausendreporter
  • Technorati
  • VoteForIt
  • Webbrille
  • YahooMyWeb

Das könnte Sie auch interessieren:

Was Hartz 4 für Behinderte bedeutet: 69,50 Euro zusätzlich für einen Monat Vollzeitarbeit
Hat die Abteilungsleiterin des Kommunalen Jobcenters Odenwaldkreis eine arbeitslose Doppelgängerin?
In 80 Tagen nach Berlin: Hessischer Rundfunk begleitet Erika Ober und Patricia Lips in ihrem Kampf um Wählerstimmen
Korruption im Kommunalen Jobcenter Odenwaldkreis? Frankfurter Rundschau wird aufmerksam
Claudia Troßmann: “Im Gegensatz zu damals haben die Odenwälder heute einige Probleme mehr”

3 Kommentare zu ““Als Klientin in das Jobcenter. Heute arbeitet sie hier”: Hessischer Rundfunk sah Hartz 4 im Odenwald schon früh “auf dem besten Weg””

  1. hartzcore I » hirntot, wachkoma oder gleichgeschaltet? schreibt:

    […] Niedriglöhne an ihre Arbeitnehmer/-innen zahlen. wobei es aber auch schon vereinzelt vermittlungen gibt. Und es kommt noch dicker: “Heute arbeitet sie hier, berät Arbeitslose am Tel […]

  2. Jochen Ringl schreibt:

    Demnächst im Fernsehen.
    Genau wie in vorhergehenden Pressemeldungen zittiert wird demnächst der Odenwaldkreis im Fersehn zu sehen sein.
    Ein Präzedenzfall hierfür liegt vor.
    Mich, als Betreiber eines bundesweiten Internetradios, hat es selbst betroffen.
    Mit allen behördlichen Verläufen, Einbeziehung der Bürgermeisterstelle uswuswusw…….
    Im Rahmen unserer Pressearbeit stehen uns Beziehungen zu Fersehsendern bereit, die bereits reges Interesse daran zeigen, den vorliegenden Fall zu publizieren.
    Im vorliegenden Fall, hätten wir unser Radiounternehmen retten können, mit einem Darlehen über 1800 Euro
    €…….Was der Odenwaldkreis, durch behördliche “Willkür” daraus machte ? Aber mindestens genausoviel Geld wurde vom KJC bezahlt für eine Unternehmensberatung - und dann fallen gelassen.

    Erleben Sie es im Fersehen.
    Fernsehsender und Presseorgane haben wir zugesichert, aus diesem Vorgang zunächst rauszulassen, bis es soweit ist.
    Mistreiter und Erfahrungsberichter dürfen sich melden unter Mailto: Info@Starlightsound2004.com

    Dieser Beitrag wurde mit Hilfe eines Rechtsberaters erstellt, falls mir persönliche Nachteile durch Nichtzahlung der Bezüge etc…enstehen sollten.

    Jochen Ringl
    www.Starlightsound2004.com

  3. Paulchen Panther schreibt:

    @Jochen: Schon mal hier versucht? Da findest du vielleicht weitere Interessenten: kompass-erbach.de

Schreiben Sie einen Kommentar

(Am Besten fügen Sie dazu einen vorher mit einem anderen Programm korrekt und vollständig verfassten Beitrag mit copy und paste ein. Verwenden Sie keine spitzen Klammern und keine langen URLs! Nutzen Sie für Links den einfachen Editor: Wort markieren - auf Kettensymbol klicken - in Pop-Up-Fenster Link-Url hineinkopieren - auf Insert-Button klicken)

































[powered by WordPress.]

"Eine Poetik der Polemik prägte die "Fackel" und kennzeichnet heute mächtige Blogger: Die Texte entstehen aus der direkten Auseinandersetzung mit dem publizistischen Gegenüber. Angriffe werden immer ad personam geführt, die Schwächen des Gegenübers ausführlich vorgeführt. Der fremde Text wird über das Zitat bloßgestellt, Zitat und Kommentar fügen sich zu einer neuen Textur."

Aktuelle Artikel:

Kategorien:

Brisant

Lokale Medien

Lokale Foren

Suche im Blog:

Archiv:

September 2010
M D M D F S S
« Aug    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Blogroll

Soziales

Regionales:

Justiz:

Aktionen:

Interne Links:

Meta:

Translation



Mit Bloglines abonnieren

"Denn hier ist nichts, was es scheint.". Albert Ettinger über Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald".

Letzte Kommentare:

Trackbacks:

45 queries. 0.634 seconds


impressum

bluecounter Website Statistics bluecounter Website Statistics Weitere Blogs rund um den Odenwald:
Technorati Blog Finder